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Popkomm 2009 abgesagt (pg. 2)
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| DJSoulstone |
| quote: | Originally posted by pillGrim
mit solchen totschlag-argumenten macht man es sich aber auch zu einfach. drehe den spieß doch mal rum, du hast auch keinen definitiven beweis dafür, dass es nicht so ist. und so wie in dem fall ist es mit vielen dingen... manche dinge kann man schlicht und einfach (noch) nicht schwarz auf weiß nachweisen
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Ich halte es da mit der Unschuldsvermutung. Wenn jemand oder eine Gruppe angeklagt wird etwas bestimmtes getan oder einen bestimmten Einfluss gehabt zu haben, muss der Ankläger dies beweisen.
Selbstverständlich ist das freie, unauthorisierte Downloaden von urheberrechtlich geschütztem Material illegal, aber den Einfluss, den dies auf die Bilanzen haben soll, muss erst mal jemand wirklich nachvollziehen. Wenn man ein bischen google bemüht und nach den Quellen für die Aussagen beider Parteine sucht, stößt man auf die "Studien". :D
Die basieren alle auf Umfragen. Wie soll es auch anders sein? Wobei ich aber nicht gefunden habe wie die Statisken bezüglich der Anzahl illegaler Downloads über Tauschbörsen und Besitz solcher Daten ermittelt werden. Wie auch immer, eine der neusten Studien der amerikanischen Industrie basiert auf 4400 Befragten...
Eine aktuelle schwedische Studie basiert auf 1900 Befragten...
Die eine sagt dies, die andere das Gegenteil und beide enthalten einen großen Spielraum für Interpretationen. 4400 Befragte bei einer Einwohnerzahl von ca. 300.000.000 wovon mind. 217.000.000 online sein sollen. Das sind 0,002% und soviel dann zum Thema Repräsentativität...
[edit]
Ich bin grad auf eine Umfrage aus Deutschland gestoßen zur Frage
"Nutzen Sie das Internet, um Musik zu tauschen oder runterzuladen?"
Beruflich oder privat!
Ergebnis bei knapp 10.000 Befragten:
23% - Ja
77% - Nein
Das entspricht ca 2.300 von 10.000 und es stellt sich die Frage, ob das bei der Auswahl der Befragten in den oben erwähnten Studien berücksichtigt wurde... |
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| Johnny Cache |
die popkomm hat ihren reitz verloren als sie von köln nach berlin gegangen ist. das drumherum hat in köln auch einfach besser gepasst. deshalb ist die c/o pop, also die nachfolgeveranstaltung der kölner pokomm auch immernoch erfolgreich...
ich bin der meinung dass das urheberrecht wie wir es kennen mit dem aufkommen des web 2.0, youtube etc., entgültig seine berechtigung verloren hat, und komplett neugestaltet werden sollte, wie es ja auch von der ein oder anderen internationalen politischen bewegung gefordert wird... |
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| Nik Novo |
| quote: | Originally posted by pillGrim
mit solchen totschlag-argumenten macht man es sich aber auch zu einfach. drehe den spieß doch mal rum, du hast auch keinen definitiven beweis dafür, dass es nicht so ist. und so wie in dem fall ist es mit vielen dingen... manche dinge kann man schlicht und einfach (noch) nicht schwarz auf weiß nachweisen
wir sehen das hier halt größtenteils aus sicht junger konsumenten, die mit dem internet und dem ganzen download-kram groß geworden ist, und das ist nun mal sehr einseitig, genauso wie manche argumente hier...
dass die musikindustrie umdenken muss und sich endlich den aktuellen bedingungen anpassen muss, ist auch klar - die zeiten wo man schnell millionen gescheffelt hat sind halt vorbei, oder wenn dann nur noch an den konzert-kassen, wo ja jetzt anscheinend die meiste asche verdient wird...
dass mit dem urteil in den usa ist natürlich riesiger bull und steht in keiner verhältnismäßigkeit zu anderen delikten... typisch usa. wer weiß wer da wie geschmiert wurde.
ob die absage der popkomm was bringt? am ende ist das doch alles ne frage der einstellung bzw. der eigenen moral bzw. von unrechtverständnis. wenn man da überhaupt was dran ändern kann, dann nur wenn daran grundlegend was ändert, und das halte ich mal für aussichtslos, da ist das verhängen von drakonischen strafen, so bescheuert das auch ist, wohlt aus sicht des staates/der betroffenen der einfachere und schnellere weg...
auf jeden fall ne schwierige situation... der spiege-online artikel ist gut - klingt nachvollziehbar! |
Das Problem ist doch eher, dass die Musikindustrie (mal wieder) eine bestimmte Gruppe als die Ursache aller Probleme angekreidet.
Das ist, um es ganz einfach zu sagen, dumm, polemisch und hilft keinem weiter, denn die Schuld ist hier mehreren Parteien zuzuschreiben.
Kleine Kinder, die nicht lernen wollen, tapsen eben auch immer wieder auf die heiße Herdplatte und verbrennen sich die Finger.
