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Trance: Nur eine Definition
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| DJSoulstone |
Ich bin seit einiger Zeit auf der Suche nach der Antwort auf eine Frage und hoffe, dass mir hier vielleicht weitergheolfen werden kann. Es geht um die grundlegendste Frage: Was ist Trance?
Jetzt wird der ein oder andere sagen: Nicht schon wieder! Aber bisher konnte mir niemand eine befriedigende Antwort geben. Musikalisch am Prägensten für mich waren die Jahre 2003/2004. Über die letzten Jahre jedoch hat sich eine Entwicklung vollzogen, die mir nicht wirklich gefällt und zwar fällt es mir zunehmend schwerer zu dem, was heute Trance genannt wird, in Trance zu fallen. Jetzt stellt sich die Frage: Bin ich es oder ist es die Musik?
Werden die alten Stücke gespielt funktioniert es genau wie vor 5 Jahren, aber beim allergrößten Teil der neueren Produktionen eben nicht. Mir kommt es vor, als ob viel von der ursprünglichen Energie verloren gegangen ist. Die Musik scheint weniger treibend, weniger regelmäßig. Sogar die Übergänge zwischen den Stücken scheinen schlechter zu werden, sie verschmelzen nicht mehr so gut, sodass viel vom flow verloren geht. Die Sets verlieren außerdem zunehmend an Struktur und manchmal habe ich das Gefühl nur noch Radio zu hören und nicht ein Set.
Bin ich der Einzige, dem das auffällt? :( |
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| Frank-HH |
| quote: | | Sogar die Übergänge zwischen den Stücken scheinen schlechter zu werden... |
hörst du zu viel Tiesto-Sets??? :stongue: :stongue: :stongue: :stongue:
sorry, der musste jetzt sein...:clown: |
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| schlauf |
| quote: | Originally posted by Frank-HH
hörst du zu viel Tiesto-Sets??? :stongue: :stongue: :stongue: :stongue:
sorry, der musste jetzt sein...:clown: |
Schuster, bleib bei deinen Leisten ... :p
SCNR |
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| DJOverdose |
| quote: | | Über die letzten Jahre jedoch hat sich eine Entwicklung vollzogen, die mir nicht wirklich gefällt und zwar fällt es mir zunehmend schwerer zu dem, was heute Trance genannt wird, in Trance zu fallen. |
Musik verändert sich eben. Trance 2009 klingt nicht wie Trance 2004 und Trance 2004 klingt nicht wie Trance 1999. So ist das nun mal. Heute sind eben 140BPM out und Vocals in. :)
Reg dich nicht drüber auf, versuch lieber neue sparten zu finden, die dir mehr gefallen, oder dich mit dem vorhanden anzufreunden.
Zur eigentlichen Frage, was ist Trance? Ist doch eigentlich völlig irrellevant! Aber wenn du schon eine Antwort auf deine Frage willst: Armin van Buuren, Tiesto, Paul van Dyk, Above & Beyond und deren Labels. Ich würde sagen, dadurch definiert sich Trance derzeit ganz einfach, weil das die bekanntesten sind. |
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| DJSoulstone |
Aufregen ist vielleicht nicht das richtige Wort. Mir gefällt nur nicht wie sich das Genre entwickelt, in das ich mich so sehr verliebt habe. ;)
Aber du sagst, das Genre ist definiert durch die DJs und Produzenten, die ihre Werke Trance nennen. Oder anders: Trance ist der Mittelwert dessen, was die Meisten Trance nennen.
Er ist also keine konstanter Begriff, sondern abhängig von der Zeit, in der man ihn gebraucht. Anscheinend liebe ich nicht Trance an sich, sondern eine bestimmte Form der elektriónischen Musik, deren Name sich mit der Zeit verändert. Interessanter Gedanke...
@Frank: Mir geht es auch nicht um die Qualität einzelner DJs. Das Phänomen, dass Übergänge inhomogener werden, ist generell zu hören, was, meiner Meinung nach, nicht an den DJs, sondern an den Produktionen liegt.
Die Stücke werden heute deutlich anders produziert als früher. Das Verhältnis von Breakdown, also Zeiten ohne Beat, zu Zeiten mit Beat zum Beispiel ist deutlich Richtung Breakdown verschoben worden. Die meisten Stücke habe eine Pause von 1-2min, in der kein Rythmus mehr vorhanden ist. Vocals sind nicht nur populärer geworden, sondern häufig gleichberechtigt zur Musik innerhalb eines Stücks. Es werden somit weniger "tracks", als viel mehr "songs" produziert. Dadurch wird wesentlich mehr Abwechslung innerhalb der durchschnittlich 6min erzeugt.
