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| quote: | Originally posted by Tom Paris
wenn die FDP etwas gestzlich regelt, dann so:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...,719507,00.html
und wenn ich nochmal jemanden erwische, der das Kreuz bei diesen Volksverrätern macht, dem hacke ich, wie in Simbabwes schlechten Zeiten, eigenhändich den Arm ab, damit sie nicht mehr wählen können! |
Wie dumm ist diese Aussage denn??
Hast du überhaupt mal drüber nachgedacht, worum es bei Nutzen und Wirksamkeit geht?
Nimm das Beispiel Pille: Es gibt mehrere Präparate auf dem Markt. Alle mit etwa der gleichen Wirksamkeit (ziemlich sichere Schwangerschaftsverhütung). Allerdings unterscheiden sich die Produkte in ihrer Zusammensetzung und damit den Nebenwirungen. Einige Frauen vertragen bestimmte Kombinationen schlecht. Würde ein neues Produkt aufgrund seines nachgewiesenen Nutzens zugelassen, reicht ein Produkt, dass gut 95% vertragen. Der Rest darf dann alles auf eigene Rechnung bezahlen. Oder schlimmer: bekommt das neue Medikament gar nicht erst.
Nimm das Beispiel Antibiotika: Es gibt immer mehr resistente Erreger, was vor allem auf massiven Einsatz nur weniger Stoffe in der Vergangenheit zurückzuführen ist. Die Entwicklung und Einführung neuer Produkte ist absolut notwendig, obwohl die Wirkung und der Nutzen der einzelnen Produkte sich für den Patienten nicht unterscheidet.
Es dauert bereits heute aufgrund der strengen Zulassungsvorschriften Jahre bis Jahrzehnte, bis ein neues Päparat auf den Markt kommt. Dabei wird nur die Wirksamkeit untersucht. Der Nachweis des Nutzens ist ungleich komplexer und kann in der Regel erst bei der medizinischen Verwendung nachgewiesen werden. Wie oben beschreiben können auch scheinbar nutzlose Medikamente für den Patienten notwendig sein.
Darüber hinaus ist es ja wohl Aufgabe der Ärzte, nicht das teuerste, sondern das Medikament mit dem besten Kosten-Nutzen Verhältnis zu verschreiben. ...und wie oben gezeigt, kann das von Patient zu Patient unterscheidlich sein.
Momentan können Medikamente durch den schwer greifbaren Nachweis eines zu geringen Nutzens die Zulassung entzogen bekommen. Diese Willkür kann sich nachteilig auf die Patientenversorgung auswirken. Ein erwiesenermaßen nutzloses Präparat zu verschreiben stellt die Ärzteschaft in die Verantwortung. Wenn das Produkt tatsächlich nutzlos ist, dann wird es nicht verschrieben. Wenn es nicht verschrieben wird, wird es nicht verkauft. Warum sollte ein Pharmakonzern ein Medikament produzieren, dass er nicht verkaufen kann?
Im Grunde ist es damit völlig sinnlos einem Medikament die Zulassung zu entziehen, wenn es "unwirksam" ist. Ganz anders sieht es bei einer negativen Wirkung aus. Diese lässt sich ohne weiteres nachweisen und auch in der neuen Fassung kann dann der "Patient geschützt" werden.
Im Übrigen liest sich das Argument der Krankenkassenvertreter in etwa so: "Wir können leicht zeigen, dass der neue Golf keinen größeren Nutzen hat, als der alte. Beide sind zum Fahren geeignet, nur die Ausstattung ist etwas moderner und komfortabler.
Logischerweise können wir nicht beweisen, dass die Veränderung keine Verbesserung ist, denn man kann nicht nachweisen, dass etwas nicht existiert.
Wir wollen aber die besten Interessen unserer Kunden wahren und das Mittel beibehalten mit dem wir die Marktzulassung des neuen Modells aufgrund einer Scheininnovation gleich ganz verhindern können. Das ist im Interesse aller, dann mal ehrlich, wer braucht schon den neuen teureren Golf?" ...scheiß Autolobby.
...mal abgesehen von der fehlerhaften Aussage, man könne einen Nutzen durch eine Untersuchung nur nachweisen, nicht auch ausschließen, ist das doch eine absolut selbstlose Aktion zum Wohle aller, oder?
Im übrigen dürften sich gerade die Vertreter alternativer Medizin (zumindest bei dem Teil, bei dem sich eine Wirkung nachweisen lässt) über die Veränderung freuen, denn wo früher ein nachgewiesener Nutzen nötig war, muss jetzt für einen Entzug der Zulassung eine Unzweckmäßigkeit nachgewiesen werden. ...richtig... davon profitieren vor allem die Pharmariesen. 
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DISCLAIMER:
The above text is believed to be derived from objective logic. No personal offence, implicit or explicit, is intended. Ambiguous expressions are to be interpreted in the less offensive way.
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