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http://www.spiegel.de/politik/deuts...,318824,00.html
| quote: | Erst ein paar wenige DDR-Bürger, dann immer mehr bewiesen Mut. Mit Kerzen in der Hand und Hoffnung im Herzen erkämpften sie die Demokratie. Reisefreiheit für alle, Wahlen jetzt, Stasi in die Produktion, stand auf ihren Transparenten. Der Westen sah "Tagesthemen" und staunte - was sind das nur für tapfere Kerle, diese Zonis.
15 Jahre nach der friedlichen Revolution, ist der Osten wieder Tagesthema. Doch die Nachrichten sind alles andere als erfreulich: Über neun Prozent der Wähler stimmten bei den Landtagswahlen in Sachsen für die NPD, 6,1 Prozent in Brandenburg für die DVU. Die Wahlbeteiligung lag bei 59 Prozent in Sachsen, bei 56 Prozent in Brandenburg.
Und die Partei, gegen deren Vorgängerorganisation die Menschen einst demonstrierten, die PDS, nennt sich stolz Volkspartei. Dem Ergebnis nach hat sie allen Grund dazu: In Brandenburg stimmten über 28 Prozent für die knallroten Genossen der PDS, in Sachsen über 20 Prozent.
Das Fazit ist bitter: Gemessen an den Zielen des Herbstes von 1989 kann dieser Wahlabend getrost eine Konterrevolution genannt werden. Denn - rechnet man die Nichtwähler und Anhänger von DVU, NPD und PDS zusammen - hat sich eine Mehrheit der Sachsen und Brandenburger an diesem Abend gegen die Demokratie, gegen die Werte des Herbstes 1989 entschieden. Das ist die eine Seite dieses Wahlergebnisses.
Die andere: Es gibt einen, der in diesem Wahlkampf gezeigt hat, dass man Menschen überzeugen kann, dass es sich lohnt, in der Demokratie zu streiten. Der Mann heißt Matthias Platzeck. Er ist Sozialdemokrat, ist alter und voraussichtlich neuer Ministerpräsident des Landes Brandenburg. Er war auf aussichtslosem Posten. Der Kanzler hatte Hartz IV durchgeboxt und den Osten gegen sich aufgebracht.
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Das sagt wohl alles!
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