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-- Möllemann/Friedmann&CO was läuft hier falsch


Posted by Doctorxx3 on Jun-15-2003 23:34:

Möllemann/Friedmann&CO was läuft hier falsch

unserer wirtschaft geht es schlecht; die staatskasse ist leer und die perspective ist warlich nicht rosig.

Woran mag das liegen?

wir sind immer schnell dabei, die schuld und ursache bei anderen zu suchen. sofern dann jemand entlarvt und blossgestellt ist, erlangen wir befriedigung, genugtuung und bestätigung in unserem eigenem (falschen?)handeln und tun.!?

>> ich möchte sehr gern eure ernstgemeinte meinung hierzu erfahren.

PS: die namen in der überschrift sind gerade aktuell, aber nach meiner auffassung nur indiz für die situation, in der sich unser land befindet; denn bekanntlich ragt der eisberg nur 1/10 aus dem wasser heraus.


Posted by Hollow on Jun-16-2003 00:18:

meiner meinung nach ist unsere politik einfach zu altmodisch... die verfassung ist überholt, politiker haben keine ideen mehr...

wie denn auch? was will man als politiker in deutschland noch erreichen? es gibt doch immer welche die die lust, und auch noch das recht haben reformen niederzumachen...

die "heilige kuh" gewerkschaft bestimmt eigentlich unsere arbeitsplatz situation, und nicht irgendwelche reformen, die nie durchgesetzt werden, weil die grünen mit ihrer wichtigtuerei, wieder dazwischenlangen, oder weil das der gewerkschaft nicht passt, wegen ihrer armen arbeiter, die ja sooo leiden, und man kann denen doch kein längeres arbeiten zumuten, oder gar iene umstellung...

solang deutschland und mit ihm alle deutschen so dermassen verbissen, unflexibel und verbockt sind, wird sich in diesem land nichts ändern!


Posted by Holodoc on Jun-16-2003 06:35:

Re: Möllemann/Friedmann&CO was läuft hier falsch

quote:
Originally posted by Doctorxx3
unserer wirtschaft geht es schlecht; die staatskasse ist leer und die perspective ist warlich nicht rosig.


Soweit so gut. Was der Rest des Postings damit zu tun haben soll, kann ich nicht nachvollziehen.

Dass es unserer Wirtschaft schlecht geht, liegt imo nicht an unserer Politik.
Den Staatshaushalt auszugleichen ist in der Tat eine der Hauptaufgaben der Politik, die an den sehr starken Lobbyisten und nicht zuletzt an der Bevölkerung scheitert.
Und wie rosig die Perspektive ist, bleibt doch jedem selbst überlassen, aber gut, zur Zeit lasse ich das nicht rosig gelten, besonders in Bezug auf die Strukturen in der EU.
Ich mag diese In Deutschland geht's bergab, aber ich hab auch keine Lösung Posts nicht.

Und für mich als Möchtegernweltverbesserer geht's Dtl. als Industriestaat sowieso noch zu gut :P.

Eins würde mich allerdings noch interessieren Hollow, was findest Du an unserer Verfassung überholt? Imo ist es eine der besten der Welt. Was man daraus macht ist natürlich eine andere Sache, wie Doctor schon bemerkte.


Posted by X4216354 on Jun-16-2003 06:58:

Re: Re: Möllemann/Friedmann&CO was läuft hier falsch

quote:
Originally posted by j.wayne
Dass es unserer Wirtschaft schlecht geht, liegt imo nicht an unserer Politik.


LOL!

Ich glaube wenn wir hier mal so 1-2 Sachen zusammenstreichen würden und vielleicht mal die Reformen auch durchbekommen würd das schon so die eine oder andere Mark an Kostenersparnis bringen....

Aber wie macht man das in einem Volk, was besser jammern als arbeiten kann und noch nicht erkannt hat, dass die Wirtschaft global und nicht national abläuft!


