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Hang The Dj
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| Genauso anders wie die anderen Am Wochenende geht im burgenl�ndischen Wiesen an drei Tagen mit reichlicher Versp�_tung das in �sterreich erste DJ-Festival dieser Art �ber die B�hne: "Urban Art Forms" Gelegenheit f�r einige Anmerkungen zum inflation�ren Genre der Discjockey-Zunft. Wiesen - Heute kann man sich das nicht mehr vorstellen, aber: Es gab einmal eine Zeit, in der durchaus angesagte Lokale und Bars ganz ohne monotone Beschallung von Discjockeys auskamen. Damals reichte im Zweifel oft auch eine von Kellnern mitgebrachte Kassette mit deren Lieblingsmusiken. Heute gibt man neu aufgesperrten Szeneh�tten nicht einmal noch einen Monat die kommerzielle Chance, ganz ohne den Soundtrack der so genannten Modernit�t auszukommen. Bevor noch Service und K�che eingespielt sind, ist ein DJ-Programm erstellt. Und auch Hochzeitsfeiern, die Er�ffnung von Functional-Food-Shops oder Relaunches von Mobil-Phone-Centern, Autoh�usern und Brillenboutiquen setzen l�ngst nicht mehr auf live dargebotene Blas- und Tanzmusik und den Segen des �rtlichen Pfarrers, sondern auf die Hohepriester der Langeweile an den Plattentellern. Die bespielen l�ngst nicht mehr nur die einschl�gigen Clubs. Selbst beim Friseur oder der Weihnachtsfeier im Betrieb ist man nicht mehr sicher vor DJ-Sets und -Performances. Weil �berall alles und jedes "modern" sein muss, hat nicht nur eine immergleiche Szene unter wechselnden Vorzeichen und Lokalit�ten einen Grad an dumpf wummernder Langweile erreicht, der so noch vor zehn, 15 Jahren gar nicht vorstellbar gewesen w�re. Betrachtet man in deutschsprachigen Leitmedien wie de:bug oder Spex den allmonatlich abgefeierten, mit wenigen Ausnahmen v�llig gleichf�rmigen wie gleich mild inspirierten Vinylnachschub zwischen diversen Techno-, House-, Nu-Jazz-, Groove-, HipHop- oder Lounge-Spielarten, so hat man es hier schon seit einigen Jahren nicht etwa mit der im Genre ausgerufenen immerw�hrenden Revolution im Zeichen von mikroskopischen Takt- und Soundverschiebungen zu tun - es geht schlichtweg um die Revolte des Immergleichen. Frontalunterricht "I am a D.J., I am what I play!" Wenn David Bowies viel zitierte Textzeile aus 1979 tats�chlich zutreffen sollte, haben wir heute ein ernsthaftes Problem. Von der urspr�nglich im Techno ausgerufenen Devise "Wir sind die Party!" und seiner anf�nglichen Gleichsetzung von DJ und tanzender Meute zu den neuen G�ttern wie DJ Hell oder Miss Kittin und der Wiedereinf�hrung des Frontalunterrichts in den Clubs, in denen jeder sehns�chtig Richtung DJ-Kanzel starrt, war es nur ein kurzer Weg. Immerhin dr�ngt das absurderweise im Gegensatz zu Rock und Pop und Jazz nach wie vor vehement von M�nnern dominierte DJ-Genre heftiger denn je vom Saal hinauf ans Rednerpult. In der Revolution der Vielen war schon sehr bald wieder die Individualisierung angesagt: Ich will genauso anders werden, wie es die anderen schon sind! Der Grund: In der Geschichte gerade auch der popul�ren Musik bestand nie zuvor ein derart leichter Zugang zur B�hne und zur Befriedigung narzisstischer Bed�rfnisse unter dem Deckmantel der Kunst. Der wird nicht nur durch oberfl�chlich betrachtete Gleichform, sondern auch dadurch erleichtert, dass man �ber diese ohne jedwede Inspiration oder eigene Ideen bald einmal als toller Hecht zu gelten vorgeben kann. Diverse technische Hilfsmittel wie Beats-per-minute-Control oder Geschwindigkeitsangleicher sollten auch von v�llig unmusischen Menschen bedient werden k�nnen. Einige der gro�en Ausnahmen in diesem heutigen �db�ren-Gesch�ft kann man zweifellos am kommenden Wochenende in Wiesen erleben. Immerhin versuchen sich die Besten im Gesch�ft live nach wie vor an einer Neudeutung und Durchmischung ihres Konservenmaterials. Dass aber heute selbst die gr��ten Namen nicht nur aufgrund k�nstlerischer Auslaugung auch gern einmal auf einen DAT-Recorder vertrauen, die Starttaste dr�cken und w�hrend der n�chsten ein, zwei Stunden selbst noch die Neusichtung von Konserven mit Kn�pfchendrehen und Verrenkungen unter den Kopfh�rern simulieren, d�rfte zumindest in Veranstalterkreisen l�ngst bekannt sein. Daf�r stimmt die Gage: bis zu 7000 Euro schwarz auf die Hand. M�glicherweise in �konomisch tristen Zeiten ein guter Grund, DJ zu werden. Um es mit Pop-Gottheit Morrissey negativutopisch zu formulieren: "Hang the DJ!" Ruhe jetzt. Von Christian Schachinger (DER STANDARD, Printausgabe, 02.08.2005) � 2005 derStandard.at - Alle Rechte vorbehalten. |
LOL!!! Als ob jeder DJ mal eben 7000 Euro in die Hand bekommen w�rde....
