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Re: Re: Re: off:topic____DESIGN.studium
| quote: | Originally posted by Bloodflower
2. warum? begründung? |
Ich persönlich habe meine Studienzeit sehr genossen. Man hat zwar nicht sooo viel Geld, dafür aber viel Zeit und Freiheit. Wenig Geld hast Du glaub ich heute schon, was ich so rauslese, also wäre es erstmal ein Gewinn an Freiheit und Zeit.
Ich fand es einfach schön, nicht immer aufstehen zu müssen, wenn ich nicht wollte. In einem Betrieb muss man nun mal hin und zwar jeden Tag, ausser man hat Urlaub.
Zum anderen findet man glaube ich nie wieder so leicht so viel soziale Kontakte, wie an einer Uni. Du lernst ständig neue Leute kennen, die - wie Du auch - auch mal Zeit und Freiheit haben um mit Dir was zu unternehmen.
Was ich auch sehr wichtig finde, ist die Möglichkeit Dich selbst einfach mal eine Zeit lang zu entfalten und auch zu finden. Diese Möglichkeit auch mal andere Wege zu gehen und Dinge einfach auszuprobieren hast Du im Job normalerweise nicht. Wenn Du mal gerne ein Jahr in Italien leben möchtest, dann studierst Du (oder arbeitest) Du eben mal ein Jahr dort. Ich wäre sicher ein anderer, wenn ich diese Zeit und Dinge nicht gehabt hätte. (PS: Nein, ich habe nie in Italien gelebt )
Nicht zu vergessen ist natürlich die Qualifikation, die Du dadurch bekommst, neben den von mir aufgezählten Argumenten. Ich könnte ohne Studium nie in dem Bereich arbeiten, in dem ich heute bin. Nicht nur, weil sie mich sonst nie genommen hätten, sondern weil mit die Ausbildung an der Uni auch viel gebracht hat, was ich heute brauche. Weniger "Wissen" in Form von Fachwissen, sondern eher "Fähigkeiten" im Sinne von "Dinge strukturiert angehen", "Methodik", "Analysefähigkeit" etc. die ich in meinem Job viel dringender brauche als hartes Fachwissen. Das kann ich mir immer noch irgendwo schnell anlesen oder eben einen Spezialisten fragen.
Man darf aber auch nicht verschweigen, dass man eben kaum Geld hat (ausser evtl. von zu Hause) und halt nebenher jobben muss, um sich für ein paar Euro ein WG Zimmer leisten zu können. Es heisst auch sich einzuschränken, aber der Gewinn ist in meinen Augen durch kein Geld zu ersetzen.
Auch muss man natürlich auch an einer Uni Leistung bringen (zumindest zu den Klausuren und zum Ende des Studiums in steigendem Umfang) und macht nicht nur Party.
Ich kann es Dir nur ans Herz legen. Machs für Dich. Es ist eine super Erfahrung und Zeit. 
Veit
PS: Weil ich gerade erst Dein Post oben noch gesehen habe: Nein, Un i ist nicht mit der Schule, die Du nicht sooo mochtest zu vergleichen. Es gibt keine "Klassen" und auch keinen "Stundenplan", den Dir jemand am Anfang des Semesters gibt, sondern Du bestimmst, was Du besuchst und was nicht. Es wird Dich nie jemand fragen "Warum waren Sie nicht da?" (Ausnahme: Kleine Seminare), denn der Dozent (ungleich Lehrer) weiss meistens gar nicht, dass Du überhaupt da bist. Etwas unpersönlicher, aber eben etwas freier. Es ist nicht Schule mit Hausaufgaben etc... Das hier beschreibt jetzt Uni, an der FH ist es glaube ich leicht anders, aber mit Schule kann man es trotzdem nicht vergleichen.
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Last edited by Sir. Lunchalot on Mar-24-2005 at 10:01
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