Wenn man also früher mit homogenen, sich nur langsam ändernden Stücken eine Entwicklung über eine Stunde oder mehr gemacht hat, also einen allmählichen Vortschritt innerhalb eines Sets, beinhalten moderne Produktionen bereits ein ganzes Set. Die unmittelbare Folge daraus ist, dass die heute gemixten Sets deutlich mehr Variation enthalten und dadurch inhomogener werden, was dem "flow" häufig abträglich ist.
Konnte man sich früher treiben lassen, wird man heute alle 6min in eine andere Richtung geworfen. |
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| halo |
Willkommen in der realen Welt. Du wirst feststellen, dass sich praktisch alles irgendwann ändert. Da gehört auch dazu, dass man sich selbst auch mal umschaut. Würdest du das tun, dann könntest du feststellen, dass sich im gigantischen Feld der elekonischen Musik auch heute ein für dich passendes Fleckchen findet.
DJs und Namen sind eine schöne Orientierungshilfe zum Einstieg. Über die Zeit entwickelt sich aber auch der Geschmack, gerade von großen DJs, die nicht an das gnadenlose Wohl und Wehe von 200 zahlenden Partygästen jedes Wochenende gebunden sind. Demnach spielt ein PvD oder Armin logischerweise heute andere Sachen, als noch vor Jahren. Nicht, weil es den alten Style nicht mehr gibt, sondern weil es interessanter ist, sich weiter zu entwickeln.
Kurz: Wenn du gern stilistisch stehen bleiben willst, dann entwickle dich im Genre/DJ weiter... |
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| Nik Novo |
| quote: | Originally posted by DJSoulstone
Aufregen ist vielleicht nicht das richtige Wort. Mir gefällt nur nicht wie sich das Genre entwickelt, in das ich mich so sehr verliebt habe. ;)
Aber du sagst, das Genre ist definiert durch die DJs und Produzenten, die ihre Werke Trance nennen. Oder anders: Trance ist der Mittelwert dessen, was die Meisten Trance nennen.
Er ist also keine konstanter Begriff, sondern abhängig von der Zeit, in der man ihn gebraucht. Anscheinend liebe ich nicht Trance an sich, sondern eine bestimmte Form der elektriónischen Musik, deren Name sich mit der Zeit verändert. Interessanter Gedanke...
@Frank: Mir geht es auch nicht um die Qualität einzelner DJs. Das Phänomen, dass Übergänge inhomogener werden, ist generell zu hören, was, meiner Meinung nach, nicht an den DJs, sondern an den Produktionen liegt.
Die Stücke werden heute deutlich anders produziert als früher. Das Verhältnis von Breakdown, also Zeiten ohne Beat, zu Zeiten mit Beat zum Beispiel ist deutlich Richtung Breakdown verschoben worden. Die meisten Stücke habe eine Pause von 1-2min, in der kein Rythmus mehr vorhanden ist. Vocals sind nicht nur populärer geworden, sondern häufig gleichberechtigt zur Musik innerhalb eines Stücks. Es werden somit weniger "tracks", als viel mehr "songs" produziert. Dadurch wird wesentlich mehr Abwechslung innerhalb der durchschnittlich 6min erzeugt.
Wenn man also früher mit homogenen, sich nur langsam ändernden Stücken eine Entwicklung über eine Stunde oder mehr gemacht hat, also einen allmählichen Vortschritt innerhalb eines Sets, beinhalten moderne Produktionen bereits ein ganzes Set. Die unmittelbare Folge daraus ist, dass die heute gemixten Sets deutlich mehr Variation enthalten und dadurch inhomogener werden, was dem "flow" häufig abträglich ist.
Konnte man sich früher treiben lassen, wird man heute alle 6min in eine andere Richtung geworfen. |
Wenn ich das so lese, dann denke ich mir, dass du viel zu viel Zeit damit verbringst, eine mathematische Definition von Trance zu finden, als dich nach Musik umzuschauen, die dir gefällt.
Dass Trance von heute mitunter nicht sonderlich viel mit Trance von 2004 oder 1999 (wie overdose schon gesagt hat) zu tun hat, ist ja längst kein Geheimnis mehr. Es gibt aber immer noch jede Menge gute Sachen. Mir gefällt der heutige Trance zu großen Teilen auch nicht wirklich gut, es gibt aber genug andere Sachen, die mir mindestens genauso gut gefallen |
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| DJSoulstone |
Mir geht es nicht um eine "mathematische Definition" und ich hab auch nichts dagegen, dass sich DJs/Produzenten verändern. Es ist sogar eher ungewöhnlich, dass ein DJ immer denselben Stil spielt.
Um es mal auf den Punkt zu bringen. Ich fühle für das, was heute Trance genannt wird, nicht dasselbe, wie früher und ich frage mich warum.
