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Posted by XeCUTionER on Oct-12-2005 20:00:

quote:
Originally posted by Sunny_and_Coz
Situationen

Sexueller oder k�rperlicher Missbrauch
Selbstmord oder Gewalt in der Familie
Tod eines nahestehenden Freundes oder Familienangeh�rigen
Scheidung oder Trennung, Beendigung einer Beziehung
Versagen auf akademischem Gebiet, bevorstehende Pr�fungen, Pr�fungsergebnisse
K�ndigung, Probleme auf der Arbeit
Bevorstehende Gerichtsverhandlungen
K�rzliche Inhaftierung oder bevorstehende Freilassung


das einzige, was ich davon als grund akzeptieren w�rde, w�re das erste...
das andere sind zwar keine sch�nen sachen, aber damit kann man doch klar kommen....


Posted by Inyrie on Oct-12-2005 20:03:

quote:
Originally posted by XeCUTionER
das einzige, was ich davon als grund akzeptieren w�rde, w�re das erste...
das andere sind zwar keine sch�nen sachen, aber damit kann man doch klar kommen....


Du hast den Hintergrund von Depressionen nicht verstanden.
Und dieses "damit kann man doch klar kommen" hilft niemandem weiter, am wenigsten den Betroffenen. Wir sind alle unterschiedlich und reagieren auf unterscheidliche Einfl�sse v�llig verschieden. Entsprechend sind wir auch verschieden anf�llig f�r Depressionen. Siehe Link, den ich gepostet habe.

EDIT:
Vor allem fragt niemand danach, was die "Gesellschaft" als Grund f�r Depressionen akzeptiert. Das k�nnen echt vergleichbar "harmlose" Dinge sein, die das ausl�sen. Und durch solche Kommentare wird es nicht einfacher, vor sich selbst einzugestehen dass man depressiv, also KRANK, ist und �ber die Gr�nde offen zu sprechen, weil sich irgendwann sonst einschleciht "das sind doch Lapalien, das kann ich doch nicht erz�hlen, da lachen sich die Leute ja schlapp dr�ber"


Posted by godfatherdc on Oct-12-2005 20:03:

quote:
Originally posted by XeCUTionER
das einzige, was ich davon als grund akzeptieren w�rde, w�re das erste...
das andere sind zwar keine sch�nen sachen, aber damit kann man doch klar kommen....

kommt immer auf den einzelnen an. menschen sind da unterschiedlich


Posted by XeCUTionER on Oct-12-2005 20:07:

quote:
Originally posted by Inyrie
Du hast den Hintergrund von Depressionen nicht verstanden.
Und dieses "damit kann man doch klar kommen" hilft niemandem weiter, am wenigsten den Betroffenen. Wir sind alle unterschiedlich und reagieren auf unterscheidliche Einfl�sse v�llig verschieden. Entsprechend sind wir auch verschieden anf�llig f�r Depressionen. Siehe Link, den ich gepostet habe.

EDIT:
Vor allem fragt niemand danach, was die "Gesellschaft" als Grund f�r Depressionen akzeptiert. Das k�nnen echt vergleichbar "harmlose" Dinge sein, die das ausl�sen. Und durch solche Kommentare wird es nicht einfacher, vor sich selbst einzugestehen dass man depressiv, also KRANK, ist und �ber die Gr�nde offen zu sprechen, weil sich irgendwann sonst einschleciht "das sind doch Lapalien, das kann ich doch nicht erz�hlen, da lachen sich die Leute ja schlapp dr�ber"


es ging mir dabei nicht um depressionen sondern um selbstmord! das depressionen von viel "kleineren" dingen ausgel�st werden k�nnen ist mir klar und das verstehe ich auch! wie gesagt, alle reagieren unterschiedlich auf gewisse dinge!
genauso ist es ja auch mit angstzust�nden! manche werden es nie verstehen, aber f�r die betroffenen ist es die h�lle!


