15. Love Parade entscheidet über Zukunft des Umzugs
Die 15. Love Parade am kommenden Sonntag (12. Juli) entscheidet nach Angaben der Veranstalter über die Zukunft des Techno-Umzugs. «Alles hängt davon ab, was in diesem Jahr passiert», sagte Love-Parade-Geschäftsführer Fabian Lenz dem Berliner «Tagesspiegel» (Montagausgabe). Gebe es einen Schiffbruch, kommen also deutlich weniger als die erwarteten 750 000 Raver, dann sehe es für die Love Parade 2004 ganz schlecht aus.
In einem solchen Fall befürchtet Lenz, dass sich künftig noch mehr Clubs und Plattenlabel zurückziehen, weil sich immer weniger einen eigenen Laster auf der Love Parade leisten können. «Vor ein paar Jahren haben die Labels viel Geld in die Love Parade gesteckt», sagte Lenz. Sie schickten eigenen Laster auf die Strecke, um eine neue Platte zu bewerben, doch für derartig aufwändige Promotion-Aktionen sei heute kein Geld mehr da. Nach Angaben von Lenz verdienen die Plattenfirmen nicht mehr genug, weil in riesigen Größenordnungen die Musik aus dem Internet heruntergeladen wird.
«Wir sehen das an unserer eigenen Compilation», erklärte Lenz, «die wurde innerhalb der letzten Wochen über hunderttausendmal heruntergeladen.» Auf diese Weise breche dem Riesen-Rave die wichtigste Einnahmequelle weg.
Quelle: dpa

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