Posted by DennisF on Jun-16-2003 09:23:

ja nur andere länder denen es dann wirtschaftlich nicht mehr so gut geht zb usa, SENKEN dann die steuern und erhöhen sie dann nicht. wenn die die steuern noch mehr anheben kriegen sie WENIGER einnahmen nicht mehr. naja ich denke das wir in deutschland zuviele schwätzer haben und keine die handeln. die schwätzer brauchen wir nicht mehr und die die handeln müssen an die macht nur man kann im moment nicht klar sagen wer was ist ich weis nur das es die spd nicht ist. das nächste intelligente: in NRW will die spd alle realschulen dichtmachen um dadurch die gesamtschulen größer zu machen. WIE HIRNTOT IST DAS?! die sollten lieber alle gesamtschulen abschaffen. für mich ist die realschulfrom die einzige neben dem gymnasialen die sich wirklich durchgesetzt hat. da sieht man mal wieder wie weltfremd die politiker sind.

möllemann wurde praktisch in den tod gejagt und gehetzt kann man sagen. ein kleinen anteil mag auch friedmann haben. die flugblattaffäre?! was war bitteschön so schlimm daran. ein politiker hat nur einmal seine meinung gesagt, was die anderen nicht tuen, und man wird praktisch total von allen auseinandergenommen. klar war die aktion etwas dumm, da nicht abgesprochen aber trotzdem. möllemann war ein politiker der mal gesagt hat wie es ist und wie er denkt. diese arschkriecher und schönreder brauch man nicht mehr! ich gönne die friedmann das richtig was ihm im moment passiert.


Posted by Holodoc on Jun-16-2003 09:50:

Re:trance
Schau die doch mal langfristige Statistiken des BPS/Arbeitslosenquote/Wachstumsrate an, da wirst du kaum Zusammenhänge zu Regierungswechseln finden, vielmehr Zusammenhänge zu "höheren" Ereignissen (globale Krisen, Wiedervereinigung).

Dass man die Arbeitslosenquote mit guten Reformen vielleicht um ein paar Prozentpunkte senken könnte bestreite ich ja nicht, Makulatur, aber ob man nebenher über Möllemann&Co diskutiert oder nicht ist relativ wurscht.

Und wie der doc schon sagte "wir sind immer schnell dabei, die schuld und ursache bei anderen zu suchen", also schieben wir's doch bitte nicht auf "das dumme Volk", nur weil wir vielleicht nicht mehr die Besten in Europa sind, was im Großen und Ganzen zur Zeit aber sicher noch zutrifft.

Ich mein, jeder will einen Politiker, der "anpackt" und Reformen durchsetzt, nur haben wir selber meist keine vernünftigen mehrheitsfähigen Lösungen parat. Wir leben nun einmal in einer Demokratie, in der Diskussion und Konsenssuche, auf welchem Niveau auch immer, der Kern des ganzen ist . Warum gehen denn immer weniger Menschen wählen? Weil kaum noch Unterschiede im Parteienspektrum zu erkennen sind. Und warum nicht? Weil es nunmal keine tollen Musterlösungen für unsere Probleme gibt, die das Individuum in seiner begrenzten Sicht (soll keine Beleidigung sein) erkennen mag.
Dabei sind die Grünen ja noch am progressivsten bzw. waren es zur letzten Wahl...


Posted by dEEkAy on Jun-16-2003 11:04:

Re: Re: Re: Möllemann/Friedmann&CO was läuft hier falsch

quote:
Originally posted by TranceRulez

Aber wie macht man das in einem Volk, was besser jammern als arbeiten kann und noch nicht erkannt hat, dass die Wirtschaft global und nicht national abläuft!


Allerdings :/ Wir werden ja zu und zu "Neo-Kolonialisiert" von transatlantischen Firmen, die die Chance nutzen und unsere Firmen aufkaufen.
Von den vielen deutschen Banken wird spätestens nach dem Aufkauf der Dresdener Bank nur noch die Deutsche Bank wirklich deutsch sein habe ich letztens als Beispiel mal gehört.

Natürlich spielen die Politiker und deren "Reformen" auch eine wichtige Rolle dabei.