Posted by godfatherdc on Oct-12-2005 20:14:

quote:
Originally posted by XeCUTionER
es ging mir dabei nicht um depressionen sondern um selbstmord! das depressionen von viel "kleineren" dingen ausgel�st werden k�nnen ist mir klar und das verstehe ich auch! wie gesagt, alle reagieren unterschiedlich auf gewisse dinge!
genauso ist es ja auch mit angstzust�nden! manche werden es nie verstehen, aber f�r die betroffenen ist es die h�lle!


ja, wie gesagt....jeder ist da unterschiedlich.
nach meinem abschluss in der 10ten klasse haben wir bei mir im garten eine party gefeiert. ein klassenkamerad hat einen kumpel mitgebracht, der den ganzen abend nur wirres zeug �ber gott gesprochen hat. dann hat er noch von jedem eine spende f�r die kirche verlangt.
wir haben ihn zu dem zeitpunkt alle nicht ernst genommen, sogar ausgelacht
einen tag sp�ter hat er sich umgebracht, weil er nicht damit klar gekommen ist das seine mutter paar tage vorher gestorben ist.
18 jahre ist er geworden.

ich w�rd auch anders reagieren.....


Posted by Inyrie on Oct-12-2005 20:17:

quote:
Originally posted by XeCUTionER
es ging mir dabei nicht um depressionen sondern um selbstmord! das depressionen von viel "kleineren" dingen ausgel�st werden k�nnen ist mir klar und das verstehe ich auch! wie gesagt, alle reagieren unterschiedlich auf gewisse dinge!
genauso ist es ja auch mit angstzust�nden! manche werden es nie verstehen, aber f�r die betroffenen ist es die h�lle!


Da hab ich nicht genau geschaut. Macht aber nichts, das gleiche was ich gesagt habe gilt auch f�r Selbstmord(-gedanken). Je mehr manche Gr�nde von der Gesellschaft "verharmlost" werden desto weniger werden sich Betroffene trauen �ber diese Gr�nde zu reden und dest schwieriger wird es, Gef�hrdete zu erkennen.


Posted by XeCUTionER on Oct-12-2005 20:25:

aber selbstmord ist doch keine l�sung, egal f�r was...?!


Posted by Inyrie on Oct-12-2005 20:29:

quote:
Originally posted by XeCUTionER
aber selbstmord ist doch keine l�sung, egal f�r was...?!


Doch, eine sehr endg�ltige sogar...


Posted by asdf on Oct-12-2005 20:30:

Grade das Deutschlandspiel zu ende gegangen: Ziemlich kacke!


Posted by DennisF on Oct-12-2005 20:30:

quote:
Originally posted by Inyrie
Doch, eine sehr endg�ltige sogar...


Posted by Inyrie on Oct-12-2005 20:31:

quote:
Originally posted by Stiffmaster

*no comment*


Posted by kernkraft on Oct-12-2005 20:37:

quote:
Originally posted by Inyrie
Ich wei� nicht was es da zu lachen gibt. Das war im besten Falle bitterb�s gemeint. Aber das Lachen kannste dir gern verkneifen.


Ich hab in den letzten Jahren 2 Selbstmorde mitbekommen, einer war aus weltanschaulichen Gr�nden, der andere war relativ spontan. Da gibts �berhaupt nichts zu lachen... Aber es hat dem Umfeld das Thema Tod auf einen Schlag sehr nahe gebracht, und wir haben alle zum Gl�ck gelernt, dar�ber zu sprechen. Und wir haben gelernt, egal wie abgedroschen das klingt, dass es wirklich nichts bringt... Allein die Trauer der Familie wiegt schon schwerer als das egoistische Ausweichen in den Tod der Person etwas bringt... Sorry das ist jetzt ganz ernst, aber das sind meine Erfahrungen damit


Posted by Keldana on Oct-12-2005 20:47:

wollte fr�her auch mal meinem Leben ein Ende setzen ... und es war nur eine Frau dran Schuld ... die Tabletten waren schon in der Fl�ssigkeit aufgel�st ... nur habe ich es halt nicht getrunken ...

und auf der "falschen" Seite eines Gel�nders stand ich auch schon einmal .... aber wenn ich heute sehe, wie mein kleiner Sohnemann (15 Monate) mich anl�chelt, dann frage ich mich heute noch, wie es durch etwas so banales �berhaupt so weit kommen konnte ....


