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| quote: | Originally posted by Keldana
Finde das hier (Artikel von der jungen Welt) einen sehr guten und bewußten Umgang mit unserem Kapitalismus: |
Ja klar, die Aldi-Brüder haben nicht für ihr Geld gearbeitet.
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Besser noch wäre eine Steuer von fünf Prozent auf alle Geldvermögen, die die Grenze von einer Million Euro überschreiten. Eine solche Steuer würde allein über 100 Milliarden Euro pro Jahr in die öffentlichen Kassen spülen. Und sie träfe ausschließlich Haushalte, die im Geld schwimmen und ihr Vermögen wohl kaum selbst erarbeitet haben.
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Hallo? 1Mille? kaum selbst erarbeitet? Mach mal deine Augen auf. Was die Frau hier unterstellt, ist dass keiner, der ne Million an Geldvermögen hat, dass auch nur ansatzweise durch eigene Arbeit verdient hat. Na klar, die Aldi-Brüder haben nie im Leben dafür gearbeitet, die Familie Quant, deren Familiengeschichte mit ihrer Rolle im Dritten Reich mir durchaus bekannt ist, haben nie dafür arbeiten müssen. Der Familie ist es u.a. zu verdanken, dass BMW heute noch nicht in den Händen von, wie Münte das so schön nannte, "Heuschrecken" ist oder das wie bei Opel, AEG etc. ein Teil eines ausländischen Konzerns, bei BMW schon vor Jahren Stellen gestrichen haben. *Die Stellenstreichungen betreffen überwiegend übrings Zeitarbeiter, die schon wieder woanders arbeiten oder Stellen die nicht wiederbesetzt werden, weil Leute in Rente gehen*
Gegen ne Erbschaftssteuer ist nichts einzuwenden, aber diese Robin Hood Mentalität ist einfach zum kotzen. Die da oben sind Schuld, die da oben beuten uns aus, die da oben nehmen alles. Die bösen Kapitalisten...pfui, pfui, pfui.
Was die Linke für eine Grundsicherung fordert ist sowas von realitätsfremd. 1300€. Ja klar, damit die Arbeitslosen noch weniger Anreize haben sich weiterzubilden, sich zu vernünftig zu bewerben oder sich mal drum zu kümmern, indem wir einfach mal den Reservationslohn hochsetzen. Klar gibt es Ausnahmen, aber die schaffen dann auch wieder den Sprung in Lohn und Brot. Selbstverständlich kann ich den "oben" mehr wegnehmen, wir haben ja keine Steuerprogression, die in der Spitze 42% Einkommenssteuer verlangt.
Was schlägt die gute Frau hier eigentlich vor? Ne neue Steuer. Komplett überflüssig, sage ich. Schau dir an wie kompliziert unser Steuersystem ist. Vereinfach den Scheiß, schließe Ausnahmen, mach das System transparent, dann hast du nicht nur die von ihr errechneten 100Mrd, sondern mehr.
Und bevor man mir nun wieder ne neoliberale Brille vorwirft:
Treibt die Steuern bei denen ein, die sie nicht zahlen, den Unternehmen. Weshalb zahlt kaum ein Unternehmen Grundsteuern, Gewerbesteuern etc.? Wenn diese konsequent von den Kommunen eingefordert werden würden, gings uns prima. Und gleichzeitig senkt endlich die verf*ckten Lohnnebenkosten und lockert den Kündigungsschutz. Wer stellt schon neue Leute ein, wenn er nicht weiß, ob er sie in 3Jahren noch braucht und die dann aber ggf. nicht mehr "los wird". Aber bei solchen Sachen ist der Aufschrei dann wieder riesig. Soziale Sicherung schön und gut, aber bitte nur mit Gegenleistung, als nach dem Prinzip "Zuckerbrot und Peitsche". Wenn ich meinen Teil in dieser Gesellschaft nicht leiste, dann widerstrebt es einem Gerechtigkeitsempfinden, dass ich dann von der Gesellschaft noch Geld "fürs nichts tun" bekomme.
Wer Arbeitsplätze schaffen will, muss auch mal was neues wagen, wie den Hartz IV, wie den Kündigungsschutz lockern, aber dann kommt der doofe Wähler wieder und meint: "Nö, auf meine alten Rechte will ich nicht verzichten! Ich wähl euch nicht!" Das man als Wähler/Bürger auch Pflichten hat, vergessen die meisten!
Kennedy sagte schon: "Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern frag, was du für dein Land tun kannst."
Abschließend und ergänzend noch Kant: "Sapere Aude!"
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"Es steht mit der Sache der Menschheit nicht so gut, daß das Bessere der Mehrzahl gefiele, ein großer Haufe ist Beweis des Schlechtesten."
Seneca, Vom glückseligen Leben
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