Posted by Doctorxx3 on Jun-16-2003 11:13:

quote:
Soweit so gut. Was der Rest des Postings damit zu tun haben soll, kann ich nicht nachvollziehen.


ich sehe da einen zusammenhang. für das ganze dilemma sind nicht nur einzelne verantwortlich, sondern letztlich unser ganzes volk und jeder einzelne. die prominenten skandale dieser tage zeigen das besonders deutlich. erfolgsmenschen, die früher schillernd in den medien gezeigt wurden. im reden sind wir alle immer großartig, unser handeln und tun ist aber oft ganz anders. wo ich auch hinblicke sehe ich perversion, betrug, habgier, ungerechtigkeit, missgunst und lügen.

hierfür gibt es unzählige beispiele.

ich glaube, dass ein wandel in uns selbst stattfinden muss. die politik allein kanns offensichtlich nicht mehr richten.
die gesetze und die verfassung können noch so toll sein, aber wenn die menschen sich nicht danach richten, helfen sie eben auch nicht weiter.


Posted by X4216354 on Jun-16-2003 11:49:

/ xcopy *thread*.* http://www.spiegel.de/forum


Posted by Sir. Lunchalot on Jun-16-2003 12:35:

Re: Möllemann/Friedmann&CO was läuft hier falsch

Ich fang mal oben an und arbeit mich nach unten durch. Ich werde hier also zu mehreren Themen Stellung beziehen.


quote:
Originally posted by Doctorxx3
wir sind immer schnell dabei, die schuld und ursache bei anderen zu suchen. sofern dann jemand entlarvt und blossgestellt ist, erlangen wir befriedigung, genugtuung und bestätigung in unserem eigenem (falschen?)handeln und tun.!?


Teils ja, teils nein. Es ist richtig, dass der Mensch immer schnell dabei ist die Schuld bei anderen zu suchen. Dies ist insoweit menschlich, weil es die einfachste Lösung, auf der anderen Seite ist Selbstreflexion nicht gottgegeben, sondern auch erst etwas was man lernen muss. Hierbei spielen Umwelteinflüsse (insbesondere Feedback) eine sehr starke Rolle). Auf der anderen Seite ist es auch ein Schutzreflex, da Schuldgefühle (e.g. "Ich bin schuld") den Menschen sehr stark belasten können, wenn es in extrema geht.

Es ist also nicht nur böse und gemein, sondern zu einem gewissen Grad höchst menschlich und auch gesund. Wie gesagt: Auf die Balance kommt es an.

Genugtuung und Bestätigung ist auch ein sehr ambivalentes Thema. Übertrieben kann man natürlich sagen, dass auch dieses wieder "fies" und "gemein" ist, aber das ist wieder nur die eine Seite der Münze. Eine Bestätigung und eine Genugtuung die sich auf mich selber bezieht ist gut und richtig. Eine Bestätigung und Genugtuung, die sich auf das Elend anderer bezieht ist verwerflich. Einfach gesagt: Wenn ich die Genugtuung aus meiner eigenen Leistung ziehe (ich sehe, es geht mir besser, weil ich mehr geleistet habe und dafür belohnt worden bin) ist es gut. Wenn ich die Genugtuung mit nichts, was ich geleistet habe in Verbindung bringe (ich sehe, dass es jemand schlechter geht als mir und führe es darauf zurück, dass der andere einfach schlechter/dümmer/assiger oder was auch immer ist). Der Bezugspunkt, aus dem ich meine Befriedigung ziehe ist also der entscheidende Punkt.

Befriedigung ist nichts wofür man sich schämen muss, wenn man selber etwas dafür geleistet hat.


quote:
Originally posted by Hollow
meiner meinung nach ist unsere politik einfach zu altmodisch... die verfassung ist überholt, politiker haben keine ideen mehr...


Die wirtschaftlich schlechte Situation hat nichts mit der Verfassung zu tun, da diese gerade in der Wirtschaftspolitik so gut wie keine Vorgaben macht im Gegensatz zu anderen Verfassungen.


quote:
Originally posted by TranceRulez
Ich glaube wenn wir hier mal so 1-2 Sachen zusammenstreichen würden und vielleicht mal die Reformen auch durchbekommen würd das schon so die eine oder andere Mark an Kostenersparnis bringen....

Aber wie macht man das in einem Volk, was besser jammern als arbeiten kann und noch nicht erkannt hat, dass die Wirtschaft global und nicht national abläuft!