Posted by Nik Novo on Oct-12-2005 20:49:

quote:
Originally posted by Inyrie
Doch, eine sehr endg�ltige sogar...


F�r die betr. Person selber vielleicht schon, nicht aber f�rs Umfeld, im Gegenteil. Hat sich derjenige Gedanken gemacht, was er dem Umfeld antut? Hat er um Hilfe gebeten? Wurde im Hilfe angeboten?

Problematisch wirds, wenn die Person wom�glich kein Umfeld hat oder keines, das in der Lage ist ihr zu helfen. Ein Mensch erkennt seine eigenen Fehler / Probleme oftmals selber nicht, deswegen ist es mehr als wichtig Leute daraufhinzuweisen oder ihnen zu helfen, selbst wenn sie sich weigern Hilfe anzunehmen (kommt vor). Klar, man kann nicht jedem Menschen helfen, aber ihn auszulachen ist noch viel schlimmer. Dann lieber gar nichts sagen. Denn jeder ist eigentlich in der Lage zu merken, wie es jemandem geht, erst Recht, wenn man ihn etwas besser kennt. Wenn nicht, darf man an seiner Menschenkenntnis zweifeln.


Posted by Nik Novo on Oct-12-2005 20:51:

quote:
Originally posted by Keldana
wollte fr�her auch mal meinem Leben ein Ende setzen ... und es war nur eine Frau dran Schuld ... die Tabletten waren schon in der Fl�ssigkeit aufgel�st ... nur habe ich es halt nicht getrunken ...

und auf der "falschen" Seite eines Gel�nders stand ich auch schon einmal .... aber wenn ich heute sehe, wie mein kleiner Sohnemann (15 Monate) mich anl�chelt, dann frage ich mich heute noch, wie es durch etwas so banales �berhaupt so weit kommen konnte ....


Man steigert sich eben leicht in Sachen hinein und f�ngt an nur noch die negativen, aber keine positiven Dinge mehr zu sehen.
In solchen Situationen merkt man eigentlich wer wirklich wahre und gute Freunde sind und wenn man im Prinzip "wegwerfen" kann, falls man es denn davor nicht schon gemerkt hat.

Menschen sind impulsiv, oftmals eben ZU impulsiv.


Posted by kernkraft on Oct-12-2005 20:54:

quote:
Originally posted by DJ NGE
Menschen sind impulsiv, oftmals eben ZU impulsiv.


Das ist in der tat ein Problem... Und es gibt sehr wohl spontane Selbstmorde, die m�ssen sich nicht lange ank�ndigen, und die kann man dann am wenigsten erkl�ren


Posted by Keldana on Oct-12-2005 21:00:

quote:
Originally posted by DJ NGE
Man steigert sich eben leicht in Sachen hinein und f�ngt an nur noch die negativen, aber keine positiven Dinge mehr zu sehen.
In solchen Situationen merkt man eigentlich wer wirklich wahre und gute Freunde sind und wenn man im Prinzip "wegwerfen" kann, falls man es denn davor nicht schon gemerkt hat.

Menschen sind impulsiv, oftmals eben ZU impulsiv.


Tja ... l�uft halt manchmal extrem bl�d mit der ersten gro�en Liebe ...

allerdings w�re es bei mir nicht sonderlich impulsiv gewesen ... habe mich �ber Monate ziemlich mies gef�hlt ....