Da ergeben sich für mich drei Möglichkeiten. Entweder hat sich mein Geschmack verändert und das Genre ist einiger Maßen konstant oder das Genre hat sich verändert und mein Geschmack ist derselbe. Es könnten sich allerdings auch beide verändert haben.
Ich habe einfach gehofft, mit eurer Hilfe der Lösung des Problems etwas näher zu kommen. Wie gesagt haben die alten Stücke immernoch denselben Effekt auf mich wie damals. Wenn ich jetzt zeigen könnte, dass sich das Genre deutlich verändert hat, liegt es schon fast auf der Hand. Zu guter Letzt wüsste ich noch gern welche Veränderung im Genre, falls sie existiert, die Wesentliche für mich ist.
p.s.: Ein Physikstudium hat seltsame Effekt auf Menschen, ich weiß. :crazy: :D |
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| HHBLACKSTAR |
| Komm doch einfach nach Hamburg -zieh um ! Hier wird immer noch gern und ausgiebig der Trance gespielt ,der schon vor 4-5 Jahren out war. ;) |
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| Sonic-Trance |
Ich denke mal was entscheidend ist, das auch der Musikstil Trance sich ausgeweitet hat. Früher gab es ganz bestimmten Trance, jedoch hat sich das aufgefächert. Das was für dich der Trance von vor einigen Jahren ist, kommt vielleicht dem uplifiting Trance näher. Diesbezüglich gibt es einige Leute die diesen Trance in der heutigen Zeit irgendwo vermissen. Jedoch wirst du merken das ein ganz bestimmter Stil auf Dauer den Hörer (und wohl auch den DJ) "sättigt". Darum finde ich es schön das es diese Weiterentwicklung gibt.
Auch ist es so das sich DJs wie Armin van Buuren und Paul van Dyk nicht an einen Stil "klammern". Am Anfang war das für mich auch etwas gewöhnungsbedürftig, aber dadurch bildet sich eine ganz neue Vielfalt in der Musik. Spontan kommt mir da jetzt das Armin set von der Nature 2005 in den Sinn. Da kommen Sachen aus dem Tech-Bereich bis hin zu progessiv Trance vor.
So sehr ich den "alten" Trance liebe, so sehr mag ich Trance heutzutage auch. Dir muss nur bewusst sein das ein DJ der heutigen Zeit nicht unbedingt NUR Trance spielt, sondern z.B. auch Inspiration bei anderen DJs sucht. Ein gutes Bespiel dafür ist für mich die Mayday. Paul van Dyk hat mal im Interview der Mayday gesagt, die Mayday ist nicht nur für das Publikum sondern auch für die DJs sehr interessant. Weil man sich dort in einem relativ beschränkten Zeitraum über aktuelle Musik aus dem Elektronischen Bereich informieren kann (sinngemäß). |
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| Meat187 |
Mir war noch nie klar was dieses endlose definieren und klassifizieren in der elektronischen Musik verloren hat. Da wird dann ewig darüber diskutiert ob ein bestimmter Track / Künstler nun Trance, House, Trance mit House-Einflüssen, House mit Trance-Einflüssen oder Nazi Polkacore ist. Da werden zu hunderten Untergenres eingeführt um auch wirklich jede Facette akkurat beschreiben zu können.
Das ist nicht nur unnötig sondern auch völlig blödsinnig. Jeder muss selbst seine Antwort auf die Frage "Was ist Trance?" finden. Eine mathematische Definition wäre nicht nur albern, sondern auch unhaltbar. So etwas existiert einfach nicht. |
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| DJSoulstone |
Jetzt kommen wir der Sache schon näher. :) Die Auffächerung ist auf jeden Fall vorhanden und bei jeder Musikrichtung zu finden, die nicht gleich nach der Geburt stirbt. Ob nun jede Variation einen eigenen Namen tragen muss, ist wirklich mehr als fraglich.
Ich für meinen Teil komme mit 4 Unterklassen aus: Progressive (als Übergang zw. House und Trance), Tech/Hard, Uplifting/Euphoric, Goa/Psy. Ich wollte aber nicht die Unterklassifizierung diskutieren, weil die eh viel zu subjektiv geworden ist.
Wenn übrigens jeder seine eigene Antwort findet, dann gibt es keine Antwort. ;)
Die Sättigung habe ich auch schon selbst erfahren und bei DJs, die alle paar Tage über Monate und Jahre ähnlichen Kram auflegen, wundert mich es nicht, dass sie Abwechselung brauchen. Naja, Veränderung und Anpassung sind ja Grundvoraussetzung zum Überleben. Ich finde es nur schade, dass dabei auch so einiges Gutes verloren geht.
Betrachtet man die Bezeichnung "Trance" als Modebegriff, also als Geschmack zu einer bestimmten Zeit, der sich unablässig ändert, dann hat das auch sein Positives. Mode ist ja bekannt dafür, sich zu wiederholen. :) |
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