Nur zusammenstreichen bringt nichts, ausser Zeit. Hiermit bekämpfen wir nur die Symptome, aber nicht die Ursachen. Unser System ist auf eine andere demographische Entwicklung gebaut und solange das System nicht geändert wird kann man nur alle paar Jahre wieder kürzen, bis der Systemwechsel unumgänglich ist, weil nichts mehr übrig ist zum streichen. Ein Systemwechsel tut weh und Leistungskürzungen auch. Der Unterschied ist nur, dass es nach dem Systemwechsel (wenn es der richtige ist) nicht immer wieder weh tut. Bei der Kürzung von Leistungen tut es jetzt weh, in ein paar Jahren wieder, wenn wieder gekürzt wird und so weiter und so weiter...

Was sicher richtig ist, ist die Tatsache, dass wir zu einer Gesellschaft der "Bewahrer" geworden sind und jammern, wenn wir nicht bewahren können. Schade, weil gerade Deutschland gezeigt hat, wie es geht (nach WW2).


quote:
Originally posted by j.wayne
Ich mein, jeder will einen Politiker, der "anpackt" und Reformen durchsetzt, nur haben wir selber meist keine vernünftigen mehrheitsfähigen Lösungen parat. Wir leben nun einmal in einer Demokratie, in der Diskussion und Konsenssuche, auf welchem Niveau auch immer, der Kern des ganzen ist . Warum gehen denn immer weniger Menschen wählen? Weil kaum noch Unterschiede im Parteienspektrum zu erkennen sind. Und warum nicht? Weil es nunmal keine tollen Musterlösungen für unsere Probleme gibt, die das Individuum in seiner begrenzten Sicht (soll keine Beleidigung sein) erkennen mag.
Dabei sind die Grünen ja noch am progressivsten bzw. waren es zur letzten Wahl...


Deutschland ist nicht per se eine Konsensdemokratie. Zwar erfüllt es schon lange alle Merkmale, jedoch ist die Struktur nicht so, dass es nicht auch eine Mehrheitsdemokratie sein könnte. Es ist also nicht der Konsens der Kern der Sache, sondern nur die mehrheitsfähige Lösung. Wir brauchen (imo; die Diskussion, ob eine Mehrheitsdemokratie effizienter ist, ist in der Literatur umstritten) also nicht mehr Konsens (e.g. eine große Koalition), sonder eher Machtverhältnisse, die schnelle Entscheidungen und Reformen umsetzen können.

Die Wahlbeteiligung in Deutschland ist übrigens mit die höchste der Welt, wenn man alle Länder, die keine Wahlpflicht haben, vergleicht.


quote:
Originally posted by Doctorxx3
ich glaube, dass ein wandel in uns selbst stattfinden muss. die politik allein kanns offensichtlich nicht mehr richten.
die gesetze und die verfassung können noch so toll sein, aber wenn die menschen sich nicht danach richten, helfen sie eben auch nicht weiter.


Die Politik soll es auch gar nicht richten, denn das ist nicht ihre Aufgabe. Es kann nur von den Menschen eines Landes gerichtet werden. Die Aufgabe des Staates ist es die Rahmenbedingungen so zu schaffen, dass die Individuen einer Gesellschaft möglichst effizient handeln können. Je tiefer der Staat in die Gesellschaft/Wirtschaft eingreift umso ineffizienter wird diese. Zwar leben wir (gottlob) in einer sozialen Martwirtschaft, jedoch muss auch jeder Verantwortung für sich selbst übernehmen.

Es geht also nicht darum, dass sich die Menschen mehr an die Gesetze halten (was ich jedoch aus deinem religiösen Statement von oben verstehen kann, da diese Argumentation sich durch die gesamte Bibel zieht; hält man sich an die Gesetze wird alles gut und man wird belohnt, hält man sich nicht daran, so wird die Gesellschft schlecht und bestraft), sondern es geht darum, dass die Menschen mehr Freiheit, Individualität und Chancen erhalten.

Ich denke es gibt hier nicht mehr schlecht Menschen als anderswo. Im Gegenteil, es gibt hier sogar wesentlich weniger, was aus der Ethik der Gesellschaft und der Entwicklung zu begründen ist. Es sind also nicht die "wenigen" schlechten Äpfel im Korb, die für das faulen des Baums verantwortlich ist. Mit diesem Schluss würdest Du Dir übrigens selbst widersprechen, weil Du damit die "Schuld" auf eine bestimmte Gruppe von Menschen projezierst und ihr Fehlverhalten (was es zweifellos ist, versteh mich nicht falsch) für den Niedergang der Gesellschaft verantwortlich machst. Hier spieglt sich übrigens der zentrale Unterschied des alten und des neuen Testaments wieder, aber das möchte ich hier jetzt nicht tiefer ausbreiten, denn das ist zu sehr OT.


