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TranceAddict Forums > Local Scene Info / Discussion / EDM Event Listings > Europe > Europe - Germany > Schuster, bleib bei deinen Leisten...
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pillGrim
the red side of life



Registered: Mar 2004
Location: Halle (Saale) >> GTA #200

So, habe mir mal die Mühe gemacht, mich im Schnelldurchlauf durch den Thread zu wühlen... echt krass, was manche hier an Zeit und Arbeit investieren, wenn man bedenkt, was am Ende bei raus kommt... tut Euch selbst einen Gefallen, und fangt was besseres mit Eurer Zeit an, und selbst wenn's hohl klingt, Taten haben schon immer mehr gebracht als Worte, vor allem wenn die Worte nur in einem so kleinen elitären Rahmen hier formuliert werden, wo eins auf jeden Fall klar ist: Wenn etwas dieser Thread definitiv nicht bewirkt, dann eine Stärkung der Trance-Szene oder das Vermehren von deutschen Trance-Events - also wozu der ganze Stress?!

Mal ganz davon abgesehen, baut ihre die ganze Diskussion auf einem Konstrukt namens "Trance" auf, dass hier jeder etwas anders definiert, wie die Diskussionen der letzten Jahre gezeigt haben, und der Begriff zumindest hier noch gar nicht diskutiert wurde, was bestimmt auch besser ist, weil es dann nur noch mehr ausarten würde...

Ich war dieses Jahr nur auf einer "Trance" Party und die war hier in Halle mit Stoneface & Terminal und Tillmann Uhrmacher, und die war okay zumindest musikalisch. Dafür aber auf unzähligen Parties auf denen Techno, Electro und Minimal etc. lief inkl. Tracks von Deadmau5 und jede Menge anderem Stuff mit Flächen, Melodien fernab vom Standard-Trance z.B. eines Ronski Speed, was auf den Parties hier allerdings kaum jemand mit dem Namen Trance brandmarken würde, weil es eben immer noch verbrannte Erde ist bezogen auf die Bezeichnung für einen ernstzunehmenden Teil elektronischer Tanzmusik. Ist halt so. Dafür wird unterschieden zwischen guter und schlechter elektronischer Tanzmusik und mehr braucht es ja eigentlich auch nicht! Entweder es gefällt mir oder es gefällt mir nicht, aber hingehen und es mir anhören, diesen Schritt muss ich tun.

Die Parties, auf denen ich war, waren fast immer top besucht (bis zu 800 leuten), und das oft fernab vom sonst auch für unsere Gegend immer kritisierten Karstadt-Raver, Großraumdissen-Vollpfosten, solariumbebräunten McFit-Atzen etc.pp. Da waren viele Studenten, Alternative, Schüler (ja, es gibt ihn den Nachwuchs :-)), und alle gehen auch bei Deadmau5 ab, weil der Sound einfach mal gut ist, und drauf geschissen, ob da jetzt Trance oder sonst was auf'm Flyer steht - Hauptsache die Party ist gut.
Und eins war/ist hier bei allen Parties gleich... es wird gefeiert egal wer hinter den Reglern steht, Hauptsache er macht seinen Job gut. Und eins ist ja glaube ich auch schon hier im Forum jedem klar geworden, egal ob PvD, Armin oder Tiesto auf'm Flyer steht, die sind noch lange keine Garanten für ein Party-Highlight, aber eins garantieren sie - man bezahlt nen Haufen Kohle für sie, wohingegen ich nur 6€ zahle, wenn ich hier zu einer Party gehe, die dann natürlich auch mal schlecht sein kann, aber dafür ist der Weg ins eigene Bett umso kürzer.
Und wenn mir eins im letzten halben Jahr hier bei den Parties klar geworden ist, dann der glückliche Umstand, dass ich noch nicht mal nach Berlin zur Vandit Night oder Euphonic Night fahren muss, um mich auf 'ner Party musikalisch auszutoben, weil "unser Trance" seit einer Weile nur noch ein kleiner Teil der elektronischen Musik darstellt, bei der ich Spass habe, wenn ich abends weggehe und ausgelassen tanzen kann.

Vielleicht sollte das der ein oder andere auch mal tun... openminded durch seine Stadt gehen, partytechnisch rumexperimentieren, im kleinen Rahmen Parties machen und sich freuen wenn 50 leute kommen anstatt sich aufzuregen, dass es keine 100 sind und so weiter uns sofort. und wenn das in münchen, einer stadt in der größenpordnung, gar nicht möglich ist, dann macht ihr garantiert was falsch.

und früher war alles besser nervt eh immer tierisch und ist irgendwie auch typisch deutsch... und wenn ihr euch mal vorstellen würdet, wie absurd es wäre, wenn sich bayern drüber aufregen würden, dass sie immer nach italien fahren müssen, wenn sie ans meer wollen, oder die hamburger nach bayern, um in den alpen zu klettern, dann würdet ihr auch merken, wie unnötig eure diskussion speziell bzgl. münchen ist... es gibt eben nicht alles vor der eigenen haustür, und das gilt in allen lebenslagen, für alle menschen, in allen bereichen, und das nicht erst seit der globalisierung. ich fordere auch seit jahren ibiza hier vor der haustür, aber irgendwie wird das nix - könnte am wetter liegen...

und dass die leute die zu trance-veranstaltungen ins ausland fahren, schuld daran sind, dass es in deutschland keine veranstaltungen gibt, ist auch absoluter käse. da braucht man sich nur mal die ursache angucken, und die war, dass es damals definitiv keine events in deutschland gegeben hat, die qualitativ ans ausland rangekommen sind. punkt aus. das ist eine entwicklung die nun mal so gekommen ist, und mit der man umgehen muss, und wer weiß, vielleicht geht's 2oo9 ja wieder bergauf... einiges sieht danach aus.