Posted by Inyrie on Oct-12-2005 21:00:

quote:
Originally posted by DJ Kernkraft400
Ich hab in den letzten Jahren 2 Selbstmorde mitbekommen, einer war aus weltanschaulichen Gr�nden, der andere war relativ spontan. Da gibts �berhaupt nichts zu lachen... Aber es hat dem Umfeld das Thema Tod auf einen Schlag sehr nahe gebracht, und wir haben alle zum Gl�ck gelernt, dar�ber zu sprechen. Und wir haben gelernt, egal wie abgedroschen das klingt, dass es wirklich nichts bringt... Allein die Trauer der Familie wiegt schon schwerer als das egoistische Ausweichen in den Tod der Person etwas bringt... Sorry das ist jetzt ganz ernst, aber das sind meine Erfahrungen damit


Ich wei� dass es nichts bringt. Letzten Endes. Dem Gestorbenen allerdings schon, denn im Prinzip gibt es keine radikalere, schnellere und wirkungsvollere Methode, um seinen Problemen ein Ende zu setzen.
Die Trauer des Umfelds mag schwerer wiegen als das Leid des Betroffenen, aber welcher Verzweifelte urteilt in solchen Situationen schon objektiv? Da sind jegliche HInrfunktionen ausgeschaltet. Man mag es hinterher selbst nicht mehr verstehen@Keldana. Das �ndert aber nichts daran, dass da ein Mensch mit seinem Leben und den auferlegten B�rden nicht mehr klar kommt und keinen anderen Ausweg wei�... Ob man es als Egoismus, Flucht oder whatever ansieht, letzten Endes ist es nunmal eine Verzweiflungstat. Wenn ich b�se bin, sag ich jetzt, dass der Betreffende einfach zu schwach zum Leben war, aber eigentlich denke ich, dass Selbstmorde OFTMALS ein Produkt eines ignoranten Umfelds sind. In dem Fall sind Familie, Freunde und Co. die Egoisten, die zu sehr mit sich selbst besch�ftigt sind, als die Sorgen, Probleme, N�te des Suizid-Gef�hrdeten wahr zu nehmen und ernst zu nehmen.
(Edit)
Leider gibts aber auch Leute, denen man ihren Zustand nicht anmerkt. Entweder weil sie verdammt gute Schauspieler sind oder einfach niemanden an sich heranlassen...
Anyway ich geh jetz aber echt schlafen...
Nacht, und wacht morgen alle heile wieder auf...


Posted by Nik Novo on Oct-12-2005 21:06:

Ich glaub ein gro�es Problem in der Hinsicht ist heutzutage das Internet. Viele ziehen sich in virtuelle Welten zur�ck und posten ihre "Probleme" in einem Internetforum anstatt mit Freunden, Eltern oder Verwandten zu reden. Ich sage deswegen "Probleme" weil wenn ich so manch Posting in einem Internetforum sehe, kann ich nur den Kopf sch�tteln. Da meinen Jugendliche ihr Leben beenden zu wollen, weil ihre "gro�e Liebe" nichts von ihnen will und sie sich ganz sicher sind, dass sie nie eine andere lieben werden k�nnen. Humbug sag ich, solche haben noch nie erfahren, was es wirklich heisst, scheisse dran zu sein. Viele Probleme werden viel zu sehr gewichtet und in einem Internetforum ausgeheult, wo sie meist keine richtige Hilfe kriegen, keinen haben, der ihnen DIREKT sagt, dass es nicht wert ist, deswegen den Kopf h�ngen zu lassen und sich seine Tage zu versauen.


Posted by XeCUTionER on Oct-12-2005 21:07:

so, gute nacht!
zum rest schreib ich jetzt nichts mehr, wurde ja eigentliuch alles gesagt!


