TranceAddict Forums

TranceAddict Forums (www.tranceaddict.com/forums)
- Europe - Germany
-- Interessanter Appell


Posted by TranceGiant on Sep-25-2003 17:19:

Idea Interessanter Appell

Kursiert durch diverse �sterreichische Foren, hat aber auch f�r euch Deutschen Relevanz. Vor kurzem hat die �sterr. Bildungsminsiterin durch ihre Aussage "Kinder machen statt Parties feiern!" eine neue Grundsatzdebatte entfacht. Hier eine Stellungnahme (die ich nicht unbedingt teile).

Sehr geehrtes Forumpublikum!

Ich spreche nun �ber ein mir wichtig erscheinendes, akut wie Fegefeuer
brennendes Problem, das nicht nur insbesondere das junge Volk unserer
Nation betrifft, sondern dessen �ste auch empor bis in die letzten Winkel
unserer Bev�lkerungspyramide ragen.
Ich bitte Euch, meine kurzen Zeilen einpr�gsam und ernst durchzulesen, denn es handelt sich hierbei um ein Thema, dass nicht so ohneweiteres vom Tisch zu kehren ist.
F�r mein Anliegen lasset mich bitte in die Tiefen des gro�en Meeres der
Geschichte hinabtauchen.
Nach Ende des 2. Weltkrieges gedeihte unsere Bev�lkerung wie ein Maisfeld
im Sommer. Es wuchs, vermehrte sich und die Bev�lkerungspyramide verformte
sich zu einem Tannenbaum.
Unten das gro�e Becken der Jungen und Kr�ftigen, die mit ihren eigenen
H�nden unser von Bomben und massiven Kugelhageln verw�stetes Land
langsam aber sicher wieder aufbauten. Die Golden 50ies und die Swinging
60ies vergingen, und die Ebene des gr�nen Bev�lkerungsweihnachtsbaumes
blieb fast konstant.
Dies sollte sich erst ein wenig in folgendem Jahrzehnt �ndern: die 70er
Jahre.
Musikalisch betrachtet ist dieses Jahrzehnt die Wiege des S�uglings
�Disco�, ein Wort aus dem Lateinischen, f�r alle Nicht-Latein-Sprechenden
oder Besitzer des kleinen Latinums noch mal zu Deutsch: �Scheibe�. Discus
deshalb, weil die �Discothek� der Ort war, wo Scheiben am h�ufigsten
vorkamen. Die Schallplatte war es, die nach und nach den Mittelteil der
Fichte in den Bann zog. Eine ganze Generation tanzte, wackelte und groovte
zu den Kl�ngen von Abba, Earth Wind and Fire oder Gloria Gaynor. Kurz
gesagt:
Die Scheibe brachte den Baum zum wackeln.
Es war etwas Neues entstanden, etwas Verf�hrerisches, etwas bis dato
Unbekanntes.
Man wusste nicht recht wie man es nennen sollte, dieses neue Gef�hl, das
den Menschen vermittelt wurde.
�berspringen wir jedoch dieses Jahrzehnt der Entbindung und des Geb�rens dieses
neuen Lebensstils, ein Jahrzehnt, in dem eine fleischfressende Pflanze
gleichsam mit gigantischen Saugn�pfen eine ganze Generation ber�hrte, und
widmen wir uns nun den darauffolgenden Jahren, die das ganze noch
intensivierten und der Pflanze endlich auch einen Namen gaben.
Es waren die 80er Jahre - die Bl�tezeit dieser Generation.
Die Haare der Generationen wurden l�nger, verfilzter, und oftmals sah man
auch diverse B�nder auf den Stirnen und Armen der neuen 80-Teens. In diesen
Jahres trug es sich zu, dass ein neues Medium, ein naher Verwandter der
Schallplatte und selbst dem Stammwort �discus� zugeh�rig, immer mehr
Begeisterung erfuhr. Durch diese neue Art des Musikh�rens und die neuen
damit von der Musikindustrie brillant ausgekl�gelten M�glichkeiten wurde
das Monopol Diskothek mehr und mehr gebrochen.
Anstatt ihr �Saturday-Night-Fever� in einer Disco auszukurieren,