Last edited by pillGrim on Jan-04-2009 at 23:38

Old Post Jan-04-2009 23:26  Germany
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kernkraft
d(-.-)b



Registered: Oct 2004
Location: Oldenburg/Berlin

Hallo Leute,

zuerst einmal: ganz erstaunlich, was hier inzwischen zusammengekommen ist. Ich habe ehrlich gesagt damit gerechnet, dass dieser Thread sogar gelöscht wird nach ein paar Antworten, zumal ich auch recht provokativ war und viele Punkte unentschärft habe stehen lassen. Aber hier wird ja tatsächlich rege diskutiert.

1. Szene, die zweite

Die meisten Posts hier drehen sich um das Thema "Szene". Ich denke, da braucht man nicht mehr viel hinzufügen. Ich möchte jedoch anmerken, dass der Begriff offenbar ein sehr dehnbarer ist. Für manche bedeutet Szene schlicht irgendeine Art von Zusammengehörigkeit, das kann natürlich auch global im Internet stattfinden, für andere hingegen (für mich auch) bedeutet Szene eine lokale, sich im Untergrund abspielende Entwicklung neuartiger oder alternativer Kultur. Wer nun recht hat mit seiner Definition von "Szene" soll sich jeder selbst überlegen. Aber ich denke nicht, dass sich der Versuch, in München in meist kleinen Locations eine Trance-Veranstaltung zu etablieren, zur gleichen "Szene", wenn man es so nennen mag, zählen lässt wie internationale Events, zu denen viele Kilometer gereist wird, und auf denen DJs auftreten die schon monatelang keinen Club mehr von innen gesehen haben. Man kann daher einerseits nicht erwarten, dass Leute hunderte von Kilometern nach München reisen, andererseits sollte man auch nicht Salz in die Wunden streuen mit der Behauptung, eine solche Veranstaltung wäre unattraktiv und man solle sich doch mehr anstrengen. Dies sind zwei völlig verschiedene Bereiche, und man sollte sich viel eher, als Vergleiche zu bemühen, informieren was die jeweils anderen so machen und das zumindest respektieren.

2. Was ist Hype?

Ein zweiter Punkt, der hier öfter erwähnt wurde, ist der Hype um eine bestimmte Sache. Mal abgesehen davon, dass sich Hype mindestens genauso schwer definieren lässt wie "Szene", möchte ich doch mal ein paar Dinge klarstellen, die mir negativ aufgefallen sind. Zuerst einmal gibt es eine sehr abschätzige Haltung bei Leuten, die sich für offen bei anderer Musik halten, gegenüber einer Art elektronischer Musik, die auch nur Hype sei. Dies ist auf so vielen Ebenen faktisch und auch prinzipiell falsch, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Zuerst einmal ein paar Tatsachen, die unbestritten wahr sind: JA, es gibt den Begriff Minimal. JA, es gibt Leute, die mit Schals und Sonnenbrillen in Clubs gehen, weil es Trends gebieten. JA, man kann, was diese Leute tun, auch Hype nennen, und ebenso JA waren diese Leute in den letzten Jahren sehr auffällig. Aber merkt ihr was? Diese Leute können doch auf keinen Fall pars pro toto für eine Musikrichtung stehen, oder machen diese Leute wirklich die gesamte Musik, schreiben sie die Artikel in den Zeitungen, veranstalten sie Partys und bringen Alben raus, denken weiter, legen Grundlagen für weitere musikalische Entwicklungen in der Zukunft? Natürlich nicht, sie sind nur die Konsumenten, und von denen auch nur ein Teil.

Was viel schlimmer ist, ist die totale Verallgemeinerung, die hier von manchen Leuten gegenüber anderer Musik generell ausgeht, um sich gedankenlos auf eine bessere Stufe zu stellen. Das beste Beispiel ist die Herbeizitierung eines Spiegel-Online(!)-Artikels, um sich über andere Musik öffentlich lustig zu machen, und Spiegel-Online war noch nie dafür bekannt, vom musikalischen Bereich auch nur ein bisschen Ahnung zu haben. Da schreit doch die totale Ahnungslosigkeit oder sogar Hilflosigkeit aus solchem Verhalten, und dieselben Leute vertragen nicht das geringste bisschen Kritik an dem, was sie selbst machen. Man könnte sich ja mal darüber informieren, wie diese Musik, die in den allermeisten Fällen besser House oder Techno genannt würde, ohne Internet und Mainstream entstanden ist und sich Trance erst DANACH hieraus entwickelt hat, heutiger Trance sogar erst in den 2000er Jahren, wohingegen die Wurzeln anderer elektronischer Musik bis in die 80er-Jahre oder sogar noch weit vorher zurückreichen. Das waren meiner Meinung nach richtige Szenen an Orten wie Berlin, Frankfurt oder Detroit, was man garnicht genug respektieren kann, und daran können auch die oberflächlichen Schalspackos nichts ändern.