Posted by godfatherdc on Oct-12-2005 21:07:

quote:
Originally posted by Inyrie
Ich wei� dass es nichts bringt. Letzten Endes. Dem Gestorbenen allerdings schon, denn im Prinzip gibt es keine radikalere, schnellere und wirkungsvollere Methode, um seinen Problemen ein Ende zu setzen.
Die Trauer des Umfelds mag schwerer wiegen als das Leid des Betroffenen, aber welcher Verzweifelte urteilt in solchen Situationen schon objektiv? Da sind jegliche HInrfunktionen ausgeschaltet. Man mag es hinterher selbst nicht mehr verstehen@Keldana. Das �ndert aber nichts daran, dass da ein Mensch mit seinem Leben und den auferlegten B�rden nicht mehr klar kommt und keinen anderen Ausweg wei�... Ob man es als Egoismus, Flucht oder whatever ansieht, letzten Endes ist es nunmal eine Verzweiflungstat. Wenn ich b�se bin, sag ich jetzt, dass der Betreffende einfach zu schwach zum Leben war, aber eigentlich denke ich, dass Selbstmorde immer ein Produkt eines ignoranten Umfelds sind. In dem Fall sind Familie, Freunde und Co. die Egoisten, die zu sehr mit sich selbst besch�ftigt sind, als die Sorgen, Probleme, N�te des Suizid-Gef�hrdeten wahr zu nehmen und ernst zu nehmen.
So, ich geh jetz aber schlafen...
Nacht, und wacht morgen alle heile wieder auf...

ich denke das sowas dann meist kurzschlussreaktionen sind und nicht jeder schnell genug nachdenkt, was er da eigentlich machen will.

@nge:
besser h�tte ich es nicht sagen k�nnen!!


Posted by Inyrie on Oct-12-2005 21:10:

quote:
Originally posted by DJ NGE
Ich glaub ein gro�es Problem in der Hinsicht ist heutzutage das Internet. Viele ziehen sich in virtuelle Welten zur�ck und posten ihre "Probleme" in einem Internetforum anstatt mit Freunden, Eltern oder Verwandten zu reden. Ich sage deswegen "Probleme" weil wenn ich so manch Posting in einem Internetforum sehe, kann ich nur den Kopf sch�tteln. Da meinen Jugendliche ihr Leben beenden zu wollen, weil ihre "gro�e Liebe" nichts von ihnen will und sie sich ganz sicher sind, dass sie nie eine andere lieben werden k�nnen. Humbug sag ich, solche haben noch nie erfahren, was es wirklich heisst, scheisse dran zu sein. Viele Probleme werden viel zu sehr gewichtet und in einem Internetforum ausgeheult, wo sie meist keine richtige Hilfe kriegen, keinen haben, der ihnen DIREKT sagt, dass es nicht wert ist, deswegen den Kopf h�ngen zu lassen und sich seine Tage zu versauen.


Hmm, gerade in Internetforen kan man aber auf die unterschiedlichsten Leute treffen, die die unterschiedlichste Schei�e durchgemacht haben. Und ob in unseren Augen "geringes Problem" oder nicht, das ist egal, das entscheidende ist, wie schwer der Betroffene das wertet. Und Liebeskummer kann die H�lle sein, das sollte man nicht untersch�tzen.
Jetz geh ich aber echt ins Bett, schei� Sucht
Naaaacht


Posted by Nik Novo on Oct-12-2005 21:12:

quote:
Originally posted by godfatherdc
ich denke das sowas dann meist kurzschlussreaktionen sind und nicht jeder schnell genug nachdenkt, was er da eigentlich machen will.


Ich glaub das kann man so pauschal nicht sagen, man muss immer die Situation der Person sehen. Warum geht es ihm schlecht? Einer Person, die sagen wir mal depressiv ist, weil sie Kind und Ehepartner verloren hat (oder von ihnen verlassen wurde), ist sicherlich "leichter" zu helfen, als jemandem der etwa durch einen Unfall querschnittsgel�hmt ist.

