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@ Cosmique
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Originally posted by Cosmique
das ist totaler unfug !!!!
Mal eine Frage: wie viele interviews von Cosmic Baby (bzw. ex ...) hast du schon gehoert / gelesen?
Ich kann mich erinnern, er war ab und an mal gast bei Marcos Lopez im Soundgarden bei Fritz. Und da lief es genauso.
Jede Frage die Marcos ihm stellte endete in einer geschichte von 'damals' mit der endgueltigen aussage 'frueher war alles besser'. Und genau so ist es in diesem Interview hier. Lies es dir doch mal in ruhe durch, es hat null informationswert und geht einfach nur darum wie toll damals alles war und jetzt nicht mehr (was aus meiner sicht im uebrigen volliger an den haaren herbeigezogener mist ist).
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Es geht mir um den Stil, wie miteinander umgegangen wird auch mit denen, die sich nicht äußern können. Die Worte, die Du verwendest, beschreiben unmittelbar Deine Verfassung - im Guten wie im Schlechten. Schmähworte bringen rein gar nichts - außer Ärger. Eine feindselige Haltung macht auf Dauer krank.
Wenn Du Dich verständlich machen willst, mußt Du Dir schon die Mühe machen und erklären, warum das Interview für Dich keinen Informationswert hat. Deine Gedanken und Ansichten überzeugen am Ehesten, wenn Du sie mit eigenen Worten erläuterst und vertrittst. Erst dann kann ich Dir erwidern. Wenn ich etwas selbst lese, bilde ich mir meine eigene Meinung. Erst der konstruktive Austausch untereinander (kann) zum Überprüfen der eigenen Position sowie zum Umdenken führen. Von sachlichen Auseinandersetzungen kann jeder für sich profitieren.
Warum darf Harald Blüchel das, was er in der Vergangenheit erlebt und erfahren hatte, nicht "toll finden", so wie Du es ausdrückst? Denn bei Dir ist es doch, so wie ich es bei Dir lese, gerade umgekehrt: "Damals war alles nicht toll, aber dafür jetzt". Sollte ich jetzt Schmähworte verwenden, wenn ich es anders sehe?
Was ist "toll", Deiner Meinung nach? Warum wird Deiner Meinung nach elektronische Musik immer besser, gibt es mehr und mehr Einzigartiges und Herausragendes (also weniger "Kopien von Kopien von Kopien")? Das Interview sollte Dir genügend Anhaltspunkte geben, um Deine Sicht begründet und nachvollziehbar dagegenzustellen. Ich bin daran interessiert.
allgemein:
Mich interessiert nicht, wer etwas sagt, sondern was jemand sagt. Wenn die "falsche" Person etwas Richtiges sagt, wird das Richtige dadurch nicht falsch.
@ Sir. Lunchalot
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Schwingungserzeugende Elektronik ... mechanisch erzeugte Klänge
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Ich schrieb eingangs von der technischen Quelle der Musik. D. h. nichts anderes, als daß es ohne Instrumente keine Musik gibt (Gesang ausgenommen). Das ist trivial und darüber sollte eigentlich Einigkeit bestehen. Der inspirierteste Geist ist ohne Instrumente hilflos (Er kann vielleicht noch mit einem Bleistift die Noten notieren oder singen.). Meine Grundfrage war doch, ob ein Instrument, das sehr sehr viele Möglichkeiten bietet, phantasieanregend oder eher -hemmend ist. Das hat mit der Beurteilung des Endergebnisses nach instrumentalen Kriterien nichts zu tun. Nocheinmal: Bringt ein Überfluß an Möglichkeiten ("ich kann aus dem Vollen schöpfen") eine größere Bandbreite, ein größeres Spektrum an Ideen hervor?
Die gleiche Musik wirkt auf jeden anders, weil jeder anders ist (Erfahrungen, Erziehung, Kultur, Umwelt, Empfindungen & Gefühlswelt, Gene ...). Zu dieser trivialen Feststellung sollte es ebenfalls keinen Dissens geben.
Was schön ist und was nicht, darüber gibt es erstaunlicherweise einen breiten Konsens. Man hat Versuchspersonen verschiedene Gesichter vorgelegt, aus denen sich dann ein Schönheitsideal herausdestillieren ließ. Ebenfalls tendiert das Ohr eher zu harmonisch aufeinander abgestimmten Tönen und Klangspektren. Das schließt nicht aus, daß jemand Disharmonien schön findet, wie sie z. B. in der modernen klassischen Musik zu hören sind.
