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Trancevision als Nachhilfelehrer
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Trancevision
Seit einiger Zeit gebe ich Nachhilfe in einem Lernstudio, d.h. in Kleingruppen von bis zu 6 Kindern gleichzeitig. :D
Da viele Kids dort keinen Plan und auch manchmal keinen Bock haben, ihre Hausaufgaben für die Schule usw. zu erledigen, gibt es einen Spezialkurs "Lernen lernen". Ich darf diesen Kurs übernehmen, und es ist meine Aufgabe, ein paar Halbwüchsige ( 10 - 15 Jahre ) zu motivieren und ihnen klar zu machen, dass sie sich besser reinhängen sollten, wenn sie die Schule erfolgreich abschließen wollen.
Die pädagogischen Lehrbücher und vorgefertigen Kursunterlagen sind ein schlechter Scherz. :haha: Damit würde man nicht mal den größten Streber motivieren könne, was für die Schule zu tun. :whip: Ahhhhhhhh !

helft mir...ich brauche sehr schnell ein paar gute Ideen, wie die Kids ihre Arbeitsabläufe verbessern könnten.


Was würdet ihr vorschlagen ?
mesharu
Okay, Motivationsarbeit zu leisten kenn ich, kann verdammt scheisse sein *g* Zuallererst müsstest du selber davon überzeugt sein, sonst geht garnix, aber ich denk das weisst du auch selber.
Ich nehme an, von 'Lernen' denken die Kids, dass den ganzen Tag stur durchgepaukt wird, muss aber nicht sein. Man kann das ganze ja auch portionieren, dH 20 - 30 Minuten für ein Fach, und dann erst mal n bissl Pause von 10 Minuten und dann noch mal ne viertel Stunde zum Nachbereiten einplanen und dann schwupp zum nächsten Fach wechseln und das selbe noch mal. Wichtig is auch nicht die ganzen Naturwissenschaftlichen Fächer hintereinander abzuarbeiten, sondern ein wissenschaftliches und dann ein sprachliches Fach zu nehmen.
So mach ich das immer, funzt auch ganz gut...
Civic
lol! eben erst habe ich noch Nachhilfe gegeben und mich gefragt "Boah wieso sind die immer so scheisse unmotiviert, die müssen doch irgendwann raffen, dass sie nicht besser werden wenn sie nichts tun" :)

bin also mal auf die Konzepte gespannt =)
asdf
frag mal Unit-er, der mann studiert sowas, glaub ich.
UNIT-er
@asdf:
quote:
frag mal Unit-er, der mann studiert sowas, glaub ich.


Jupp - das stimmt! :)


@Trancevision:

Das oberste Gebot sollte sein, dass Du Deinen "Zöglingen" mit Respekt begegnest, sie Ernst nimmst und Ihnen kein Gefühl von "ich hier oben, ihr da unten" vermittelst!
Nur so kann eine produktive Arbeitsatmosphäre geschaffen werden!

Am Anfang solltest Du zuerst versuchen herauszubekommen, was sie interessiert und VOR ALLEM wie sie Lernstoff am besten aufnehmen und verarbeiten - dieses Herausfinden mache ich auch immer wieder anhand eines sogenannten Lerntyptests!
Dieser Lerntyptest dient dazu herauszufinden, wer aus dieser Gruppe über welchen Eingangskanal am besten Lernstoff perzipiert!
Eingangskanäle sind:

- visuell
- auditiv
- haptisch
- ein Mix aus all diesen

Es gibt unterschiedliche Lerntyptests - dazu solltest Du mal rumgoogeln; einen speziellen könnte ich Dir jetzt nicht empfehlen!

Wenn Du darüber hinaus herausgefunden hast, was Deine "Zöglinge" interessiert, kannst Du Deinen Unterricht anhand dieser Themenfelder gestalten und einen unabhängigen Weg als über ihre eigenen Lernbücher nehmen!
Nichts ist im Unterricht abgedroschener als ein Lehrer, der genau dasselbe, was im Schulbuch steht, widergibt!
Auch einen Kurs "Lernen lernen" solltest Du anhand konkreter Themen gestalten und nicht völlig abstrahieren - quasi einen "Realitätsbezug" herstellen!
Z.B.:
Man kann ein Thema wie "Wahlen" anhand eines ROLLENSPIELS mit
einer Rede wie im Bundestag, einer Politkerrunde nach den Wahlen, usw... gestalten - quasi in Farbe und bunt!

Wie mein Vorschreiber schon gesagt hat (*100%igzustimm*); Pausen sind wichtig - Wiederholungen ebenso (damit der Stoff auch rekapituliert werden kann und somit gefestigt wird)!

Versuche den Unterricht nicht allzu sehr an Dich zu ziehen (Stichwort: Frontaluntterricht) - am Anfyng ist das ok, um die Gruppe auf den Ablauf im Unterricht und die Rahmenbedingungen "einzuschwören"!
Dann sollten die Kinder aber eher untereinander agieren - z.B. in Form von Arbeitsgruppen!

UNIT-er


P.S.:
Bei Fragen gern PM und/oder ICQ!
Rockabye
hätten ich vor paar jahren nicht so alte, verbohrte, konservative und auf-nix-bock-lehrer gehabt hätte meine schulische laufbahn vielleicht einen anderen weg eingenommen und ich hätte mein abitur nicht mit solch einer negativen zensur beendet!

wir brauchen mehr unit-ers unter den lehrern! aber vielleicht hat sich das inzwischen ja geändert...jedenfalls all diese alten säcke die nur noch auf ihre pension warten müssen WEG
Civic
die Lehrer die frisch von der Uni kommen haben meistens moderne und gute Theorien im Hinterkopf (wie ich das so während des Zivildienst in der Grundschule mitbekommen habe), mit den Jahren scheint sich da jedoch Resignation einzustellen, da es meistens in den Schulen nicht so realisiert werden kann.

Die Konzepte von Unit-Er machen wirklich einen sehr guten Eindruck, man muss halt nur Zeit dafür haben. Bei mir ist es so, dass viele Kinder so ein "auf den letzten Drücker" Denken haben (wer hat das nicht) und meistens ist es wirklich schwer dagegen anzukommen.
darkstar
also ich lern immer aufm hometrainer im fitness...da ist man nicht so abgelenkt wie daheim...

auch in bussen und zügen kann man sich mit lernen super die zeit vertreiben....man muß nur sein heft dabei haben
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