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| quote: | Originally posted by Skuz
Bin ich der Einzige, der deiner Argumentation nicht folgen kann? Was willst du auf einmal mit den EU Stabilitätskriterien? Des Weiteren ist der Prozess der Globalisierung sicherlich viel, aber definitiv kein Konstrukt. Ein Konstrukt ist etwas künstlich Geschaffenes und das trifft auf diesen Sammel-/Übergriff für eine Reihe von Veränderungen in unserer Welt sicherlich nicht zu.
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| quote: | Originally posted by Skuz
Ich muss ehrlich sagen, dass ich deinen zick-zack Gedankengängen nur sehr schwer folgen kann. Mir fehlt hier etwas die Logik. Ich hab ein wenig den Eindruck, dass du sehr selektiv vorgehst und dir die Welt und die Beispiele so raussuchst, dass sie deine Thesen untermauern.
Darüberhinaus gewinne ich immer noch den Eindruck, dass du Globalisierung und EU Stabilitätskriterien als Synonyme verwendest, was schlicht weg grottenfalsch ist. Diese beiden haben Sachen haben nichts aber auch gar nichts miteinander zu tun.
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Ich antworte auf beides zugleich, weil sie zusammenhängen.
So ein Eindruck mag entstehen; ist aber keineswegs meine Absicht bzw. gezielt so gewollt.
Unter dem Deckmantel eines vermeintlichen (Globalisierungs-)Prozesses wird uns verdeutlich, dass gewisse politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen absolut notwendig sind, um Gefahren abzuwenden und unsere Zukunft zu sichern.
Darunter fallen Änderungen am Grundgesetz, das neue Luftsicherheitsgesetz, Lohn- und Gehaltsabschlüsse, die Fingerabdrücke im Personalausweis, die Vorratsdatenspeicherung, der Lauschangriff, die Videoüberwachung, usw.
Globalisierung und EU Stabilitätskriterien haben meines Erachtens durchaus Gemeinsamkeiten.
Beide Konstrukte werden zur Um- und Durchsetzung bestimmter gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ambitionen be- bzw. genutzt.
Beispiel I:
Lohn- und Gehaltsverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften wurden in der Vergangenheit seitens der Arbeitgeber (auch der Staat (Bund, Länder, Komunen) ist ein solcher) immer dahingehend geführt, dass man sich inmitten der Globalisierung befindet und eben auch EU Kriterien (Staatsverschuldung - ein Stabilitätskriterium der EU) einzuhalten sind und somit eben mäßig auszufallen haben. Die Abschlüsse wurden in der Vergangenheit (Ausnahmen - wenn ich mich recht entsinne - erst seit Mitte/Ende des letzten Jahres) dann auch i.d.R. immer arbeitgeberfreundlich (i.d.R. lediglich ein Inflationsausgleich - vielfach sogar über mehrere Jahre betrachtet eine Reallohneinbuße) getätigt.
Seitens der Arbeitgeber/Wirtschaft wird dann immer das Todschlagargument benutzt, dass man bei überhöhten Abschlüssen Arbeitsplätze in der BRD gefährdet und es wird auch immer gern imselben Atemzug mit einer Standortverlagerung gedroht. Dabei fällt immer auch das Schlagwort Globalisierung; hier wird dann genannt, dass man sonst ins Hintertreffen mit anderen Ländern gerät. Nicht erwähnt wird dabei, dass die Gewinne der Firmen überproportional gestiegen sind - im Vergleich dazu die Entwicklung der Löhne und Gehälter stagniert.
Beispiel II:
Mit Globaliserung wird suggeriert, dass die gesamte Weltwirtschaft eng miteinander verzahnt ist und auch ein freier Warenverkehr stattfindet.
Das trifft jedoch nur teilweise zu.
Auch hier sind die 3. Welt Länder die gekniffenen Länder.
Durch Zölle usw. werden Waren aus diesen Ländern unnötig verteuert, wenn sie in z.B. die EU eingeführt werden sollen.
Der EU Markt schottet sich bewusst gegenüber solchem Warenverkehr ab.
Umgekehrt ist das aber nicht der Fall. Den Mechanismus der Zölle usw. können die 3. Welt Länder leider nicht in derselben Tragweite, wie es die EU tut, anwenden, weil sie dazu wieder keine Lobby/wirtschaftliche Macht besitzen.
Somit sehe ich wenig prozessuales, wenn es um Globalisierung bzw. EU Stabilität geht. Wirtschaft und Politik handeln hier opportun; es wird argumentiert, wie es passt - und vor allem bis es passt.
| quote: | Originally posted by Skuz
Diese beiden Verbrechen stehen in keinem Verhältnis zueinander. Es ist in meinen unzulässig diese Verbrechen auf ihre einzige Gemeinsamkeit, die Anzahl der Toten, zu reduzieren.
Die Twin Towers haben eine weit größere symbolische Bedeutung. Sie waren quasi der Inbegriff der Weltwirtschaft. Die Menschen waren hierbei eher nur 'Kollateralschäden', wie es im Kriegsdeutsch so heißt.
Und wenn man es nun ganz auf die Spitze treibt und auf der Ebene der Anzahl der Toten bleibt: Hutu und Tutzi werden aufgrund ihrer geringen Kaufkraft, welche quasi gegen Null tendiert, nicht als Konsumenten wahrgenommen, weil sie kein Geld besitzen, um auch nur Ansatzweise an den Komsumniveaus der entwickleten Industrieländer teilzunehmen.
WTF hat Lobbyismus damit zu tun? Dekadenz ist sicherlich ein richtiges Stichwort, allerdings ist diese nicht nur auf den Westen zu beschränken. Man kann genauso den von dir angesprochenen Völkermord als dekadentes Verhalten betrachten.
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Bzgl. Lobbyismus:
Die Menschen/Opfer der Staaten haben eine Lobby, weil sie eben weltweit wahrgenommen werden und selbst ihr Tod in der Lage ist, sich weltweit auszuwirken.
Sie haben Fürsprecher/Lobbyisten; Zitat (sinngemäß) von Peter Struck "Ab heute sind wir alle Amerikaner".
Die Menschen/Opfer aus Ruanda/Burundi sind dagegen nicht in der glücklichen Lage auf dieselbe Art und Weise wahrgenommen zu werden, wie es ein toter US-Amerikaner ist.
Auch hat seinerzeit keiner ein Zitat gebracht, dass wir ab dem Zeitpunkt alle Hutu bzw. Tutsi sind.
Das ist perfide und menschenverachtend - sprich (westlich) dekadent.
Bzgl. Nicht-Vergleichbarkeit:
Ich finde, dass es diesbzgl. keinen (qualitativen) Unterschied zwischen Toten welcher Nation und welcher Gründe geben darf!
Das wird aber in gewisser Art und Weise - wenn auch "auf die Spitze getrieben" - aus den Äußerungen deutlich.
Das Argument, dass das Zentrum bzw. ein Symbol der Weltwirtschaft getroffen wurde, ist somit in meinen Augen ein äußerst schwaches Argument.
Schade und traurigstimmend zugleich ist, dass 3. Welt Länder - siehe Heiligendamm - auf der Weltbühne eben keine Lobby besitzen.
UNIT-er
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Best regards!
Ich lebe meine TranceEnergy gekleidet in SensationWhite auf der ArmadaNight im Amnesia aus!
Auf dem Weg dahin gehe ich aber auch gern durch das DanceValley, um im MysteryLand nach ArminOnly zu suchen; finde dort aber auch ab und an TiestoInConcert vor!
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