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| quote: | Originally posted by Cosmique
ich find das ok was die Bahn macht.
Schau mal, was ein Lokfuehrer an Lohn bekommt fuer die Verantwortung die er da hat. Das steht in absolut keinem Verhaeltnis zueinander.
Auf der einen Seite Verantwortung fuer alle Zuggaeste, und auf der anderen Seite der miese Lohn.
Oder wuerdest du dich mit nem Tausender im Monat fuer all die Verantwortung zufrieden geben ... ?
und hey, das war seit montag angekuendigt. |
Gilt auch für das Post von Domi oben drüber:
So pauschaul wie ihr beide das hier macht, kann man die Sache in diesem Fall glaub ich nicht machen. Die Bahn hat was ihr Personal angeht drei Gewerkschaften, mit denen sie verhandeln muss. Für die anderen beiden wurden bereits Tarifaschlüsse getroffen, die in einem guten, aber auch maßvollen Abschluß lagen (so um die 4,5 % wenn ich mich recht erinnere). Die GDL fordert für die bei ihr organisierten Lokführer ~35% mehr Lohn.
Der einzige Grund, warum der Abschluß der anderen Gewerkschaften nicht übernommen wird ist, dass die GDL damit ihre Existenzberechtigung verliert, denn warum es für denselben Job drei Gewerkschaften geben muss kann einem keiner erklären - nicht mal die GDL Mitglieder können sich das erklären. Damit es jedoch einen substanziellen Unterschied gibt, muss die GDL jetzt ein besseres Verhandlungsergebnis als z.B. Transnet erzielen, sonst gehen der GDL nämlich langsam die Argumente gegen einen Zusammenschluß mit den anderen Gewerkschaften aus. Ein höherer Lohnabschluß für die GDL geht übrigens zu Lasten der anderen Kollegen, wer also "die armen Lokführer" hier in Schutz nehmen will, der sollte auch mal darüber nachdenken, dass die GDL diesen Streik hier ganz klar gegen die eigenen Kollegen fährt.
In meinen Augen hätte man einfach den anderen Tarifabschluß übernehmen können, einem Zusammenschluß mit den anderen Gewerkschaften zustimmen sollen (was für die Zukunft übrigens eine größere Verhandlungsmacht garantieren würde) und alles wäre gut gewesen.
Hier geht es nicht um "die armen Lokführer" (deren Problem übrigens gar nicht so sehr die Bezahlung, sondern der unplanbare Schichtdienst ist), sondern um persönliche Einzelinteressen von Gewerkschaftlern.
Der Bahn geht es dabei übrigens darum jetzt nicht gegenüber der GDL nachzugeben, weil dies sicherlich zu Nachforderungen bei den anderen Gewerkschaften führen würde und die Situation drei Gewerkschaften zu haben zementieren würde. Bei einem potenitellen Börsengang der Bahn wäre es zudem zukünftigen Eigentümern kaum zu vermitteln, warum es drei Gewerkschaften gibt, deren Forderungen sich gegenseitig und unkalkulierbar hochschaukeln.
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