beschlossen immer mehr Leute, ihre an das Parkinsonsyndrom (ich will mit
diesem Vergleich bei Gott keine politische Unkorrektheit provozieren)
erinnernde Tanzw�tigkeit zuhause auszuleben, und vermehrt luden sie
Gleichgesinnte zu sich nach Hause ein. Nun komme ich wieder zur Urmutter
aller europ�ischen Sprachen, n�mlich Latein, denn in diesem ungeheuren See
von abermillionen W�rtern fand man einen Begriff, der diese neue Situation
beschreiben sollte:
Pars, (pars, partis femininum) , was zu Deutsch soviel bedeutet wie :�Teil,
Bezeichnung, Rolle, Aufgabe, Pflicht, Teilnehmer, Mitglied� wurde zum
Stammwort f�r das Unwort des Jahrzehnts: Die Party.
Um es salopp auszudr�cken: Es wurde gebumst was das Zeug hielt. Verzeiht
mir meine vulg�re Ausdrucksweise, aber es muss festgehalten werden:
Die jungen Wilden trieben es zu den Synthiepopbeats von Nena und Duran
Duran, die das sogar in einem Lied mit dem Titel �Wild Boys� zum Ausdruck
brachten.
Um noch mal Ursache und Wirkung zu spezifizieren:
Party � Bumsen � Kinder � Zur�ckformung der Bev�lkerungspyramide zu einem
pr�chtigen Tannenbaum.
Man k�nnte meinen, es w�re ein positiver Zyklus, die Pensionen gesichert,
JEDOCH gab es etwas, das den Brei verdarb:
Die Pille.
Nun war es m�glich sich sexuell zu erg�tzen, ohne sich Sorgen um eine
Panne zu machen.
Doch was nur als finanzielle Schutzfunktion f�r arme Popper gedacht war,
entpuppte sich schnell zur kolossalsten Motors�ge �berhaupt: Dem Tannenbaum
wurde der Wanst gestutzt.
Es kam noch viel schlimmer: die Furcht vor Kinderreichtum sank, die
Hemmungslosigkeit nahm drastisch zu. Die Parties wurden immer mehr
Schaupl�tze von Orgien, Exzessen und Ausschweifungen missvergn�gtester Art.
Hinzu kam die Expansion des Alkohols, der die Parties wie ein gigantischer
B�r umschlang und Fantasie und Wirklichkeit eins werden lie�.
Doch manchen schien dies noch nicht genug, sie lie�en sich auf noch
Schlimmeres, Unvorstellbares ein: Marihuana, Kokain und andere Drogen wie
LSD erfreuten sich gro�en Zulaufs.
Man h�rte es hier, man h�rte es da, das Wort �Party� war in aller Munde.
Sie war schrill diese Zeit, doch synchron dazu auch nebelig, grau und
d�ster.
Publikumserfolge wie �Shout (let it all out)� erscheinen heute, als
schwebte der Komponist annodazumal auf einer immensen Woge aufgepeitscht
durch Schnee und Spiritus.
Ein Paradebeispiel f�r die Intensit�t der damaligen Glamourzeit bietet wohl
in anschaulichem Ma�e, obgleich unter seiner gro�en Popularit�t
sufferierend, Falco.
Der Kommissar, der Amadeus h�chstpers�nlich �rockte� und in einem Ocean of
Light zu baden schien, war in Wirklichkeit nur zufrieden zu stellen, wenn
er seiner Mutter berichten konnte: �Mutter, der Mann mit dem Koks ist da�.
Er ist der wohl tragischste Held, der k�mmerliche Odysseus der
�sterreichischen Mythologie. Doch genauso gut war er der Feier-Monarch
einer ganzen Partyepoche.
Man k�nnte noch viel mehr auf diese grauen Jahre, die liebevoll 80er
genannt wurden, eingehen, sie studieren, ja, sie sogar zu einem eigenen
Studienfach oder gar als Wissenschaft deklarieren.
Doch die Zeit, das alte Nagetier, zwingt mich in meiner kleinen Ausf�hrung
etwas weiter voranzuschreiten, um es auf den Punkt zu bringen: zu den 90ern.