Posted by Holodoc on Jun-16-2003 12:47:

quote:
Originally posted by Doctorxx3
erfolgsmenschen, die früher schillernd in den medien gezeigt wurden. im reden sind wir alle immer großartig, unser handeln und tun ist aber oft ganz anders. wo ich auch hinblicke sehe ich perversion, betrug, habgier, ungerechtigkeit, missgunst und lügen.


Achso, dann hab ich dich missverstanden. Ich dachte, du redest von diesem medialen Aufbauschen der ganzen Skandale.

btw http://rhein-zeitung.de/on/99/11/26...ws/glohin1.html


Posted by Unimog on Jun-16-2003 14:43:

Deutschlands Problem ist einfach das es zuviele Regeln gibt.
Und wenn einer mal was durchsetzten will kommen tausend Einsprüche von irgendwelchen Leuten.

Beispiel A44

Das Teilstück dieser Autobahn (Kassel-Erfurt) sollte schon seit 10 Jahren stehen, duch Klagen wurde der Weiterbau immer wieder verhindert
Ende der Geschichte: Es sind enorme Kosten aufgekommen, es stehen einsame Brücken in der Landschaft rum, und Dortmund-Dresden gibts keine ordentliche Infrastruktur.

Da kann ja keiner arbeiten wenn er sich an 1000 Regeln halten muss.


Posted by vandit_freak on Jun-16-2003 15:24:

Die Wirtschaft eines Landes bzw. die Politik eines Landes kann nur so gut (oder schlecht) sein, wie es der Querschnitt der Bevölkerung ist. Also, wie sind die Deutschen denn zur Zeit? Weltmeister im Ausnutzen von Lücken im Sozialsystem, Sozialhilfe prellen und schwarz arbeiten ist "cool". In vielen Fällen kriegt man mehr Arbeitslosengeld als man in dem vom Arbeitsamt vermittelten Jobs verdient. Wer will da überhaupt noch arbeiten? Dass die fetten jahre einmal vorbei sein würden, wusste jeder. Dass es bei ausbleibenden Reformen so kommen musste, haben viele Eltern von uns in der Schule gelernt. Nur leider hat sich das nciht bis in Regierungskreise rumgesprochen, wie man nun unschwer an den Folgen erkennen kann. Wie kann man nun aus dem Sumpf wieder rauskommen? Das kann ein Land nur schaffen, wenn alle mit anpacken und wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt. Teamwork ist gefragt. Aber mit Teamwork ist in Deutschland nicht viel. Innerhalb Europas sind wir Schlusslicht in Sachen Nationalstolz und jeder der doch noch welchen besitzt, muss aufpassen, dass ihm das nicht als Neonazionalismus ausgelegt wird. Deutschland besitzt einen enorm hohen Ausländeranteil weit über EU - Durchschnitt und die zeitgenössische deutsche Kultur wird von Ausländern fast mehr geprägt als von Inländern. Die Bereitschaft, mitanzupacken und den Karren gemeinsam aus dem Dreck zu ziehen ist größtenteils schlichtweg nciht vorhanden. "No jobs, no prospects, no future", denkt sich der Großteil der Jugendlichen, die keine Ausbildungsstellen finden. Aber der Großteil der Deutschen ist nur für Reformen, die einen selber nicht betreffen. Eine Regierung, die diese Reformen ins Wahlprogramm aufnehmen würde (in der Form, wie sie benötigt werden würden), würde hier nie eine Wahl gewinnen, da die Einschnitte zu gravierend wären, als das der bequeme Deutsche sich das freiwillig antuen würde. Also wird nur halbherzig drüber geredet und veraltete Konzepte alle paar Monate unter anderem Namen ins Wahlrennen geschickt, die großen PArteien schieben sich abwechselnd den großen Peter zu, weil keine der beiden, den Mumm hat, mit den richtigen Reformen allen kurzzeitig wehzutun, damit aber längerfristig Deutschland wieder nach oben führen und für alle bessere Perspektiven und Wohlstand zu schaffen.



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