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Berlin (rpo). Die Deutsche Bahn erhöht zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember ihre Ticketpreise um 2,9 Prozent. Bahnsprecher Meyer begründete die Erhöhung mit den stark gestiegenen Energiepreisen. Die Bahn sei demnach der größte Energieabnehmer in Deutschland und somit besonders stark betroffen.
Im Regional- und Nahverkehr komme darüber hinaus noch der Wegfall der Kostenerstattung der Schwerbehindertenfahrten hinzu, der 33 Millionen Euro ausmache.
Am höchsten fällt mit 3,3 Prozent die Fahrpreiserhöhung im Fernverkehr bei Entfernungen zwischen 100 und 750 Kilometern aus. Bei kürzeren Distanzen bleiben die Preise stabil, der maximale Fahrpreis für Entfernungen über 750 Kilometer wird von 111 auf 115 Euro angehoben. Die Zeitkartenpreise steigen ebenfalls um 2,9 Prozent.
Die Preise für die Bahncards (BC) steigen um drei Prozent. Danach verteuert sich die BC 25 von 50 auf 51,50 Euro und die BC 50 von 200 auf 206 Euro. Die Bahncard 100 kommt künftig auf 3.300 statt 3.250 Euro (alle Preise 2. Klasse). Neu eingeführt wird eine Bahncard 25 für Jugendliche zum einmaligen Preis von zehn Euro. Sie gilt vom Kauf bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, also längstens vier Jahre. Für Jüngere ist die Fahrt in Begleitung eines Erwachsenen ohnehin kostenlos.
Fahrradkarte um 50 Cent teurer
Im Nahverkehr steigen die Preise für die Einzelfahrt um 2,9 Prozent. Je nach Entfernung macht das zehn bis 50 Cent aus. Um 50 Cent teurer wird auch die Fahrradkarte. Bei den Zeitkarten bleiben die Abonnements und die Jahreskarten stabil; Monatskarten schlagen mit 2,2 Prozent und Wochenkarten mit 2,9 Prozent höheren Preisen zu Buche. Meyer verwies darauf, dass die meisten der großen Verkehrsverbünde ihre Preise für 2006 um 3,3 Prozent erhöhen würden. Die Bahn sei mit diesen Preiserhöhungen ohnehin erst auf ihrem Niveau von 1998 angelangt.
Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte bereits mehrfach eine bevorstehende Preiserhöhung angedeutet. Begründet hatte er die Pläne ebenfalls mit den gestiegenen Energiekosten. Die Bahn hatte zuletzt im vergangenen Jahr die Preise im April um 3,4 und im Dezember noch einmal um 3,5 Prozent erhöht.
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