Man könnte es auch sehr einfach Hype nennen, was zur Zeit um Armin herum passiert. Nur noch Großevents, Features in Magazinen, die sich mehr dem Kommerz als der Kultur verschrieben haben, ein Album, was er gar nicht selbst gemacht hat. Sondern Benno de Goeij von Rank 1, Geert Huinink, DJ Shah, und z.B. Sean Tyas für ihn, Leute aus der so genannten "zweiten Reihe". Weil er ja so beschäftigt ist mit Geld verdienen und immer lächeln. Bevor sich jemand beschwert: Auch Tiesto und gerade Paul van Dyk hatten auf ihrem jeweils letzten Album VERDÄCHTIG viele "Ko"-Produzenten. Und das kauft ihr denen ab? Ich weiß nicht, ob es bewusst oder aus Gedankenlosigkeit unbewusst passiert, wenn das Selbstbewusstsein der deutschen Trancelandschaft dann noch mit Aussagen gestreichelt wird, es ginge ja bergauf und es würde sich bald lohnen, hier etwas zu etablieren. Klar hört man das dann gerne und fühlt sich besser.

Aber würde es sich nicht manchmal lohnen, sich in den Keller zurückzuziehen und darauf zu besinnen was wirklich um einen herum passiert? Klar, hier muss man jetzt trennen, zwischen den Leuten, die nur konsumieren, und denen die auch selbst etwas tun, sei es Auflegen wie die größte Mehrheit hier, oder selbst Produzieren, oder Partys veranstalten. Diejenigen, die nur konsumieren, sind da weitaus schwerer greifbar. Konsumverhalten kann man ja nicht vorschreiben, und in Zeiten des Internets fällt es auch schwerer, eine Verantwortung auf die CD-Käufer und Unterstützer gewisser Musik zu schieben. Aber zumindest die Macher, die Aktiven, haben doch eine Verantwortung, gerade die DJs. Es würde sich lohnen, sein Wissen zu erweitern, seinen eigenen Geschmack zu finden, und vollkommen hinter dem zu stehen, was man macht, und nicht andere Leute vorschreiben lassen, was sein soll. Erst dann wird sich ein Erfolg einstellen, aber dass es funktionieren kann, haben schon vielfach Kreise oder Szenen auch in Deutschland bewiesen. Und da kann man nicht geografische Fakten herbeiziehen, Holland habe ja wesentlich weniger Einwohner, und die Einwohner noch eine total andere Einstellung zum Feiern, ich würde sagen das ist der subjektive Eindruck, dass in der Ferne immer alles besser ist. Holland hat einfach den Vorteil, dass es so kompakt ist. In Deutschland entstehen halt Subkulturen in verschiedenen Regionen, in Mannheim gab es eine Weile lang sehr viel Drum n Bass, hier bei mir und in Bremen auch, Berlin und Frankfurt haben einen Sound, Köln ebenso, und die Münchener House-Szene ist ja auch berüchtigt. Nur weil man in Zeiten des Internets so auf ein einziges Land schauen kann, heißt es ja nicht, dass dort alles besser ist. Da darf man doch gerne etwas kritischer sein und sich auf sich selbst besinnen.

Ich glaube, das alles kann nur in Wohlgefallen aufgelöst werden, wenn man nicht stillsteht, sondern sich immer weiter informiert, kritisch ist, schlechte Entwicklungen erkennt, sich distanziert, gute Entwicklungen fördert und ein gewisses Verantwortungsbewusstsein schafft.
Für mich persönlich zählt dazu zum Beispiel, seit längerem nicht mehr die Raveline zu lesen, sondern die Groove. Es zählt für mich dazu, praktisch keine anderen Sets mehr zu hören, sondern die Platten, die man mag, selbst zu finden und eben auch den mp3-Einheitsbrei im Internet nicht zu unterstützen. Dann kann sie einem z.B. auch keiner vor- oder nachspielen. Es zählt für mich dazu, eigene Musik zu machen, ohne Computer, der es einem zu einfach macht, um wirklich etwas zu lernen und Schritt für Schritt einem eigenen musikalischen Idealbild näher zu kommen. Das ist alles teilweise ganz schön schwer, aber entspricht meinem eigenen Ideal.

Es zählt für mich auch dazu, immer wieder gegen Gedankenlosigkeit anzukämpfen, daher viel Spaß beim Weiterdenken und -diskutieren

Last edited by kernkraft on Jan-05-2009 at 01:55

Old Post Jan-05-2009 01:45  Germany
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Frank-HH
xxx



Registered: Aug 2003
Location: Hamburg // Germany

quote:
Originally posted by pillGrim
So, habe mir mal die Mühe gemacht, mich im Schnelldurchlauf durch den Thread zu wühlen... echt krass, was manche hier an Zeit und Arbeit investieren, wenn man bedenkt, was am Ende bei raus kommt... tut Euch selbst einen Gefallen, und fangt was besseres mit Eurer Zeit an, und selbst wenn's hohl klingt, Taten haben schon immer mehr gebracht als Worte, vor allem wenn die Worte nur in einem so kleinen elitären Rahmen hier formuliert werden, wo eins auf jeden Fall klar ist: Wenn etwas dieser Thread definitiv nicht bewirkt, dann eine Stärkung der Trance-Szene oder das Vermehren von deutschen Trance-Events - also wozu der ganze Stress?!

