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München - Ottmar Hitzfeld wird nicht deutscher Bundestrainer.
Völlig überraschend sagte der bislang einzige Kandidat auf die Nachfolge des zurückgetretenen Teamchefs Rudi Völler dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ab.
"Entscheidung ist mit sehr, sehr schwer gefallen"
Dies teilte der 55-Jährige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder am Donnerstag mit.
"Diese Entscheidung ist mir sehr, sehr schwer gefallen. Das Amt des Bundestrainers ist eine Auszeichnung, die Weltmeisterschaft im eigenen Land ein Traum", erklärte Hitzfeld.
Rehhagel, Matthäus und Heynckes als Kandidaten
Wer nun Bundestrainer wird, ist völlig offen. Als Anwärter gelten Otto Rehhagel (Nationaltrainer Griechenland), Lothar Matthäus (Ungarn), Jupp Heynckes (Schalke 04) und eventuell auch noch Christoph Daum (Fenerbahce Istanbul).
Allerdings stehen alle noch unter Vertrag. Während Rehhagel bereits am Wochenende erklärt hatte, er wolle in Griechenland bleiben, ist Matthäus interessiert. Heynckes hatte nach der WM 1998 schon ein Angebot als Bundestrainer abgelehnt.
Keine Mehrheit in der Liga hat offenbar Daum, vor allem wegen seiner Kokainaffäre im Jahr 2000. Darüber hinaus ist auch ein deutsch sprechender Ausländer wie Arsene Wenger oder Morten Olsen denkbar.
Einigung war bereits erzielt
"Ich bin derzeit nicht in der Verfassung, die nötig ist, der deutschen Nationalmannschaft bis zur WM 2006 weiterzuhelfen - so, wie ich das unbedingt für nötig halte", lautete Hitzfelds Begründung.
"Ich möchte mich für das mir entgegen gebrachte Vertrauen bedanken. Mit Herrn Mayer-Vorfelder habe ich ein gutes Gespräch geführt und wir hatten Einigkeit in allen wesentlichen Punkten erzielt."
Der Ex-Coach des FC Bayern München, von dem sich der Rekordmeister am Saisonende nach sechs Jahren getrennt hatte, hatte sich am Sonntag mit dem DFB-Präsidenten in Sevilla getroffen. Danach hatte sich Hitzfeld Bedenkzeit bis zum Wochenende erbeten.
Mayer-Vorfelder bedauert Entscheidung
"Ich bedauere die Entscheidung von Ottmar Hitzfeld, aber ich habe sie zu respektieren", erklärte Mayer-Vorfelder.
"Über die neue Situation und die Namen möglicher Kandidaten für das Bundestrainer-Amt wird im DFB-Präsidium am Montag zu beraten sein."
Ursprünglich wollte das zwölfköpfige Gremium dort die Berufung Hitzfelds bestätigen.
"Genaues Anforderungsprofil entwerfen"
"Man hat die Absage von Ottmar Hitzfeld zu akzeptieren. Man muss jetzt ein genaues Anforderungsprofil entwerfen und auch offen für ausländische Trainer sein und neue Wege gehen", sagte Harald Strutz, Präsident von Mainz 05 und Vize-Präsident der Deutschen Fußball-Liga.
"Da dürfen wir Deutsche uns nicht so zurückhalten, auch andere Länder verfahren so. Es gibt zum Beispiel einen Morten Olsen. Für eine Verpflichtung von Christoph Daum hätte ich allerdings überhaupt kein Verständnis."
Auch Udo Lattek meinte im DSF-EM-Talk: "Vielleicht kommt auch ein ausländischer Trainer in Frage."
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"Those are my principles, if you don't like them... well, I have others.”
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