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Ein Nachruf von Tom Novy aus der aktuellen Raveline
TOM' Ihr seid so scheiße leise!' - Ein Nachruf auf Mark Spoon
Kaum ist das neue, doch so viel gelobte Jahr ein paar Tage alt, werden wir von einer Schreckensnachricht geschockt! Markus Löffel aka Mark Spoon wird in seiner Wohnung tot aufgefunden! Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Binnen Minuten bekomme ich zig SMS und die verschiedensten Anrufe. "Hast du schon gehört...der Spoon ist tot!" Ich bin gerade auf dem Weg zum Skifahren. Nicht vorbereitet auf so eine Nachricht. Es ist immer so mit solchen Nachrichten, sie kommen immer dann, wenn du am wenigsten damit rechnest.
Einer der Anrufer ist Yves, Marks treuer Wegbegleiter und enger Freund über viele Jahre. Mittlerweile arbeitet er in unserer Firma. "Tom, ich gehe nach Hause! Ich pack das grad gar nicht!" "Logo", sag ich. "Meld dich später." Ich selbst merke, wie es mich trifft. Ich fahre die Autobahn entlang in die Berge und meine Gedanken beginnen sich zu drehen. Immer wieder die Zeilen in meinem Kopf: " Markus ist tot!" Ich werde traurig, frage mich immer wieder, warum er nur tot ist. Keine Antwort in Sicht. All meine Gedanken beginnen sich zu drehen. Ich denke an Markus.
Sicherlich war er nicht mein engster Freund. Wir hatten sogar Zeiten in denen sind wir uns lieber aus dem Weg gegangen sind. Und Zeiten, in denen hatten wir unsere Momente. Lange Telefonate, viel Gelächter und viele Tränen. Schrille Situationen. Wenn ich an Markus denke, dann fallen mir so viele unglaubliche Geschichten ein, die ich mit ihm erleben durft. Viele waren zornig und ungezogen. Aber viele waren auch lustig und außergewöhnlich. Ich erinnere mich an viele dieser Geschichten immer wieder gerne, und sowohl unsere Afterhour zur Loveparade 2000 in Hyatt Hotel mit Breakdance-Wettbewerb und anschließendem Arschbomben-Contest im noch geschlossenen Pool, als auch unsere Poolparty auf Rave on Snow mit Champagnerbestellrecord sind zeitlose Storys.
Hier damit anzufangen wäre wohl ein bisschen unvorsichtig, denn so war der Markus eben, und so viel Platz hab ich auch hier nicht. Ein Mann wie ein Raubritter, wurde mal über ihn geschrieben. Sicherlich er hatte viele Feinde, oder vielmehr viele Leute, die ihn nicht mochten, weil sie ihn nicht kannten. Der echte Markus hatte Manieren. Er war ein Weltmann mit Erfahrung. Und er konnte kochen. Er war laut, wenn es laut wurde, aber er war auch sanft. Hatte ein großes Herz! Er war oft zu ehrlich und hatte bestimmt die größte Klappe von allen. Markus hatte viele Gesichter. Ein Showman par excellence. Eure Eminenz!
Ich sehe, wie die Berge vorbeiziehen und bin fast da. Skifreizeit passt mir gerade gar nicht. Tage vergehen und ich merke, dass ich immer wieder traurig bin. Meine Gedanken sind bei Markus. Obwohl wir in der letzten Zeit seit seinem Umzug nach Berlin nicht mehr viel gesprochen haben, nur ein oder zwei Mal telefoniert hatten, fehlt mir ein Freund. Ein Stück meiner Vergangenheit ist gestorben. Einer, den ich sehr geschätzt habe. Einer, der Musikgeschichte geschrieben hat. Einer, der mir die Stirn geboten hat. Danke!
Ich kann nicht umhin und muss voller Respekt sagen, wie sehr ich dich vermissen werde. Keine Geschichten mehr von dir , keine Abenteuer mehr mit dir!
Ich sitze also hier alleine mit einer Flasche Rotwein und sinne all meinen Erlebnissen mit dir nach. Ich weiß, es wird jetzt noch einmal sehr laut um dich werden, aber ich möchte, dass du weißt, dass ich dir Frieden wünsche. Ich hoffe, du findest Erlösung auf deinem neuen Weg.
Ruhe in Frieden, alter Freund, die Tage ohne dich sind grauer.
Ich werde dich in meinem Herzen bewahren! Ein Toast auf dich! Prost!
Dein
Dazu ist noch auf der 3. Seite eine Widmung von Paul van Dyk und seiner Frau zu finden
See you on the other side
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