Mal ganz davon abgesehen, baut ihre die ganze Diskussion auf einem Konstrukt namens "Trance" auf, dass hier jeder etwas anders definiert, wie die Diskussionen der letzten Jahre gezeigt haben, und der Begriff zumindest hier noch gar nicht diskutiert wurde, was bestimmt auch besser ist, weil es dann nur noch mehr ausarten würde...

Ich war dieses Jahr nur auf einer "Trance" Party und die war hier in Halle mit Stoneface & Terminal und Tillmann Uhrmacher, und die war okay zumindest musikalisch. Dafür aber auf unzähligen Parties auf denen Techno, Electro und Minimal etc. lief inkl. Tracks von Deadmau5 und jede Menge anderem Stuff mit Flächen, Melodien fernab vom Standard-Trance z.B. eines Ronski Speed, was auf den Parties hier allerdings kaum jemand mit dem Namen Trance brandmarken würde, weil es eben immer noch verbrannte Erde ist bezogen auf die Bezeichnung für einen ernstzunehmenden Teil elektronischer Tanzmusik. Ist halt so. Dafür wird unterschieden zwischen guter und schlechter elektronischer Tanzmusik und mehr braucht es ja eigentlich auch nicht! Entweder es gefällt mir oder es gefällt mir nicht, aber hingehen und es mir anhören, diesen Schritt muss ich tun.

Die Parties, auf denen ich war, waren fast immer top besucht (bis zu 800 leuten), und das oft fernab vom sonst auch für unsere Gegend immer kritisierten Karstadt-Raver, Großraumdissen-Vollpfosten, solariumbebräunten McFit-Atzen etc.pp. Da waren viele Studenten, Alternative, Schüler (ja, es gibt ihn den Nachwuchs :-)), und alle gehen auch bei Deadmau5 ab, weil der Sound einfach mal gut ist, und drauf geschissen, ob da jetzt Trance oder sonst was auf'm Flyer steht - Hauptsache die Party ist gut.
Und eins war/ist hier bei allen Parties gleich... es wird gefeiert egal wer hinter den Reglern steht, Hauptsache er macht seinen Job gut. Und eins ist ja glaube ich auch schon hier im Forum jedem klar geworden, egal ob PvD, Armin oder Tiesto auf'm Flyer steht, die sind noch lange keine Garanten für ein Party-Highlight, aber eins garantieren sie - man bezahlt nen Haufen Kohle für sie, wohingegen ich nur 6€ zahle, wenn ich hier zu einer Party gehe, die dann natürlich auch mal schlecht sein kann, aber dafür ist der Weg ins eigene Bett umso kürzer.
Und wenn mir eins im letzten halben Jahr hier bei den Parties klar geworden ist, dann der glückliche Umstand, dass ich noch nicht mal nach Berlin zur Vandit Night oder Euphonic Night fahren muss, um mich auf 'ner Party musikalisch auszutoben, weil "unser Trance" seit einer Weile nur noch ein kleiner Teil der elektronischen Musik darstellt, bei der ich Spass habe, wenn ich abends weggehe und ausgelassen tanzen kann.

Vielleicht sollte das der ein oder andere auch mal tun... openminded durch seine Stadt gehen, partytechnisch rumexperimentieren, im kleinen Rahmen Parties machen und sich freuen wenn 50 leute kommen anstatt sich aufzuregen, dass es keine 100 sind und so weiter uns sofort. und wenn das in münchen, einer stadt in der größenpordnung, gar nicht möglich ist, dann macht ihr garantiert was falsch.

und früher war alles besser nervt eh immer tierisch und ist irgendwie auch typisch deutsch... und wenn ihr euch mal vorstellen würdet, wie absurd es wäre, wenn sich bayern drüber aufregen würden, dass sie immer nach italien fahren müssen, wenn sie ans meer wollen, oder die hamburger nach bayern, um in den alpen zu klettern, dann würdet ihr auch merken, wie unnötig eure diskussion speziell bzgl. münchen ist... es gibt eben nicht alles vor der eigenen haustür, und das gilt in allen lebenslagen, für alle menschen, in allen bereichen, und das nicht erst seit der globalisierung. ich fordere auch seit jahren ibiza hier vor der haustür, aber irgendwie wird das nix - könnte am wetter liegen...

und dass die leute die zu trance-veranstaltungen ins ausland fahren, schuld daran sind, dass es in deutschland keine veranstaltungen gibt, ist auch absoluter käse. da braucht man sich nur mal die ursache angucken, und die war, dass es damals definitiv keine events in deutschland gegeben hat, die qualitativ ans ausland rangekommen sind. punkt aus. das ist eine entwicklung die nun mal so gekommen ist, und mit der man umgehen muss, und wer weiß, vielleicht geht's 2oo9 ja wieder bergauf... einiges sieht danach aus.


