|
| quote: | Originally posted by Inyrie
Seit wann gehst du zu Paul? Wann warst du das erste Mal bei einem seiner Sets live dabei? Hast du ne Ahnung, wie sehr mich dieser Mann seit einiger Zeit enttäuscht und wie sehr mir diese besondere Atmosphäre fehlt, die jedes Mal herrschte, wenn er auflegte? Kennst du dieses Gefühl, dass man vor lauter Glück heulen möchte und nie wieder aufhören will zu tanzen? Ja? Dann kannst du vielleicht ein BISSCHEN verstehen, was es für mich bedeutet, dieses Gefühl bei Paul scheinbar für immer verloren zu haben. Und dann kannst du vielleicht ein KLITZEKLEINES bisschen nachvollziehen, warum ich persönlich für den Herrn Paul van Dyk kein gutes Wort mehr übrig habe. Ich kann dir gern detailliert erläutern, warum ich der Meinung bin, dass PvD den Titel des weltbesten DJs nicht verdient hat. Wenn du aufmerksam die Diskussionen über deinen vergötterten DJ gelesen hättest und mehr gesehen hättest als "Paul ist scheiße", wüsstest du allerdings, warum so viele so enttäuscht von ihm sind, und würdest in einem "xyz ist besser als Paul" mehr als nur unqualifizierten "Dünnschiss" sehen.
Aber wir wissen ja alle, Liebe macht blind.
Danke Lunchy, dass ich diesen Post als direkte Antwort auf Alex noch schreiben durfte *hust* i
@Domi: Sind sie nicht alle ein bisschen Paul? |
Geht mir ähnlich wie Iny. Früher war Paul für mich divine. Am besten hat es mal Brian (der Kumpel von Overseas) formuliert, als wir auf dem Weg zur LFA 2004 waren: "Paul never plays worse than 9", also 9/10. Und damit hatte er bis dato Recht. Jedes Mal, wenn ich zu Paul gegangen bin, war es früher einfach eine außergewöhnliche Reise, mit so vielen Emotionen, Glücksmomenten und purer Extase. Wenn man ihn mal erlebt hat in der Zeit 2002/2003, da war es einfach jedesmal göttlich. Mayday 2002/2003, LFA 2002/2003, Nature One 2002/2003, Einslive Einheitsrave, Cream Amnesia Sets von 2002/2003, Paul - Live @ Knebworth...DAS war noch der Über-Paul. Man musste nur mal in die Crwod sehen, in das seelige Lächeln der Leute, wildfremde Leute liegen sich in den Armen, Menschen haben Tränen in den Augen. Damals hatten die Sets einfach ein offensichtliches Konzept und waren doch nie vorhersehbar. Unfassbar harmonische Melodien und Flächen, treibende Percussions, all killers no fillers, jede Nummer ein Must-Have mit Wiedererkennungswert. 2003 hat Paul auf der Nature sogar selber geweint, überwältigt von der Crowd und dem eigenen Rausch an der Musik. Und dann irgendwann kam dann der Umbruch. 2004 gab es dann auf einmal Sets, die waren anders. Weniger Melodie, stattdessen Gekloppe und Benassi-Bienenschwärme, das Konzept verabschiedete sich auf einmal. Dann waren Gigs dabei, die waren gut, aber nicht mehr übergut und das war bei Paul schon eine bedenkliche Entwicklung. Zwischendurch immer mal wieder obergeile Sets (Fight The Power 2004) aber auch mehr Mittelmaß, schlechte Laune, Overplaying des eigenen Case, weniger Ideen, weniger Konzept...In den nächsten drei Jahren hat Paul mir auch schon öfter mal wieder ein gutes Set gegeben. Aber ich kann nicht mehr 100%ig wissen, dass es heute etwas besonderes wird. Wenn ich Pech habe, werde ich auch mal wieder total enttäuscht. Diese unbeschwerte Sicherheit, dass gleich wieder das Fest des Jahres geht, wenn Paul spielt, gibt es für mich nicht mehr. Wenn ich irgendwo bin und er ist gut, freu ich mich und genieße es, ich erwarte es nur nicht mehr, weil ich weiss dass er mich auch enttäuschen kann und das auch öfter mal tut.
|