Ich will nicht zuviele Worte vergeuden f�r eine Zeit, in der die alte biblische Anekdote von Soddom und Gomorrha neu aufzubl�hen drohte. Man pflegte auf �Raves� zu gehen, an denen immer mehr junge Leute Exstasy nahmen und grauenvoll verendeten. Dem nicht genug, gab es auch immer mehr junge M�nner, die sich auf einmal als Frau f�hlten, sich dementsprechend benahmen und getreu dem Motto �Mann ist lau, ich werd ne Frau� ihren Traum wahrmachten und Meister Latte gegen Mama Vagina eintauschten.
Wiederum sei gesagt, dass ich weder politische Unkorrektheit provozieren will noch gegen homosexuell Gesinnte bin.
Um die 90er Jahre kurz zusammenzufassen, es wurde Party gemacht ohne Ende.
Nun sind wir an der Oberfl�che dieses Meeres der Historie angelangt, wir
gleiten solcherma�en darauf wie Jesus den See Genesareth beschritt.
Was k�nnen wir auf dieser Oberfl�che erkennen, was ersp�hen wir hier, in
spezifischer Anbetracht auf den Werdegang und den status quo der heutigen
jungen Partygeneration.
Es wird eines deutlich, das Partyvolk wird j�nger, j�nger und j�nger.
Es wird heutzutage, in Zeiten, in denen weltpolitisch ein globaler Sheriff
das Steuerrad der Arche, als die man unsere Welt wohl ohne Zweifel sehen
kann, fest in seinen H�nden h�lt, immer fr�her zur Untat geschritten. Ohne
Hehl und jedweden Respekt verfallen bereits 12 oder 13 J�hrige der
beispiellosen Macht von Alkohol und Nikotin. Dem nicht genug, man will cool
sein, sich nach den Ma�st�ben und Stilen der etwas �lteren Partybr�dern
richten, und hier geschieht es, was man zweifelsohne als die B�chse der
Pandora, als des Pudels Kern, wahrnehmen kann:
Das Vergessen auf diejenigen, die ich bereits oben ausf�hrlichst beschrieb:
unsere Senioren, unsere Stammesv�ter, ohne deren Hilfe wir noch immer unser
Dasein in Schutt und Asche verbringen w�rden. Sie fristen in diesen Tagen
ihr Leben in unbedeutenden St�tten, genannt Seniorenheimen, rund um die Uhr bewacht von Pflegern, und sie sehen sich selbst nicht einmal mehr dazu in der Lage, ihre alte von harter Arbeit verschrumpelte Haut selbst in Wasser zu betten, geschweige denn k�nnen sie sich die Reste ihrer Nahrungseinnahmen selbst vom Fell kehren.
Diese �u�erst hilfsbed�rftigen Menschen sind der ehemals dicke Wulst des einst pr�chtig gediehenen Tannenbaums. Doch werfen wir wieder einen Blick auf die HEUTIGE Bev�lkerungspyramide: der einstmals imposante Nadelh�lzer wandte sich zu einer immer fetter werdenden Gl�hbirne. Da erscheint es doch wohl logisch, dass diese Bucht an der Spitze der Birne gen�hrt werden muss, doch muss dies durch die Ebene derselbigen geschehen. Nur so kann der immerw�hrende Zyklus, der Generationenvertrag, wie er auch genannt wird, Aufrecht erhalten werden.
Und jetzt zu meiner Kritik: wir sind am besten Wege, diesen zu zerst�ren!
Kinder, Teenager! �Partyg�nger�! Ich rufe euch auf: Macht Kinder anstatt Parties! Denkt auch an morgen beim Flaschenentsorgen! Ihr werdet selbst einmal an der Spitze der Gl�hbirne stehen, sofern sie nicht schon zu einem Balloon expandiert ist! Es liegt an Euch, eure eigenen Pensionen zu sichern! Also, bleibt von Parties fern und macht Kinder!
Ich distanziere mich nochmal ausdr�cklich von einer Parteisympathisierung geschweige denn Zugeh�rigkeit und hoffe, dass ich mit meinem kritischen Bulletin einigen Leuten die Augen �ffnen konnte.