+1

Old Post Jan-05-2009 07:37  Germany
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MirkoS
300! Blut muß fliessen!!!



Registered: Aug 2003
Location: Hamburg, Germany | GTA #129

Ich weiss nicht!
Mal ehrlich was wollen wir Trance der "Underground" ist und dann meckern das man zig km fahren muss um eine Party zu finden?
Oder doch wie in den "goldenen" Jahren?
Die goldene Mitte zu finden ist ein Drahtseilakt und nur schwer zu bewältigen.
Kaum verkauft ein DJ mehr Platten, ist er kommerziell.
Das Musikgeschäft sucht immer nach neuen Trends und diese Marktlücken müssen dan bedient werden. Niemand zwingt mich sowas zu kaufen, aber die Medien können durchaus den Geschmack der Menschen verändern.
Das selbe macht die BILD Zeitung. Mit einem Aufreisser als Überschrift und gaaaaaanz unten dann der wahre Grund.
Aber erstmal Stimmung gemacht.

Egal, Musik hat nun mal was mit "Unterhaltung" zu tun.
Ich möchte unterhalten werden und wenn es der "Dorf-DJ" macht auch gut. Ok! Zugegeben für einen Lieblings DJ würde ich auch gern weiter weg fahren um ihn zu hören, ebenso gibt es Leute die fahren quer durch die Republik um 50 Cent, Madonna,etc. zu hören.

Die Trance-Szene ist nicht tot, nur sie entwickelt sich weiter.
Wo damals 160 BPM aktuell waren sind es heute z.B. 125.
Bzw. sie ist viel ausgefeilter und filigraner als noch damals.

Ebenso der Verkauf von Musik. Warum nicht übers Internet?
Globalisierung olé!!!
Gibt es noch den Musikverkäufer an der Ecke, der einen gut beraten kann? Fehlanzeige!!!


___________________

Hier könnte Ihre Werbung stehen!

Last edited by MirkoS on Jan-05-2009 at 10:42

Old Post Jan-05-2009 10:36  Greece
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DJOverdose
huh?



Registered: Jul 2005
Location: Bavaria, Germany

quote:
und eben auch den mp3-Einheitsbrei im Internet nicht zu unterstützen

Was meinst du damit? Gerade jemandem, der sich seine Musik selbst zusammensucht, sollte das Internet doch sehr entgegen kommen, schließlich hat man so eine viel viel größere Auswahl als im Plattenladen nebenan, der deine Auswahl stark einschränkt was sicher nicht dazu dient, dass du GENAU DIE Tracks findest, die DU magst. Gerade wenn es darum geht, nicht das zu spielen, was eh jeder mag.


___________________
2011.2 --- enjoy the sun!

Old Post Jan-05-2009 11:56  Germany
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Mission Trance
Senior tranceaddict



Registered: Mar 2008
Location: Tiesto, Paul van Dyk, Way Out West, Above&Beyond etc.

quote:
Originally posted by Frodoger


Wenn ich nen Urlaubsjahr plane wie ich das seit 2006 machen konnte geh ich von N1 und SMS aus.



...aber selbst da kann man selten lang genug vorausplanen, weil die line ups ja mittlerweile auch in eine richtung gehen, die mich persönlich kurz vorher die augen reiben lässt, und ich mich ärgern würde, wenn ich deswegen meinen jahresurlaub geplant hätte und jetzt da hin müsste... hhhmm

Old Post Jan-05-2009 17:34  Germany
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Mission Trance
Senior tranceaddict



Registered: Mar 2008
Location: Tiesto, Paul van Dyk, Way Out West, Above&Beyond etc.

quote:
Originally posted by kernkraft
Hallo Leute,

zuerst einmal: ganz erstaunlich, was hier inzwischen zusammengekommen ist. Ich habe ehrlich gesagt damit gerechnet, dass dieser Thread sogar gelöscht wird nach ein paar Antworten, zumal ich auch recht provokativ war und viele Punkte unentschärft habe stehen lassen. Aber hier wird ja tatsächlich rege diskutiert.

1. Szene, die zweite

Die meisten Posts hier drehen sich um das Thema "Szene". Ich denke, da braucht man nicht mehr viel hinzufügen. Ich möchte jedoch anmerken, dass der Begriff offenbar ein sehr dehnbarer ist. Für manche bedeutet Szene schlicht irgendeine Art von Zusammengehörigkeit, das kann natürlich auch global im Internet stattfinden, für andere hingegen (für mich auch) bedeutet Szene eine lokale, sich im Untergrund abspielende Entwicklung neuartiger oder alternativer Kultur. Wer nun recht hat mit seiner Definition von "Szene" soll sich jeder selbst überlegen. Aber ich denke nicht, dass sich der Versuch, in München in meist kleinen Locations eine Trance-Veranstaltung zu etablieren, zur gleichen "Szene", wenn man es so nennen mag, zählen lässt wie internationale Events, zu denen viele Kilometer gereist wird, und auf denen DJs auftreten die schon monatelang keinen Club mehr von innen gesehen haben. Man kann daher einerseits nicht erwarten, dass Leute hunderte von Kilometern nach München reisen, andererseits sollte man auch nicht Salz in die Wunden streuen mit der Behauptung, eine solche Veranstaltung wäre unattraktiv und man solle sich doch mehr anstrengen. Dies sind zwei völlig verschiedene Bereiche, und man sollte sich viel eher, als Vergleiche zu bemühen, informieren was die jeweils anderen so machen und das zumindest respektieren.