Die, die es begriffen haben, sind schon längst nicht mehr bei einem Label, sondern bei einem Konzertveranstalter unter Vertrag (z.B. Madonna). Sehen wir es doch mal realistisch: Früher kam die Musik aus dem Radio, MTV war vielleicht gerade noch in den Startlöchern. Wenn du da nicht den ganzen Tag auf dein Lied warten wolltest, hast du dir eben die CD gekauft. Heute hast du Musik in zig Radiosendern, Fernsehen, Internet. Da kommt die Musik auch einfach öfter und der Bedarf, Musik zu kaufen, sinkt. Ich will gar nich abstreiten, dass es genug Leute gibt, die sich Gigabytes an Musik aus dem Netz ziehen und der Meinung sind "ist doch kostenlos, warum soll ich dafür zahlen?" (kenn einen). Der Umkehrschluss, dass sich die Leute die Musik gekauft hätten, wenn es das Internet nicht gäbe (der ja gerne gezogen wird), ist schlichtweg falsch und unrealistisch. |
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| Meat187 |
| Da werfen die großen Plattenfirmen seit Jahren überwiegend Dreck auf den Markt und wundern sich warum das keiner kauft. :stongue: |
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| dj_macgyver |
| also eigentlich wünsche ich mir ja wirklich dass von heute auf morgen jeder illegale musikverkehr im internet aufhört. nicht damit es der musikindustrie besser geht, sondern damit der musikindustrie mal die augen aufgehen, dass sie selber scheisse bauen, und nicht die anderen. |
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| Nik Novo |
| Mir ist vorhin ein toller Spruch eingefallen: "Die Musikindustrie sollte aufhören, Musik als Wegwerfware zu produzieren, dann würde diese auch nicht wie solche behandelt" |
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| Skuz |
| quote: | Originally posted by Nik Novo
Mir ist vorhin ein toller Spruch eingefallen: "Die Musikindustrie sollte aufhören, Musik als Wegwerfware zu produzieren, dann würde diese auch nicht wie solche behandelt" |
ALS! Es muss ALS heißen!
*genug aufgeregt für heute* |
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| Nik Novo |
| quote: | Originally posted by Skuz
ALS! Es muss ALS heißen! |
Ich glaube an dieser Stelle müsste sowohl als als auch wie gehen |
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| schlauf |
| quote: | Originally posted by Skuz
ALS! Es muss ALS heißen!
*genug aufgeregt für heute* |
Der war gut ;) und fast hätt ich's überlesen, so authentisch wirkte es ;) |
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| Skuz |
| quote: | Originally posted by Nik Novo
Ich glaube an dieser Stelle müsste sowohl als als auch wie gehen |
'wie' mutet immer sehr süddeutsch, speziell schwäbisch, an. abgesehen davon klingt 'wie' hier einfach seltsam |
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| schlauf |
Die deutsche Sprache befolgt das Regelwerk ihrer Grammatik in den meisten Fällen sehr strikt. Deren Anwendbarkeit liegt niemals ein "klingt hier komisch" oder "sieht aber irgendwie doof aus" zugrunde. Stattdessen werden Sätze und Satzteile entweder gemäß formaler, grundsätzlicher Sprachregeln oder unter Anwendung von Ausnahmeregeln gebildet.
Der immerwährende Kampf "als" gegen "wie" ist in geschätzten 95 % aller Fälle auf die (in-)korrekte Bildung des Komparativs zurückzuführen und unter Zuhilfenahme entsprechender Regeln eindeutig aufzulösen. Die regionalen (Ab-)/Besonderheiten der deutschen Sprache -- speziell das angeführte Schwäbische -- finden keine gesonderte, allgemeingültige Berücksichtigung. Als Vertiefung empfehle ich die Lektüre von "Bastian Sick - Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", Teile 1-3.
Nach meiner Meinung betrachten wir im vorliegenden Fall allerdings eine ganz andere, wohldefinierte Ausnahme: abseits von Komparativ (der "ALS"-Fall) und Artvergleich (der "WIE"-Fall) kann das Verb "behandeln" sowohl mit "als", aber auch mit "wie" als Konjunktion stehen; entscheidend für die korrekte Anwendung ist der semantische Zusammenhang, der vermittelt werden soll.
Es werden unterschieden
- das Objekt WIE etw. behandeln : das Objekt bestimmungsgemäß/in Übereinstimmung mit seinen Eigenschaften behandeln; im Gegensatz zu
- das Objekt ALS etw. behandeln : das Objekt anders behandeln.
Beispiel:
- Der Angeklagte wurde wie ein Ehrenmann behandelt -- der Angeklagte war ein Ehrenmann und wurde entsprechend behandelt.
- Der Angeklagte wurde als Schwerverbrecher behandelt -- der Angeklagte war zwar kein Schwerverbrecher, aber man behandelte ihn wie einen.
| quote: | Originally posted by Nik Novo
(...) "Die Musikindustrie sollte aufhören, Musik als Wegwerfware zu produzieren, dann würde diese auch nicht wie solche behandelt" |
Nach vorstehender Erläuterung obliegt es dem Originalposter zu präzisieren, welche Intention sein Zitat verfolgt hat :)
Quellenangabe: Usenet de.etc.sprache.deutsch u.a. |
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| mar she |
| und ich dachte immer, dass wäre ein sächsisches problem...:toothless |
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