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| quote: | Originally posted by TranceGiant
"Worte erfordern vom Gehrin eine gewisse Transferleistung, indem erst der Sinn der Wort erfasst werden muss, mit der Melodie in Einklang gebracht werden muss und dann eine Emotion ausgelöst wird.
Bei Trance fällt dieser Assoziationsschritt weg, da als Träger der Emotion nur die Musik dient, welche keine Transferleistung des Gehirns erfordert und somit direkt assoziiert werden kann "
Klingt fast so, als sei ersters komplizierter/anspruchsvoller. Ich meine jedoch, dass zweiteres viel mehr Kreativität und Assoziationsgabe erfordert. Die Worte erleichtern einem das Erschließen der Emotionen,sie sagen dir im grunde genommen wie du zu fühlen hast, während man sich bei Trance, ganz auf sich alleine gestellt, hineinfühlen muss. Die Beziehung die man dann mit Trance-Liedern aufbaut ist somit viel persönlicher und intimer. Jeder hat unbegrenzte Möglichkeiten dies und jenes im Lied zu erkennen, keine Worte die dir vorschreiben, das Lied beiLiebskummer zu hören etc.etc.
Ich glaube auch,dass viele sich eifach an die "stimme" gewöhnt haben, und damit auch verwöhnt sind, sprich müde sich selbst intensiv mit den Kängen auseinanderzusetzen.
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Worte sind natürlich eine eindeutige Beschreibung für Dinge. Das kann vorteilhaft und nachteilig sein. Vorteilhaft, wenn es um sehr komplexe Dinge geht, die sich mit einfachen Worten beschrieben lassen, nachteilig, weil es einem sehr stark eine Richtung vorgibt und damit natürlich einengt.
Ich denke trotzdem, dass die Assoziation bei Worten einfach den Fluß der Emotion ins Gehirn unterbricht, weil eben die Assoziation stattfinden muss. Wenn ich sage "Tisch", dann stellt sich jeder erstmal einen Tisch vor. Wenn ich dagegen einen Tisch sehe, dann fällt dieser "Übersetzungsschritt" vom Wort "Tisch" hin zum Objekt Tisch weg. Zusätzliches Stichwort hier: Bilder sagen mehr als tausend Worte. Jetzt kann man sagen, "OK, das gilt für Bilder, aber gilt das auch für Musik?". Ich denke ja. Nehmen wir ein Lied von meinetwegen einer Kuschelrock CD, also langsame Liebeslieder. Es beginnt eine melancholische Guitarre und die Stimmung ist da, das heisst es wird eine bestimmte Emotion ausgelöst. Jetzt kommt die Stimme dazu, die irgendeine Geschichte erzählt. Das Gehirn versucht in seinem Erinnerungsspeicher eine ähnliche Situation zu finden und mit einer Emotion zu belegen.
| quote: | Originally posted by TranceGiant
"nicht vollstäändig erschlossenes Emotionspotential"
Hm..soweit würde ich wiederum nicht gehen. Als gäbe es für jedes Lied eine Emotionsmasse die dann von 0 bis 100% erschlossen werden kann. Es gibt Trance trx ohne vocals bei denen ich, so sehr ich mich anstrenge, im gegensatz zu anderen , nicht soviel fühlen werde.Mir kommt es nur auf die Grundeinstellung an. Obs dann bei jedem trance lied zu einem emotionalen orgasmus kommt, ist unerheblich (wäre auch schlecht so). Nur sollte man vom verschlossenen Denken weg kommen, und das Köpflein ein bisschen stärker einsetzen. |
Ich meite hier nicht das Emotionspotential eines Liedes (das es ohne Zweifel auch gibt), sondern mehr das Emotionslevel einer jeden Person. "Ich lasse mich nur bis zu einem gewissen Level meiner Emotionen auf ein Lied ein, unabhängig davon ab mit diesem Lied ein wesentlich höheres Emotionslevel für mich erreichbar wäre oder nicht. Meine Emotionsbereitschaft: 20% Emotionsmöglichkeit des Liedes: 40% -> Errichtes Niveau: 20 % = Nur Füsse Wippen." Deshalb denke ich können manche mit wirklichen guten Liedern nichts anfangen.
| quote: | Originally posted by TranceGiant
Übrigens, soll es nicht so aussehen, dass ich Trance Musikals die beste derWelt hinstelle. Ganz im Gegenteil, dieses Phänomen ist in allen Musikrichtungen präsent. |
Stimmt. Ich habe mit Trance die höchsten Emotionen und Gefühle erreicht, die ich mit anderen Musikrichtungen nicht erreicht habe. Für jemand anderen kann die Sache schon wieder ganz anders aussehen. Dennoch glaube ich, dass Trance eine sehr gute Möglichkeit ist die "guten" Emotionen, wie Liebe, Friede etc. anzusprechen.
| quote: | Originally posted by TranceGiant
Der Konflikt zwischen Kommerz und Nicht-Kommerz(sorry mir fällt nix besseres ein) ist allgegenwärtig. Wie lösen wir diesen? Die klassenlose Gesellschaft! Ich als musikalischer Marxist denke, das sohne Geld der Kommerz (der sich nur von diesem ernährt) ausstreben würde. Als Konsequenz wärde Musik wieder das, was sie sein sollte: Kunst, Selbstverwirklichung, Kommunikation.
Genossen, die Weltrevolution hat hiermit begonnen!! |
Als BWL`er hab ich mit Kommunismus natürlich nix am Hut....
Aber den Konflikt muss man gar nicht lösen. Solange es Leute gibt, denen das, was wir als Kommerz bezeichnen, gefällt solange wird es das auch geben, aber es zwingt uns ja niemand das zu hören. Angebot und Nachfrage (Go Marktwirtschaft! ) regeln den Markt und solange die Nachfrage nach Kommerz da ist, solange wird es das auch (bereichtigterweise) geben. Wie Du schon gesagt hast: Kommerz kann eine sehr gute Vorstufe sein, jemanden zu trance zu bekommen....
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