2. Was ist Hype?

Ein zweiter Punkt, der hier öfter erwähnt wurde, ist der Hype um eine bestimmte Sache. Mal abgesehen davon, dass sich Hype mindestens genauso schwer definieren lässt wie "Szene", möchte ich doch mal ein paar Dinge klarstellen, die mir negativ aufgefallen sind. Zuerst einmal gibt es eine sehr abschätzige Haltung bei Leuten, die sich für offen bei anderer Musik halten, gegenüber einer Art elektronischer Musik, die auch nur Hype sei. Dies ist auf so vielen Ebenen faktisch und auch prinzipiell falsch, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Zuerst einmal ein paar Tatsachen, die unbestritten wahr sind: JA, es gibt den Begriff Minimal. JA, es gibt Leute, die mit Schals und Sonnenbrillen in Clubs gehen, weil es Trends gebieten. JA, man kann, was diese Leute tun, auch Hype nennen, und ebenso JA waren diese Leute in den letzten Jahren sehr auffällig. Aber merkt ihr was? Diese Leute können doch auf keinen Fall pars pro toto für eine Musikrichtung stehen, oder machen diese Leute wirklich die gesamte Musik, schreiben sie die Artikel in den Zeitungen, veranstalten sie Partys und bringen Alben raus, denken weiter, legen Grundlagen für weitere musikalische Entwicklungen in der Zukunft? Natürlich nicht, sie sind nur die Konsumenten, und von denen auch nur ein Teil.

Was viel schlimmer ist, ist die totale Verallgemeinerung, die hier von manchen Leuten gegenüber anderer Musik generell ausgeht, um sich gedankenlos auf eine bessere Stufe zu stellen. Das beste Beispiel ist die Herbeizitierung eines Spiegel-Online(!)-Artikels, um sich über andere Musik öffentlich lustig zu machen, und Spiegel-Online war noch nie dafür bekannt, vom musikalischen Bereich auch nur ein bisschen Ahnung zu haben. Da schreit doch die totale Ahnungslosigkeit oder sogar Hilflosigkeit aus solchem Verhalten, und dieselben Leute vertragen nicht das geringste bisschen Kritik an dem, was sie selbst machen. Man könnte sich ja mal darüber informieren, wie diese Musik, die in den allermeisten Fällen besser House oder Techno genannt würde, ohne Internet und Mainstream entstanden ist und sich Trance erst DANACH hieraus entwickelt hat, heutiger Trance sogar erst in den 2000er Jahren, wohingegen die Wurzeln anderer elektronischer Musik bis in die 80er-Jahre oder sogar noch weit vorher zurückreichen. Das waren meiner Meinung nach richtige Szenen an Orten wie Berlin, Frankfurt oder Detroit, was man garnicht genug respektieren kann, und daran können auch die oberflächlichen Schalspackos nichts ändern.

Man könnte es auch sehr einfach Hype nennen, was zur Zeit um Armin herum passiert. Nur noch Großevents, Features in Magazinen, die sich mehr dem Kommerz als der Kultur verschrieben haben, ein Album, was er gar nicht selbst gemacht hat. Sondern Benno de Goeij von Rank 1, Geert Huinink, DJ Shah, und z.B. Sean Tyas für ihn, Leute aus der so genannten "zweiten Reihe". Weil er ja so beschäftigt ist mit Geld verdienen und immer lächeln. Bevor sich jemand beschwert: Auch Tiesto und gerade Paul van Dyk hatten auf ihrem jeweils letzten Album VERDÄCHTIG viele "Ko"-Produzenten. Und das kauft ihr denen ab? Ich weiß nicht, ob es bewusst oder aus Gedankenlosigkeit unbewusst passiert, wenn das Selbstbewusstsein der deutschen Trancelandschaft dann noch mit Aussagen gestreichelt wird, es ginge ja bergauf und es würde sich bald lohnen, hier etwas zu etablieren. Klar hört man das dann gerne und fühlt sich besser.

