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| quote: | "Mit Musik gegen den Ausverkauf der Musik"
Macher der Agentur Machen & Tun, haben direkt nach dem Erscheinen der Absage der Loveparade in Form der Pressemitteilung vom 14.04.2004 eine Demonstration angemeldet. Falls die Loveparade in diesem Jahr nicht stattfinden wird, soll die Demonstration am Tag der eigentlichen Loveparade auf der gleichen Strecke stattfinden.
Das Motto wird dann sein "Mit Musik gegen den Ausverkauf von Musik".
Hintergrund der Demonstration ist nicht eine vielfach kritisierte Fehlkonzeption der Loveparade GmbH. Die Geschäftspraktiken der Loveparade GmbH und die Finanzierungsprobleme mögen von vielen verteufelt und von anderen verstanden sein, sind aber nicht der Stein des Anstoßes. Die (vorläufig und zwischenzeitlich wieder dementierte) erteilte Absage ist nur verständlich.
Mit dem Verlust des Demonstrationsstatus ist auch ein Finanzierungsverlust einhergegangen, der erst einmal ausgeglichen sein will. Sponsoren sind in den bekanntermaßen wirtschaftlich schlechten Zeiten immer schwieriger zu bekommen.
Der Verlauf des Geschehens um die Loveparade spiegelt den Ausverkauf der Musik wieder und darin liegt der Hintergrund der Demo begründet.
Starsearch, DSDS und die Fusionen der Majors führen zu einem Ausverkauf von Musik. "Massenware Musik" kann nicht Synonym für Kreativität sein. Die Marketingkonzepte sind das einzig kreative an diesen, an reinen Verkaufszahlen orientierten, Produkten. Was ist mit den Künstlern die aus "Freude an der Musik" Musik machen? Menschen die ihre ganze Schaffenskraft nur dafür verwenden hörenswerte Klangwerke zu produzieren? Menschen, die sich um die Verbreitung dieser Werke bemühen? Und das ohne die TV-eigenen Musiklabels, die nur als Geldmaschinen gegründet werden. Majors und Verbände wie die ifpi, Verband der deutschen Phonoindustrie, bemühen sich die Einnahmen der Musikurheber zu halbieren. Die ohnehin mit nur ca. 10% beteiligten Urheber verdienen bei schlechten Verkaufszahlen ebenfalls weniger. Nun sollen sie davon noch mal auf die Hälfte verzichten!
Begründet werden solche Maßnahmen mit den gestiegenen Produktions- und Promotionkosten, sowie den geringeren Einnahmen aus Verkäufen. Die Musikurheber machen die Musik und sind damit auch Lieferanten der Einnahmequelle. Wie auch die Loveparade Lieferant der Einnahmequelle und zusätzlich Imageträger für Berlin ist.
Ist der Kontext der "Großen" nur Absahnen und nichts abgeben von dem Kuchen? Dem Kuchen, der gebacken wurde aus den Zutaten der Initiatoren?
Uns droht der Ausverkauf von Musik, deshalb sagen wir: Mit Musik gegen den Ausverkauf von Musik! |
| quote: | Ob die Demonstration von den Behörden als politische Veranstaltung genehmigt wird, entscheidet sich diese Woche. Neumann ist zuversichtlich, dass die Polizei seine Anmeldung zulässt – und damit Folgekosten wie Straßenreinigung aufs Land abwälzt. Das war bis 2000 auch bei der Love Parade so: Als dieser 2001 der politische Status aberkannt wurde, brach die Finanzierung zusammen, was zur Absage für 2004 führte.
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