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-- PvD @ Cafe Moskau 11.01.2004
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Posted by TomVetch on Jan-12-2004 08:47:

Nur ein Wort:

Final Scratch...


Posted by Cosmique on Jan-12-2004 08:56:

quote:
Originally posted by TomVetch
Nur ein Wort:

Final Scratch...




h����, gehts auch etwas genauer ?


Posted by ShellSh0ck on Jan-12-2004 08:59:

quote:
Originally posted by Cosmique


h����, gehts auch etwas genauer ?

http://www.tranceaddict.com/forums/...threadid=153586


Posted by Cosmique on Jan-12-2004 09:12:

haaa ich hab's:

Revolutioniert Final Scratch das Plattenauflegen?
DJ auf zwei Scheiben
Die beiden kanadischen DJs John Aquaviva und Richie Hawtin sind seit geraumer Zeit mit einem wahnsinnigen neuen Ding unterwegs. Es ist so sexy, dass allen DJs davon schwindlig wird. Es ist eine technische Innovation. Ihr Name ist Final Scratch, und der Witz daran ist, dass man anstatt Kisten, Taschen und eventuell auch noch T�ten voller schwer wiegender Platten nur noch ganze zwei St�ck davon mitnehmen muss, eine pro Plattenspieler.

In diese beiden Platten sind keine Rillen mehr gefr�st, sondern ein Timecode. Die Musik kommt in Wirklichkeit von der Festplatte des Laptops. Zwischen sie und den Plattenspieler ist ein K�stchen geschaltet, in das man w�hrend der Show die Songs zwischenlagert und sie dann von dort aus mit der Schallplatte ansteuert. Da wird das Vinyl zur Maus, mit der man angeblich auch umstandslos und vor allem gef�hlsecht scratchen, rewinden, backspinnen und nat�rlich auch ganz normal pitchen kann. Als w�re die Musik tats�chlich auf der Scheibe.

Was bis jetzt nur wie ein selbstzweckhafter Gag klingt, h�tte beachtliche Konsequenzen f�r reisende DJs wie mich: So hatte ich letztes Wochenende, an dem ich in Trossingen heftige House Music und in Konstanz eher Entspanntes auflegte, exakt 125 Platten dabei. Immerhin eine Kiste und eine dicke Tasche. Mindestens 35 Kilo Repertoire, die ich auf einer Sackkarre hinter mir her unentwegt auf Rolltreppen und in Aufz�ge zog, so welche vorhanden waren unterwegs. Das ist meine �bliche Ladung und ja, ich freue mich, ein Forum zu haben, um dieses Luxusproblem bejammern zu d�rfen.

Mit Final Scratch aber, so stelle ich es mir jedenfalls vor, w�re ich pfeifend und meine zwei Platten l�ssig unter dem Arm �ber die Promenade in die Disco geschlendert, w�hrend auf dem federleichten Laptop im Rucksack ungef�hr 3.000 Titel schlummerten, darauf wartend, per Schallplatte vom File zum Leben erweckt zu werden. Die 100 wichtigsten aktuellen Burner. Die 200 zeitlosesten Superburner. 300 minimalistische Klickerklacker-Tracks. 500 unausgegorene eigene Ideen, als MP 3s, zum Ausprobieren. House-Sets, HipHop-Sets, Retro-Sets, Techno-Sets, alles extrem �bersichtlich einsortiert und kategorisiert. Alles, woran jemals Bedarf sein k�nnte, immer dabei. Und wenn sich der Techno-Rave, zu dem man gebucht wurde, als Reggae Dancehall erweist? Kein Problem: Im Ordner "Jamaica No Problem Man" lagern 250 feinste Lieblings-Riddims, falls man mal in die Verlegenheit kommen sollte.

Ein unglaubliches Verh�ltnis zwischen Man�vriermasse und Musikmenge, relativ zu Zugriffstempo und Bedienerfreundlichkeit. Und dennoch.

Das altmodische Horten und Herumtragen von gro�artigen, schei�schweren Schallplatten hat etwas Heiliges. Es gibt dem ganzen Gewerbe nicht nur diesen romantischen, handwerklichen Touch, es sorgt auch f�r eine gewisse Mitleid erregende B��erkomponente. Gestern im Zug zum Beispiel wollte mir eine �ltere Dame die Kiste beim Aussteigen nachreichen: Sie konnte nur den Griff hochklappen. Als ich sagte: "Das sind Schallplatten", sagte sie: "Oh, Sie Armer." Mit Final Scratch w�re mir dieses w�rmende Erlebnis wohl verwehrt geblieben.

Jedoch nicht nur die etwas protestantische Idee, dass man f�r das Privileg, DJ sein zu d�rfen, irgendwie k�rperlich arbeiten muss, spricht f�r die Beibehaltung der Tradition des Kistenschleppens. Die Kiste an sich ist ja auch so etwas wie ein �bergro�er und �bergewichtiger Zettelkasten, ein sehr intuitives und individuelles Ablage- und Ordnungssystem, das aber nicht nur technisch-inhaltliche Informationen speichert, sondern auch eine abgegrabbelte und extremen Umgebungen ausgesetzte, dennoch kostbare Materie in relativ knapper Menge.

Im Disco-Zwielicht der DJ-Box finden rasche, komplexe Entscheidungsprozesse statt. Das eigenh�ndige Durchst�bern einer verwitterten Kiste auf der Suche nach dem lebenswichtigen n�chsten Track, das wilde W�hlen, Zerren und Fummeln in und an Covern in all ihren Farben, Designs und Graden von Abgenutztheit erscheint mir nicht nur als der sch�nere darstellerische Akt im Vergleich zum Scrollen durch Listen, sondern auch als die effektivere Suchmaschine im sinnlichen, s�ndigen Rahmen einer Partynight.

irgendwie krass

quelle:

http://www.taz.de/pt/2002/09/25/a0163.nf/text


Posted by TomVetch on Jan-12-2004 09:52:

Und funktioniert auch tadellos...setz' es ja selber ein... *G*


Posted by Cosmique on Jan-12-2004 10:37:

quote:
Originally posted by TomVetch
Und funktioniert auch tadellos...setz' es ja selber ein... *G*



boah neee da ist mir das geld zu schade. also ich w�sste 650 euro besser anzulegen


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