Aber würde es sich nicht manchmal lohnen, sich in den Keller zurückzuziehen und darauf zu besinnen was wirklich um einen herum passiert? Klar, hier muss man jetzt trennen, zwischen den Leuten, die nur konsumieren, und denen die auch selbst etwas tun, sei es Auflegen wie die größte Mehrheit hier, oder selbst Produzieren, oder Partys veranstalten. Diejenigen, die nur konsumieren, sind da weitaus schwerer greifbar. Konsumverhalten kann man ja nicht vorschreiben, und in Zeiten des Internets fällt es auch schwerer, eine Verantwortung auf die CD-Käufer und Unterstützer gewisser Musik zu schieben. Aber zumindest die Macher, die Aktiven, haben doch eine Verantwortung, gerade die DJs. Es würde sich lohnen, sein Wissen zu erweitern, seinen eigenen Geschmack zu finden, und vollkommen hinter dem zu stehen, was man macht, und nicht andere Leute vorschreiben lassen, was sein soll. Erst dann wird sich ein Erfolg einstellen, aber dass es funktionieren kann, haben schon vielfach Kreise oder Szenen auch in Deutschland bewiesen. Und da kann man nicht geografische Fakten herbeiziehen, Holland habe ja wesentlich weniger Einwohner, und die Einwohner noch eine total andere Einstellung zum Feiern, ich würde sagen das ist der subjektive Eindruck, dass in der Ferne immer alles besser ist. Holland hat einfach den Vorteil, dass es so kompakt ist. In Deutschland entstehen halt Subkulturen in verschiedenen Regionen, in Mannheim gab es eine Weile lang sehr viel Drum n Bass, hier bei mir und in Bremen auch, Berlin und Frankfurt haben einen Sound, Köln ebenso, und die Münchener House-Szene ist ja auch berüchtigt. Nur weil man in Zeiten des Internets so auf ein einziges Land schauen kann, heißt es ja nicht, dass dort alles besser ist. Da darf man doch gerne etwas kritischer sein und sich auf sich selbst besinnen.

Ich glaube, das alles kann nur in Wohlgefallen aufgelöst werden, wenn man nicht stillsteht, sondern sich immer weiter informiert, kritisch ist, schlechte Entwicklungen erkennt, sich distanziert, gute Entwicklungen fördert und ein gewisses Verantwortungsbewusstsein schafft.
Für mich persönlich zählt dazu zum Beispiel, seit längerem nicht mehr die Raveline zu lesen, sondern die Groove. Es zählt für mich dazu, praktisch keine anderen Sets mehr zu hören, sondern die Platten, die man mag, selbst zu finden und eben auch den mp3-Einheitsbrei im Internet nicht zu unterstützen. Dann kann sie einem z.B. auch keiner vor- oder nachspielen. Es zählt für mich dazu, eigene Musik zu machen, ohne Computer, der es einem zu einfach macht, um wirklich etwas zu lernen und Schritt für Schritt einem eigenen musikalischen Idealbild näher zu kommen. Das ist alles teilweise ganz schön schwer, aber entspricht meinem eigenen Ideal.

Es zählt für mich auch dazu, immer wieder gegen Gedankenlosigkeit anzukämpfen, daher viel Spaß beim Weiterdenken und -diskutieren




hehe - na das zeigt doch ansich nur, dass sich viele echt viele gedanken um das thema machen und sich den (un)mut mal von der seelereden. ich find das gut...

Old Post Jan-05-2009 17:37  Germany
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Mission Trance
Senior tranceaddict



Registered: Mar 2008
Location: Tiesto, Paul van Dyk, Way Out West, Above&Beyond etc.

quote:
Originally posted by Frank-HH
Ja und? Wo ist dann das Problem? Wenn es in Spanien oder anderswo wäre, ich würde halt da hin fliegen, oder sonst wo hin!

Ich glaube eher, hier sind einige "gefrustet", dass sie nicht so viel
Partys machen können wie sie wollen, ob es aus finanziellen Gründen,
wegen der Entfernung oder sonst was ist!

Und bei Partys in unserem tollen Feierland ist nun mal fast immer etwas mit "assigem" Verhalten des Publikums vorlieb zu nehmen. Das ist nun mal Tatsache! Und um das zu umgehen, fahre ich lieber in Länder, wo Leute wissen, wie man sich auf Partys zu benehmen hat - und fertig.

Die Partylandschaft in Deutschland ist nun mal fast tot, und daraus muss man halt das Beste machen…wenn man dazu bereit ist, oder man lässt es einfach sein.

Ich kann es bald nicht mehr lesen...

Frust kann ich auch wo anders schieben!!!




...also, der thread ist super spannend, aber ich fasse mich kurz. sonst könnt ich seiten schreiben...

zu obigem satz: na klar schieben deswegen einige frust. und ich gehöre mit dazu - da steh ich zu. ich habe keinen bock dauernd in andere städte zu fahren, um einen geilen event mitzunehmen. das kostet halt geld - egal ob man es hat oder nicht, ist es zudem ziemlich nervig und stressig immer durch die städte zu gurken, um mal das tanzbein zu schwingen. es ist doch eine unglaubliche bereicherung für einen selbst zu der musik zu tanzen und zu feiern, die einem was gibt. nicht umsonst hat jede vorliebe auch eine gewisse lebensphilosophie dahinter - und das ist ja auch gut so. ganz abgesehen von einer art 'heilenden' wirkung vom tanzen ...und sorry, fliegen kann ich persönlich nach minimal oder electro house nunmal nicht. davon gibt es aber eben events en masse - vorallem in berlin - in hammer locations. ich gönne echt jedem seinen spaß, denn man empfindet musik unterschiedlich, und ich rocke auch gern mal zu electro oder house oder auch mal (wenn auch sehr sehr selten) zu tech und minimal und pi pa po... aber fazit nochmal: ja, ich bin diesbezüglich sehr gefrustet, wenn ich nicht mal einmal im monat zu einem professionellen und gut aufgezogenen event gehen, mit anspruchsvollem trance und auch mal einem bekannten act abrocken und spaß haben kann

platz ist schließlich genug für alle da!


viele grüße, schaue bald mal wieder rein - ciaoi

Old Post Jan-05-2009 17:38  Germany
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Keldana
Supreme tranceaddict



Registered: Jan 2004
Location: Willich / Germany - GTA #175

quote:
Originally posted by Vanditine
3. Muss man denn im Umkehrschluss, aus Frustration, auf Gedeih und Verderben anderen ihre Liebe zu Musik und Partys schlecht reden, nur weil man angepisst ist, dass die eigene Partyreihe gefloppt ist? Diese beschissene schwarz-Gerede kotzt mich an.