Ich denke, sich über diese Zusammenhänge im Klaren zu sein, kann nicht schaden. Beim ersten unmittelbaren Hören treten diese Dinge bei mir in den Hintergrund. Da wirkt Musik zuvorderst auf meine Gefühlswelt ein. Da entscheidet sich recht schnell, ob mir ein Stück gefällt oder nicht. Wird das Stück nun bald lanweilig oder weckt es bei jedem Hören aufs neue mein Interesse? Wie auch sonst im Leben denke ich, daß man nach dem Abklingen der ersten Hochgefühle die Angelegenheit nüchterner sieht. Eine monoton wiederholte Melodie - sei sie zunächst auch noch so schön - nutzt sich da in meinen Ohren schnell ab. Spannungsreiche Abwechslung, in der man bei jedem Hören etwas neues entdeckt (mein Technobeispiel "Flying Saucer"), läßt meine Neugierde, mein Interesse an dem Stück, ja meine Gefühle für das Stück länger anhalten. Ein feines Gehör erfreut sich an den Nuancen eines Musikstückes.
Jeder höre nach der Art Musik, die er im Laufe der Zeit für sich als gut herausgefunden hat, ohne den anderen missionieren zu wollen. Wie oben schon angedeutet, können Erfahrungsberichte und Gedanken anderer für einen selbst evt. nützlich sein.
Zum Gesang, den Du auch ansprichst: In der Abneigung gegen Gesang sind wir uns im Prinzip einig. Einzelnen Gesangsstimmen (wie z. B. Kate Bush) oder bestimmter Chormusik kann ich durchaus etwas abgewinnen. Über das "Warum" möchte ich aber einige Fragezeichen setzen ("Assoziationsstufe durchlaufen"). Die menschliche Stimme als das erste Instrument des Menschen sollte eigentlich ohne Übersetzung direkt auf die Gefühle einwirken: anbrüllen, schreien, sanft säuseln, monoton reden, lachen, feixen, weinen, flüstern usw. lösen beim Gegenüber in der Regel bestimmte Reaktionen und/oder Gefühle aus. Der gesprochene/gesungene Text ist da vor der Stimme (und vor Mimik und Gestik) zweitrangig, weil die "Ursprache" allgemein verständlich ist.
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Originally posted by Sir. Lunchalot
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Originally posted by Cembalo
Um zu Harald Blüchel zurückzukehren: Ich lese auch aus seiner Kritik heraus, daß Melodien, die jemandem mal eingefallen sind, zuverlässig (evt. mit veränderter Tonlage) wiederholt werden. Eine Fortentwicklung findet nicht statt. Muß (Hard-)Trance per Definition monoton einschläfernd sein (Trance = schlafähnlicher Zustand)? Warum kleben Technokomponisten bloß so oft und gerne an ihren simplen Viertonmelodien fest? Untereinander werden die Stücke dadurch gleicher, uniformer, un-unterscheidbarer und beliebiger, um es mit Harald Blüchels Worten zu sagen.
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Ich hielte es für etwas sehr vermessen (und auch nicht mit der Aussage der "uendlichen Möglichkeiten im elektronischen Klangspektrum" vereinbar), wenn man sagen würde, dass nur noch wiederholt würde, weil alle guten Melodien schon mal jemandem eingefallen sein.
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Du hast mich hier mißverstanden. Ich meinte nicht, daß gute Melodien von anderen kopiert werden (, was ebenfalls nur einfallslos ist), sondern daß nur eine oder einige wenige Melodien in einem Stück anzutreffen sind (-> Stichwort Interesse an dem Stück oder Gefühle für das Stück erhalten). Ob das nun gut oder schlecht ist, möge jeder für sich beantworten. Eine Melodie in einer Endlosschleife (evt. mit veränderter Tonlage) wirkt auf mich nach mehrmaligem Hören penetrant. Ich stellte oben ja schon die Frage, ob das bei dieser Musikrichtung vielleicht sogar beabsichtigt ist: Trance = schlafähnlicher Zustand. Gleichsam wie ein Schamane versetzt ein Technokomponist über den DJ durch endlose Wiederholungen gleicher Klangfolgen sein Auditorium in Trance. Im Club oder der Diskothek werde ich davon u. U. bei schnellem Rythmus mitgenommen (im Sinne von "abheben"). Zu Hause möchte ich aber Nuancen in einem Stück entdecken, über deren Wiedererkennen beim Hören in der Diskothek ich mich durchaus auch freue. Das sind meine zwei verschiedenen Ansprüche an gute Technomusik.
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