Dass es trotzdem geht, hat Christopher Reeves mehr als bewiesen, allerdings h�ngt das immer auch von der Willensst�rke der jeweiligen Person ab, und da kommt v.a. auch die Kindheit und die Erziehung sowie das gesamte soziale Umfeld ins Spiel. Ein Kind von und zu hat es meistens leichter als ein Kind aus einem Vorstadtghetto


Posted by kernkraft on Oct-12-2005 21:13:

quote:
Originally posted by DJ NGE
Ich glaub ein gro�es Problem in der Hinsicht ist heutzutage das Internet. Viele ziehen sich in virtuelle Welten zur�ck und posten ihre "Probleme" in einem Internetforum anstatt mit Freunden, Eltern oder Verwandten zu reden. Ich sage deswegen "Probleme" weil wenn ich so manch Posting in einem Internetforum sehe, kann ich nur den Kopf sch�tteln. Da meinen Jugendliche ihr Leben beenden zu wollen, weil ihre "gro�e Liebe" nichts von ihnen will und sie sich ganz sicher sind, dass sie nie eine andere lieben werden k�nnen. Humbug sag ich, solche haben noch nie erfahren, was es wirklich heisst, scheisse dran zu sein. Viele Probleme werden viel zu sehr gewichtet und in einem Internetforum ausgeheult, wo sie meist keine richtige Hilfe kriegen, keinen haben, der ihnen DIREKT sagt, dass es nicht wert ist, deswegen den Kopf h�ngen zu lassen und sich seine Tage zu versauen.


naja, besser hier (wo einem sofort jemand zur seite steht), als nirgendwo... besser hier als alleine irgendwo rumzusitzen und �berhaupt keinen rat zu wissen. Vielleicht f�llt es betroffenen Personen einfach leichter, hier ihre Probleme zu nennen (wobei u.a. der gr��te Teil von uns wirklich verst�ndnisvoll ist!) anstatt zu den Eltern oder Geschwistern zu gehen mit denen man sich gerade verkracht hat... Naja, aber das ist so ein kompliziertes Thema, das k�nnen wir hier garnicht bis zum Ende besprechen, deswegen versuch ich es auch garnicht erst. Jeder empfindet sowieso anders und hat andere Ansichten, und gerade bei einem solchen Thema ist es schwierig, dar�ber zu reden ohne irgendjemandem zu Nahe zu treten oder irgendetwas zu ignorieren


Posted by Inyrie on Oct-12-2005 21:16:

quote:
Originally posted by DJ NGE
Ich glaub das kann man so pauschal nicht sagen, man muss immer die Situation der Person sehen. Warum geht es ihm schlecht? Einer Person, die sagen wir mal depressiv ist, weil sie Kind und Ehepartner verloren hat (oder von ihnen verlassen wurde), ist sicherlich "leichter" zu helfen, als jemandem der etwa durch einen Unfall querschnittsgel�hmt ist.

Dass es trotzdem geht, hat Christopher Reeves mehr als bewiesen, allerdings h�ngt das immer auch von der Willensst�rke der jeweiligen Person ab, und da kommt v.a. auch die Kindheit und die Erziehung sowie das gesamte soziale Umfeld ins Spiel. Ein Kind von und zu hat es meistens leichter als ein Kind aus einem Vorstadtghetto


Mich w�rde mal interessieren, wie hoch die Selbstmordrate / Depressionsrate bei Ghettopeople vs. Wohlstandsvolk ist...

Anyway, wer im Internet seine Probleme postet, tut das meist, weil er sonst niemanden hat oder weil er hier im Schutz der virtuellen Anonymit�t folgenlos rumflennen kann, ohne dass am n�chsten Tag hinter seinem R�cken dar�ber getuschelt wird. Das Internet erleichtert den offenen Umgang. Und wie Kernkraft schon sagte, besser online, wo einem Leute noch helfen k�nnen, als gar nicht. Ich glaube nicht, dass das Internet Suizide/Depressionen hochtreibt.


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