Sorry aber ... sollte es irgendwo hier im Forum Leute geben, die sich durch den Frust einiger Leute hier Ihre Liebe zur Musik und den Partys schlecht reden lassen, dann sollten diese Leute mal zum Psycho-Doc gehen und sich untersuchen lassen.

Also ein im Kopf gesunder erwachsener wird sich wohl kaum irgendwas zerreden lassen, nur weil ein paar Leute in irgendwelchen Foren Frust ablassen ....

Old Post Jan-05-2009 22:44  Germany
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dj_macgyver
MacBunny™ Pro



Registered: Feb 2004
Location: GTA #184 | 48.119958°N | 11.531116°E

quote:
Originally posted by pillGrim
[...]und wenn das in münchen, einer stadt in der größenpordnung, gar nicht möglich ist, dann macht ihr garantiert was falsch.


ja, so wie's aussieht haben wir auf die falschen leute gesetzt


___________________
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Old Post Jan-05-2009 23:15  Germany
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Ecnelis
nur gaaaaanz selten hier



Registered: Sep 2003
Location: Bonn, Germany / GTA #127

Respekt. Ich lese seit kurzem hier ja wieder öfter mit und das ist der erste Thread seit langem wo mal wieder was sachlich diskutiert wird ohne großes geflame!

Da hier in dem Forum ja ein Teil der deutschen TranceSzene lebt mal meine etwas "externe" Sicht:
Ich bin einer von jenen Leuten der das szenehafte nicht so auslebt. Ich höre zwar zuhause den ganzen Tag PureDJ (keine Ahnung ob das Underground genug ist) habe aber gefallen an der dortigen Musik gefunden. Ansonsten höre ich halt alles was meine NapsterFlat so hergibt (natürlich größtenteils eher kommerziellere Sachen wie Armin oder Paul). Evwents besuche ich vielleicht 3-4 mal im Jahr ... und dann auch nur die typischen Events wie N1, Trance Energy oä. Das liegt aber bei mir zum Beispiel daran das niemand aus meinem Freundeskreis Interesse an Trance hat. Dann gehe ich halt lieber am Wochenende mit meinen Freunden in eine Kneipe oder auch mal Funpark

Es ist also die Frage: Muss man sich immer auschließlich mit EDM beschäftigen um ein guter Trance-Anhänger zu sein?

Das führt mich zu einem weiteren Sachverhalt den ich hier früher beobachtet habe. Leute wünschen sich ständig Support für jegliche Trance Veranstaltung. Leute wünschen sich eine große deutsche Trance-Szene. Als Tiesto damals bei den olympischen Spielen auflegte und somit den Trance gewissermassen nach außenhin kommunizierte wurde er größteteils zerissen - alles Kommerz. Neue User in diesem Forum wurden hier aufgrund "falschem" Musikgeschmack zerrissen. Manchmal bekommt man den Eindruck das viele die absolut reine Szene wollen: Nur Leute die ewig schon dabei sind, Leute die immer die neusten und aktuellsten Tracks kennen, Leute die alle Events besuchen. Gelgenheits Trancer werden kaum akzeptiert und abgestempelt als Trendfolger.
Zum Beispiel München: Ich kann mir nich vorstellen das eine Szene künstlich gepusht werden kann. Entweder es gibt eine Szene oder nicht.
Was ich auch nicht vergessen solltet: Ihr seit erfolgsverwöhnt Ihr habt hier zeitweise wirklich tolle Aktionen geplant und durchgeführt. Sei es Die Trance-Energy-Reisebus-Aktion oder die Bühne auf der B-Parade (hieß doch so oder?). Natrülich geht das alles zurück, was wie schon einige festgestellt haben, wohl teilweise auch an der Altersstruktur der User hier liegt. Viele Ältere verabschieden sich und Nachwuchs kommt nur selten nach ...
Aber wie gesagt: meiner Meinung nach kann man sowas kaum beeinflußen!
Jeder sollte so feiern wie er es mag - denn letztendlich geht es doch für jeden einzelnen darum für sich selber glücklich zu werden. Eben auf jenem Großevent oder kleinem Club in dem er sich wohlfühlt!

Old Post Jan-06-2009 08:17  Europe
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dj_macgyver
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quote:
Originally posted by Ecnelis
Zum Beispiel München: Ich kann mir nich vorstellen das eine Szene künstlich gepusht werden kann. Entweder es gibt eine Szene oder nicht.


ja das ist ja genau die frage


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Old Post Jan-06-2009 08:23  Germany
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