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social-offtopic//___ ZIVILDIENST — Erfahrungsberichte & Empfehlungen ??? (pg. 2)
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Bernd_Gradish
Schnauze ihr Bundärsche!!! Robert, versuch mich mal im ICQ zu kontaktieren (falls ich net grad am Sofa am gammeln bin oder im Delirum liege) oder check ein paar der alten Postings aus meinem Blog! Wie gesagt, ich hatte einen Mordsspaß in meinem Zivi als Behindibetreuer und hab danach noch um einen Monat verlängert!
XeCUTionER
@tilo: ich stimme dir zu!:D
mehr morgen, muss erstmal pennen :)
Syntophax
Also ich hab meinen Zivildienst bei der Caritas abgeleistet. Ich muss zugeben ich hab da wirklich viel Abwechslung gehabt was die Tätigkeit angeht. Primär war ich dort fürs "Essen auf Rädern" zuständig, das heisst ich bin mit nem Kollegen immer mittags mit dem Auto rumgekurvt und haben dann das Mittagessen zu älteren Leuten oder Sozialheimen geliefert. Vormittags haben wir dann eher hauswirtschaftlichere Dinge erledigt, wie Einkäufe oder Hausarbeiten für Privatpersonen, die das gesundheitlich nicht mehr alleine bewerkstelligen konnten. Nachmittags (also nach der Essenstour) durften wir immer in die Arztpraxen, wo wir Rezepte abholen sollten und diese dann in der Apotheke eingelöst haben. Auf diesen Job haben wir uns dann besonders gefreut, da in einigen Praxen so einige knackige Arzthelferinnen gearbeitet haben:p. Es gab dann auch natürlich Tage wo wir eher weniger zu tun hatten, da haben wir uns dann unseren "selbstgepimpten" Opel Agilas gewidmet (ausgestattet mit Radio, Mini-Subwoofer im Kofferraum, Fuchsschwanz an der Radioantenne usw.:D ) oder sind dann einfach chillig durch die Gegend gekurvt.
Fazit: Für mich persönlich waren die 10 Monate eine wirklich tolle Zeit, die ich keinesfalls bereue; Ich hab so einiges an Sozialkompetenz dazugelernt und erfahren, einige wirkliche tolle Menschen kennengelernt wie z.b. einen meiner Zivikollegen mit dem ich noch heute sehr gut befreundet bin, relativ genug an Gehalt erhalten inkl dem fürstlichen Trinkgeld ;) und nicht zu verachten, natürlich meine Fahrkenntnisse extrem ausgebaut(bei ca. 600 km die Woche:o). Klar ich hab manchmal 2 oder sogar 3 Wochenenden hintereinandergearbeitet (Essenstouren) und die Arbeitszeiten waren bei dem entsprechendem Gehalt natürlich auch nicht unbedingt fair, jedoch stellt sich das für mich in den Hintergrund. Die Vorteile überwiegen einfach, weil vieles mich davon im positiven Sinne bis heute geprägt hat. :)
cole-hawk
Ja, ich habe "beschissene Bettlaken" gewechselt... Ich war nen Tag probearbeiten... ich dachte das hältst du keine 2 Tage ab...
9 Monate später wars echt hart den Job zu beenden... ;)

Ich war also Zivi im Altenheim, und wie sich eigentlich jeder denken kann, woran aber viele dennoch nicht denken ist, dass man als Zivi doch nicht nur die Leute mit dem Rollstuhl durch den Garten schippert. Ich will gar nicht weiter drauf eingehen, aber es war anfangs echt hart... Es sind ja nicht nur die Bettlaken die beschissen sind :P
Aber nach kurzer Zeit denkt man darüber gar nicht mehr nach... Und da man als Zivi für die alten Leute sowieso Stationschef ist, machts eigentlich richtig Laune. Viel mir schon schwer aufzuhören, weil einem alle ans Herz gewachsen sind.