ja, ist mein stundenlohn f�rs band laufen lassen 
wasn schwachkopf
Hang the Schachinger ! Ein M�chtegern-Kritiker!
dj`ing ist f�r uns eine kunst, dass ist klar!
dj`ing ist aber auch f�r viele alles andere als eine kunst, auch das ist uns bewusst!
und klar, gibt es auch viele leute, die mit dem "dj k�rzel" schandluder treiben! wenn ich hier sehe, was f�r "djs" hier auf den dorfkirmesen auflegen, dann kann ich das schon verstehen!
eine cd raus, die n�chste rein, das ist, was viele unter dj`ing verstehen!
die sachen, die da hinter stehen, wie programming, mixing und vielleicht auch ein paar spielerein, interessiert die masse doch gar nicht.
und deshalb wird es weiterhin solche kritik geben
/edit:
achso, was ich vergessen habe:
in einem punkt stimme ich ihm aber schon zu! djs sind auf jeden fall sowas wie pop/rock stars geworden! wenn ich da an den pvd gig im u denke, da waren schon jede menge leute, die die ganze zeit nur am pult gestanden haben und fotografiert haben!
zum gl�ck hatte sie keine plakate mit "paule, ich will ein kind von dir", aber viel hat da bestimmt nicht mehr gefehlt.
dass das schlimmer geworden ist, ist mir auch aufgefallen... und es wird auch bestimmt noch weiter gehen!
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| Originally posted by XeCUTionER /edit: achso, was ich vergessen habe: in einem punkt stimme ich ihm aber schon zu! djs sind auf jeden fall sowas wie pop/rock stars geworden! wenn ich da an den pvd gig im u denke, da waren schon jede menge leute, die die ganze zeit nur am pult gestanden haben und fotografiert haben! zum gl�ck hatte sie keine plakate mit "paule, ich will ein kind von dir", aber viel hat da bestimmt nicht mehr gefehlt. dass das schlimmer geworden ist, ist mir auch aufgefallen... und es wird auch bestimmt noch weiter gehen! |
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| Originally posted by oliver enkie ...ich muss Dich leider entt�uschen! Es gab ein "Paule ich will ein Kind von Dir" Plakat |
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| Originally posted by Sir. Lunchalot Nicht nur das. Man muss es leider sagen, aber bei den gr��eren DJs wie z.B. bei Paul auf der Vandit Night stehen in den ersten Reihen nur noch Menschen, die nicht tanzen, sondern nur noch stundenlang Photos machen. Ich kann das nicht ganz verstehen, weil die ja die ganze Zeit nicht tanzen oder feiern. Was wollen die dann da? |
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| Originally posted by Sir. Lunchalot Nicht nur das. Man muss es leider sagen, aber bei den gr��eren DJs wie z.B. bei Paul auf der Vandit Night stehen in den ersten Reihen nur noch Menschen, die nicht tanzen, sondern nur noch stundenlang Photos machen. Ich kann das nicht ganz verstehen, weil die ja die ganze Zeit nicht tanzen oder feiern. Was wollen die dann da? |
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| Originally posted by drizzt81 gute Frage, aber bei dem Mist den Paul in den letzten 12-24 Monaten aufgelegt hat, kann ich verstehen, dass man nicht mehr tanzen kann. Wenn ich mir ein 2002-er set anhoere, weiss ich warum ich PvD mal mochte, wenn ich jetzt zum PvD gig in NYC gehe, kotzen mich die Sprechchoere "Pee-Vee-Dee" sowas von an.. /partially OT |
Oh Gott! Und das im Standard 
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| Originally posted by Frank-HH ich kann dich sehr gut verstehen!! zeit 2 jahren bei jedem Paul Gig, wo ich bin/war, z.B. jedesmal Wundervoll zu h�ren finde ich auch sehr arm.... Kann man wirklich nur noch breit ertragen! |
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| Originally posted by Frank-HH am schlimmsten ist das ja wohl bei Tiesto... was ich da schon erlebt habe....tz tz tz |
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| Originally posted by drizzt81 gute Frage, aber bei dem Mist den Paul in den letzten 12-24 Monaten aufgelegt hat, kann ich verstehen, dass man nicht mehr tanzen kann. Wenn ich mir ein 2002-er set anhoere, weiss ich warum ich PvD mal mochte, wenn ich jetzt zum PvD gig in NYC gehe, kotzen mich die Sprechchoere "Pee-Vee-Dee" sowas von an.. /partially OT |

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