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Man munkelt, das der Veranstalter pleite gegangen sei und alle Act´s für Lau aufgetreten sind!!!
Die hatten aber auch einen tollen "Termin" und ein wirklich "tolles" Wetter!!!
Ärger nach der Vision Parade
Die Vision Parade hinterlässt einen schalen Nachgeschmack: Nachdem es am Sonnabend nur rund 25 000 Besucher statt der erwarteten 120 000 auf den Techno-Umzug zog, ist Veranstalter Kolja Beckmann, Inhaber der Vision Veranstaltungs GmbH, offenbar pleite. Aus dem Weserstadion hieß es, dass an der Abschlussparty auch nur rund 5000 Leute teilnahmen - im Gegensatz zu den 20 000, mit denen gerechnet wurde.
Fest steht, dass die Discjockeys (DJs), die auf den anschließenden Partys im Stadion und in der Stadthalle die Platten auflegten, ihre Gage nicht ausgezahlt bekamen. "Wir haben gar nichts bekommen", sagt der Frankfurter DJ Talla 2 XLC, einer der bekanntesten DJs, der auf der Party in der Stadthalle spielte. "Noch nicht einmal unsere Reisekosten."
Laut Vafa Tomalla, der Managerin des Künstlers (Agentur "Talla 2 XLC Office"), wäre das Geld vor den Auftritten bar fällig gewesen. Stattdessen sei ihnen von einer Betreuerin mitgeteilt worden, dass Beckmann auf Anraten seines Anwaltes mündlich Insolvenz angemeldet und das Sicherheitspersonal sämtliche Einnahmen an sich genommen habe.
Die Agentur "Dancefield" indes hat den Vorteil, dass die von ihr vermittelten Künstler die Hälfte ihrer Gage vorab erhielten. Dazu gehört auch DJ-Größe Dr. Motte, der im Stadion hinter den Plattentellern stand: "Die restlichen 50 Prozent plus Mehrwertsteuer stehen noch aus", erläutert "Dancefield"-Chef Werner Griese: "Trotzdem sind im Stadion alle DJs aufgetreten. Sonst hätten sie ja keinen Anspruch auf den Rest der Gage."
DJ Talla 2 XLC ist vor allem über Beckmanns Verhalten verärgert: "Wenn er uns Bescheid gesagt und wenigstens einen Abschlag gezahlt hätte, wäre es ja okay gewesen. So ist es aber eine bodenlose Frechheit." Der Veranstalter sei nämlich gar nicht erst in der Stadthalle aufgetaucht - und das, obwohl er selbst als DJ auf der Programmliste stand. Einige DJs, unter ihnen auch Talla 2 XLC, erklärten sich dennoch bereit, die Plattenteller zu bedienen: "Trotz schlechter Laune haben wir das für die Fans gemacht." Die Stadthalle, so Managerin Tomalla, sei im Gegensatz zum Stadion mit etwa 5000 Besuchern voll gewesen.
Als Tomalla nach etlichen Versuchen Beckmann um fünf Uhr morgens telefonisch erreichte, bekam sie die Antwort, er könne nicht zahlen, sie solle ihre Forderungen an den Insolvenz-Verwalter richten. Bislang hat Beckmann allerdings, wie er bestätigte, noch keinen Insolvenz-Antrag gestellt. An sonsten war er unserer Zeitung gegenüber zu keiner Stellungnahme bereit: "Dazu möchte ich im Moment nichts sagen."
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