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Wieder zurück von einer wirklich schönen Party. 5 Wochen Pause sind für meiner Verhältnisse arg lang. Daher habe ich auch nach diesem Event regelrecht gelechzt. Ich habe den Besuch nicht bereut.
Die Halle in Assen ist mit einem offiziell angegebenen Fassungsvermögen von 17000 Leuten ziemlich groß dimensioniert. Dementsprechend sollte das Event marketingmäßig in die Top-Kategorie gehievt werden. Das Line-Up war weltklasse, die technische Ausstattung mit einem gigantischen Laserteppich gewaltig. Der DJ-Pult war nicht wie gewohnt am Ende der Halle, sondern wie bei der Sensation drehend in der Mitte aufgebaut. Eigentlich sind dies optimale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Unterhaltungsprodukt, doch ein wirtschaftlicher Erfolg kann dies nicht gewesen sein, denn die Halle war maximal zu 2/3 gefüllt. Ich habe noch nie ein Event mit Tiesto erlebt, wo man in der ersten Reihe mit einem Meterabstand zum nächsten sich frei bewegen konnte. Dass die Evolution ein von Radio 538 aus dem Nichts gestampftes Event ist, sehe ich weniger als Ursache als die Lage von Assen. Assen liegt im Norden der Niederlande in der Nähe von Groningen. Vergleichbar vielleicht, als würde man ein neues Event in Deutschland am Nürburgring ausrichten. Meine Behauptung ist, dass es im Ballungsraum um Amsterdam, Utrecht oder Rotterdam garantiert ausverkauft gewesen wäre. Es war für mich auch ungewöhnlich, in die NL zu fahren und so wenige bekannte Gesichter anzutreffen.
Mit dem Genuss der freien Bewegung und einer angenehmen aber nicht ekstatischen Atmosphäre entwickelte sich eine herrliche Nacht. Aufgewärmt durch trancig treibende Sets von Ummet Oczan und Chuckie konnte dann Markus Schulz sein geniales Set beginnen. Ich finde den Kerl einfach nur klasse. Sein Stil hat mich in 2009 so erreicht wie bisher noch nie. Schade, dass nach 90 Minuten bereits Schluss war. Dem Headliner Tiesto wurden 3 Stunden eingeräumt, in welcher er auch bretterte, als gäbe es kein Morgen. Der Mann ist ein Überraschungsei. Jedes Mal, wenn ich ihn erlebe, spielt er ein stilistisch anderes Set. Gestern war er richtig gut drauf und strahlte den Spass auch aus, auch eine Überraschung. Wer nicht einen Stil wie von Above & Beyond von ihm erwartete, wurde auch musikalisch sicher nicht enttäuscht. An den Grenzen zwischen den Stilen Trance, House und Pop ließ er ein intensives Set treiben. Es hat mich erreicht.
Danach war auch erst einmal die Luft raus, weil Marco V. eigentlich keine Verbesserung darstellte. Nach dem kräftigen Tiesto-Set war ich für sein Geballere nicht offen. Fast hätte ich den Fehler begangen zu gehen, doch konnten mich gute Freunde zum Bleiben bewegen, denn sonst hätte ich das richtige Set zum richtigen Zeitpunkt verpasst. Sied van Riel brachte mich mit einem melodiösen Set in der letzten Stunde der Veranstaltung zum Schweben. Phantastisch, was er von sich gegeben hat.
Nach der Übernachtung im Hotel habe ich mir dann ein wenig die Innenstadt von Groningen angeschaut. Ausgeruht trat ich am Nachmittag die Heimreise nach Köln an.
Schön war´s.

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