Mit freundlichen Gr��en
Herr Dr. phil. Peter Pieke Pohke


Posted by DennisF on Sep-25-2003 18:01:

interessant....im grundsatz hat er recht aber seine ausf�hrung ist ziemlich daneben find ich


Posted by Felicity on Sep-25-2003 18:05:

quote:
Originally posted by Stiffmaster
interessant....im grundsatz hat er recht aber seine ausf�hrung ist ziemlich daneben find ich


jup!


Posted by XeCUTionER on Sep-25-2003 18:06:

sehr interessant!

das problem mit der altersverschiebung so zu kompremieren halte ich f�r falsch und unklug! vieleicht trifft die partyszene eine minimale mitschuld, aber viel schuldiger ist die komplette ver�nderung der gesellschaft!
familie ist heute lang nicht mehr so wichtig wie fr�her! Karriere, Wohlstand und der eigene Erfolg stehen im Vordergrund! Da bleibt halt immer weniger Zeit f�rs "Kinder machen"!

Hab jetzt nicht mehr lust, dass noch ausf�hrlicher zu diskutieren, bin sau m�de, ich glaub ich werde krank!


Posted by Unimog on Sep-25-2003 18:39:

jupp kann ich nur unterschreiben
im grundsatz hat er recht
begr�ndung daneben
die politik der 60 er ist schuld
nicht die partyleute lloll

job und anerkennung stehen �ber familie

wer keine hat -> r�cht sich im alter

die zukunft(besonders die der alten)
liegt in den kinder

naja Schr�der und seine Truppe werden den
Laden schon noch gegen die Wand fahren


Posted by X4216354 on Sep-25-2003 18:45:

Dr. phil.


....sagt doch schon alles, oder?


Posted by Survion on Sep-25-2003 18:47:

quote:
Originally posted by Stiffmaster
interessant....im grundsatz hat er recht aber seine ausf�hrung ist ziemlich daneben find ich


das hast du recht gut auf den Punkt gebracht!


Posted by Gabriel_Joyce on Sep-25-2003 21:06:

Laut einem Bericht in der Raveline macht Techno ja eh zeugungsunf�hig (das is mein ernst das steht da)
F�nd ich umso besser, denn ich HASSE Kinder
Also ich find diesen Text wirklich absolut daneben. Verfehlte Familienpolitik seit Jahren. Nachhaltige Rentenvorsorge? Pustekuchen ...
Ich kann es echt niemandem verdenken, der keine Kinder will.
Anstatt sich dar�ber zu beschweren, dass die Alterspryamide immer mehr zu einer Glocke wird, k�nnte man mal �berlegen ob unser System, so wie es jetzt ist, wirklich noch Sinnvoll ist? Neee es waren die Computerspiele ... �������hh sorry macht der Gewohnheit ... die b�sen Parties. Es ist leicht etwas anzurufen, das nicht zur�ck ruft


Posted by NetX on Sep-26-2003 10:27:

Re: Interessanter Appell

quote:
Originally posted by TranceGiant
Doch manchen schien dies noch nicht genug, sie lie�en sich auf noch
Schlimmeres, Unvorstellbares ein: Marihuana, Kokain und andere Drogen wie LSD erfreuten sich gro�en Zulaufs.


Ja, genau - her damit

Sch�n, wie der netter Mann extra und ziemlich krampfhaft versucht, im Stil des (vermeintlichen) sprachlichen Niveaus der Party-G�nger zu schreiben *lol*

Zum Inhalt - Schuster, bleib� bei Deinen Leisten und �berlasse vern�nftige demographische Betrachtungen den Leuten, die sich damit auskennen.

Meiner Meinung nach ist das Schreiben ein fake - da steckt soviel gequirlter Sch**** drin, erstaunlich.

(oh Mann, wollte doch gar nix hierzu schreiben, bin doch drauf reingefallen)


Posted by DJHypermaniac on Sep-26-2003 12:15:

Re: Re: Interessanter Appell

quote:
Originally posted by NetX

Meiner Meinung nach ist das Schreiben ein fake - da steckt soviel gequirlter Sch**** drin, erstaunlich.


komisch, den verdacht hatt ich auch schon.
vor allem der name is ja wohl eindeutig ein fake. und warum sollte ein prof. unter nem pseudonym schreiben.



Powered by: vBulletin
Copyright © 2000-2021, Jelsoft Enterprises Ltd.