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Dolls klare Worte über die Spieler die gehen wollen.
Dolls »20-Minuten-Einlauf«
»Wer meint, er muss weg, kann sich mit einem Schild auf die Mönckebergstraße stellen«
Thomas Doll lebt im Hier und Jetzt - das betont er nicht selten. Und doch taugen Erfahrungswerte aus der Vergangenheit bisweilen dazu, die Sensibilität für gewisse Situationen zu schulen. So wie jetzt. Mit Tuchfühlung zur Champions League schmierte der HSV vor einem Jahr ungebremst ab. Kein Sieg aus den letzten vier Spielen, die Mannschaft ließ sich gehen. Nicht zuletzt wegen etlicher Nebenkriegsschauplätze, wie Doll betont. Der Coach hat ähnliche Tendenzen wie in der Vorsaison aufgespürt - und haut dazwischen. "Es geht um Respekt dem Verein und den Mitspielern gegenüber. Egoismen sind hier fehl am Platze."
Unverblümt hatte Guy Demel nach dem Spiel gegen Leverkusen seine Offenheit "nach allen Seiten" betont und so den Zorn des Trainers auf sich gezogen. Boulahrouz hatte mit Andeutungen darüber nachgelegt, dass er bei einem Abgang seines Freundes van Buyten ebenfalls über die eigene Zukunft nachdenken werde. "Es geht nicht, dass nach so einer klasse Saison alle überlegen: Was ist für mich drin? Dann hab ich 'n Hals." Seine Überlegungen und Befürchtungen verdeutlichte Doll seiner Truppe in einem 20-minütigen Aufsager. Er nennt es "einen Austausch". Man darf es wohl als Einlauf einordnen.
"Es sind keine angenehmen Tage gerade", gab der Trainer, der wie kein Zweiter das positive Denken vorlebt, unlängst zu. Er meint die angespannte Personallage, aber ebenso die drohende Gefahr, das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. "Es ist wichtig", sagt Doll, "dass Eigeninteressen bis zum Saisonende kein Thema sind." Bis zum letzten Bundesligaspieltag duldet er keine Ausscherer aus der Gemeinschaft. "Wenn einer das Gefühl hat, er müsse was anderes machen, kann er sich mit einem Schild auf die Mönckebergstraße stellen, auf dem steht: Ich bin frei." Auf Zuwiderhandlungen wird er empfindlich reagieren ("So, dass sie es merken"). Die Wahrscheinlichkeit, dass Doll zu Sanktionen gezwungen sein wird, scheint allerdings gering zu sein. Der Coach: "Ich hab es den Jungs so gesagt, dass sie es verstanden haben."
aus der mopo HH!
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