Ich fand die Entscheidung auf jeden Fall richtig den Job gemacht zu haben, anstatt als Bundi oder Hausmeistergehilfe einfach nur sinnlos die Zeit rumzubringen... Man lernt da was fürs Leben. Ok, das kann jeder sagen, auch der Bundi der fürs Leben gelernt hat n Knarre zu laden... Aber ich wüsste nicht wo mir das später noch was bringen sollte...
STRANDJUNGE
weiss nicht ob's das noch gibt aber hilfskraft beim deutschen jugendherbergswerk in z.b. einer jugendherberge in feriengebieten ist auch netter job. angefangen von der begrüssung neuer gäste über raumpflege, kartoffelschälen, frühstückmachen und abwasch für paar hundert gäste ist alles dabei. stressig im sommer aber ruhig im winter, dann wird renoviert.

aber respekt an alle die in krankenhäusern, altenheimen und rettungsdienst tätig sind, könnte so was nicht.
TomTom
Ich habe meine 18 Monate Zivildienst sehr genossen. Ich habe beim Arbeiter Samariter Bund beim mobilen sozialen Hilfsdienst gearbeitet und alles Mögliche bei alten Leuten und Behinderten gemacht..war sehr abwechslungsreich von Leuten waschen über Wohnungen aufräumen und Putzen zu Ausflügen machen oder bei täglichen Erledigungen helfen bis hin zum Ausfahren von Mittagessen (Essen auf Rädern).

Der Zivildienst hat meine Perspektive, gerade was alte Menschen anbelangt, nachthaltig verändert. Es war mir vorher gar nicht bewusst, wass sich hinter den Gardinen meiner Stadt so alles an Dramen abspielt. Wie einer in dem thread schon gesagt hat, durch den Umgang mit den Pflegebedürftigen kann man sich einiges an Sozialkompetenz aneignen.

Außerdem habe ich seinerzeit schon knapp 800 DEM bekommen und wohnte für umme in ner geilen Zivi-WG..mit knapp 18 Jahren mein erstes Schnuppern an der Freiheit und einem für meine Bedürfnisse ausreichend gefüllten Geldbeutel. Außerdem habe ich damals mit einem meiner besten Kumpels gleichzeitig Zivi beim selben Arbeitgeber gemacht und alleine schon deshalb eine fantastische Zeit. Klar gab es auch Schattenseiten, manche Schicksale gehen einem ganz schön unter die Haut und 1x ist auch jemand gestorben, als ich in der Wohung war (gekommen, Hallo gesagt, Essen aufgestellt, ans Bett bringen wollen --> maustetot :nervous: ) aber alles in allem waren das wertvolle Erfahrungen, die mir auch für später weitergeholfen haben (Umgang mit eigenen Eltern, die auch schon über 70 sind bzw. ist mein Vater bereits verstorben).
TomVetch
Ich war vom 1.11.2004 bis 31.7.2005 Zivi beim Roten Kreuz im Patienten- bzw. Behindertenfahrdienst.

Erfahrungen? Gerne:

Die Arbeit an sich war größtenteils sehr lustig und hat viel Spass gemacht. Die Arbeitszeiten in meiner Dienststelle waren jedoch fast nicht zumutbar. Es gab Tage, an denen ich von früh 5:30 Uhr bis 22 Uhr nachts nichts anderes gemacht habe als ständig Auto Leute vom Krankenhaus ins Altenheim, vom Krankenhaus nach Hause, vom Krankenhaus zum Arzt, vom Arzt ins Krankenhaus, vom Altenheim zum Arzt, vom Arzt zum Altenheim, von daheim zur Kirche, von der Kirche nach daheim zu fahren.

20-40 Überstunden pro Monat waren normal, was mir zusammen mit den 4 Wochen Urlaub die ich hatte am Ende eine 2-monatige Erleichterung beschert hat. Aber die 7 Monate Zivi, welche ich im Endeffekt abgeleistet habe, waren mehr als hart und kräfteraubend. Nicht nur die teilweise unmenschlichen Arbeitszeiten waren zum Kotzen, sondern auch, dass ich eigentlich über die kompletten 7 Monate hinweg 10-14 Tage am Stück gearbeitet habe, ohne nur einen Tag Pause zu haben.

Sprich, wenn ich mal nen Sonntag frei hatte, dann war das schon fast Luxus. Auch ist es ziemlich hart gewesen, 90kg+ Menschen mit 20kg Rollstuhl in den 5. Stock eines Hauses zu ziehen/tragen und das fast täglich. Mein Rücken hat's mir gedankt nach 7 Monaten.

Trotzdem möchte ich die Zeit nicht vermissen, da ich seitdem viel aufgeschlossener gegenüber Leuten bin und es trotz allem ne Menge Spass gemacht hat 7 Monate lang in so ziemlich allen Krankenhäusern, Arztpraxen und Altenheimen in näherer und weiterer Umgebung gewesen zu sein. Mal von den ganzen geilen Schwestern abgesehen... :D
Bloodflower
@feedback :eek: :eyespop: :eyes: :)

keine ganzen tag später und dann sowas!
erstmal essen und nebenher lesen :gsmile:
Daniel H
quote:
Originally posted by Bulli
solang man nicht nur mit schwerst geistig&körperlich behinderten zu tun hat solls angeblich auch ziemlich spass machn (zumindest laut meinungen aus meinem freundeskreis).


das kann ich eigentlich nicht bestätigen. Auch mit schwerst geistig und körperlich behinderten Jugendlichen/Kindern kann die Arbeit sehr viel Spaß machen. Ich habe in einer integrativen Kindertagesstätte in Konstanz gearbeitet. In meiner Gruppe waren geistig und körperlich schwerstmehrfach behinderte Kinder.Anfangs hatte ich um ehrlich zu sein auch etwas Bammel vor der Arbeit(hatte wie wahrscheinlich viele vorher noch nie richtig mit behinderten Menschen zu tun). Die Arbeit hat sich dann allerdings schließlich als sehr interessant herausgestellt und hat auf jeden Fall geholfen Vorurteile abzubauen sowie im sozialen Miteinander hinzuzulernen. Wir hatten eine super Atmosphäre untereinander in dem Team und auch mit den Zivis von damals (2001) habe ich heute noch Kontakt. Die Arbeiten waren sehr vielfältig von Kinder abholen/bringen, sie betreuen/pflegen bis zu Ausflügen war eigentlich alles dabei.

Der Zivildienst hat mich letzlich auch dazu bewegt Sonderpädagogik zu studieren, vorher hätte ich mir das sicher nicht vorstellen können...

grüße

Daniel
Bloodflower
geil! vielen dank soweit! hören sich echt interessant an die ganzen einblicke! aber gibts denn neben behinderten- und seniorenheime nicht auch kinderheime? für schwererziehbare- oder waisenkinder?


quote:
Originally posted by disco stu
informier dich bitte bevor du so was postest, du kriegst heut zu tage kein G3 mehr in die Hand, wenn dann kriegst du ein G36 und ne 9mm Knarre aber mehr auch nicht.

Das mit der UZI fand ich ganz besonders toll :rolleyes:


japp deswegen verteilt der vater von nem kumpel auch jetz aus spass keine G3s und UZIs mehr an die neugierigen zum "spielen" :rolleyes:
und die p8 gibts nur als 9mm :tongue3 :p

disco stu
ach Robert wenn du es sowieso besser weisst dann geh doch einfach zum Bund, aber ich glaube das hälst du nicht durch
Bloodflower
quote:
Originally posted by disco stu
ach Robert wenn du es sowieso besser weisst dann geh doch einfach zum Bund, aber ich glaube das hälst du nicht durch


ich kam ja nicht so klugscheissend daher wie du in dem fall ;) mir ist klar das sie nicht mehr mit dem standard gewehr von 1959 ausbilden. aber dennoch wird es gerne hin und wieder ausgepackt gerade weil`s in vielerlei hinsicht n historisches stückchen geschichte ist.

zum nicht durchhalten:
stimmt! wenn ich dauerhaft unterfordert bin halt ich das nicht durch. ich laufe ab nem gewissem punkt einfach nur noch amok! :haha:
im dreck robben und mit patriotischen sonderfällen umme wette saufen und mich von zweitklassig-ausgebildeten hauptschulpsychologen anschreien zu lassen ist halt nicht mein ding!
und mit schußwaffen umgehen wenns drauf ankommt, dafür brauch ich nicht erst zum bund...
ich mags auch nicht wenn man mir versucht das denken abzunehmen ;)
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