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Nature One 2007 - Reviews (pg. 4)
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| Nik Novo |

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Freitag:
Leider sind wir aufgrund von Staus erst recht spät angekommen (waren glaub ich erst gegen 12 auf dem Campingplatz) und haben dank den tollen Ordnern auch erstmal ne halbe Ewigkeit gebraucht, um Gerhard zu finden und durften dann erstmal den halben Wageninhalt über den halben Campingplatz tragen, da uns die Ordner partout nicht zu F1 durchlassen wollten :rolleyes: (Am Tag darauf hatten wir zum Glück damit keine Probleme mehr)
Auf dem Weg zur Pydna gabs dann erstmal die nächste Ernüchterung: Gerhard hat behauptet im Gatecrasher Floor würden gerade A&B spielen (die eigentlich erst um 2:30 spielen sollten, laut aktualisiertem Timetable). Wie sich aber nachher rausgestellt hat, hat Gerhard Judge Jules mit Paavo von A&B verwechselt :stongue:
Paul van Dyk:

Zu Paule sind wir recht pünktlich angekommen - wie Paul auch :D Waren selber erst so um 2 da^^ Erstaunlicherweise hat mir Paule ziemlich gut gefallen (damit hatte ich selber nich gerechnet). Waren recht coole Tracks dabei und die Leute haben echt gut mitgefeiert. War ansonsten auch echt beeindruckt, wie Paule die Tracks mittlerweile live "erweitert" (spielt z.B. mit seinem Midi Keyboard Melodien dazu usw.)
Above & Beyond:



Ganz cool, vor allem Alone Tonight zum Sonnenaufgang kam geil :) Die "Good for me" find ich immer noch scheisse :D
Samstag:

Nachdem etliche Steaks verdrückt wurden und wir die Duschen besucht haben (war auch irgendwie nötig :D), sind Gerhard und ich schon mal wieder rüber zur Pydna, während ein Teil nach Kastellaun rüber ist und der andere sich mit einem 08/15-Pokerset im Camp noch die Zeit vertrieben hat :toothless
Ziemlich lustig fand ich übrigens diesen Hinweis hier:

Heller & Enkie:

Mit eines der besten Sets für mich. Als wir ankamen, lief gerade Carry Me Away von Chris Lake :) Das Set war dem Wetter richtig gut angepasst und Nalin & Kane - Open Your Eyes als letzter Track war mal echt verdammt geil - Gänsehaut pur! Einzig das "Heller & Enkie" Jingle, dass die beiden andauernd eingespielt haben, hat echt genervt (musste trotzdem lachen, als n Typ zu mir hergekommen ist und wissen wollte wer da gerade spielt :stongue: )
Hardy Hard:


Haben wir nicht viel mitgekriegt, weil wir zwischen H&E und MdJ noch mal kurz ins Camp rüber sind, was wir aber gehört haben, klang ziemlich cool
Menno de Jong:



Zwar leider nur die zweite Hälfte mitgekriegt, dafür hat sich diese mal volle Kanne gelohnt. Menno hat - wie gewohnt :D - ordentlich Stimmung gemacht und das Zelt hat getobt. War echt heiß da drin :D Worüber ich mich jetzt noch kaputt lache ist, wie wir uns im Anschluß noch mit ihm unterhalten haben und alle anderen ewig gewartet haben, um ein Foto mit ihm zu ergattern :toothless

(P.S. Flo: Auf dieses Foto sollten Steff und Gerhard eigentlich auch noch mit drauf :whip: )
Tocadisco

Haben wir uns vom Rand aus angehört... War ok, aber für mich auch nicht mehr. Gegen Schluß wurds mit Tracks wie Roadkill oder der Simam (der Knaller! :D) ganz gut, wobei ich die letzten 20 Minuten von Tocadisco an der EC-Automaten Schlange verbracht hab :D
Client (live):

Nicht allzu viel mitgekriegt, klangen aber soweit ganz gut
Ferry Corsten:


Zwar ein bis zwei Tracks drin, die ich echt nicht mag (Brain Box! :nervous: ), dafür war der Rest umso besser. Fand das echt cool, wie er sich gefreut hat, allen voran, als alle bei Junk richtig laut mitgegröhlt haben... Der Typ ist total sympathisch und macht echt gute Laune
Nature One Inc
Scheiss Musik, aber geiles Feuerwerk :D Ich glaub ein so geiles Feuerwerk hab ich bisher noch nicht gesehen, Hut ab!
Kyau & Albert


DAS Set schlechthin auf der Nature, weiss gar nicht so wirklich wie ich das in Worte fassen soll... :wtf: Und wie gut die beiden Stimmung machen, brauch ich glaub ich hier keinem mehr zu sagen :D
Ronski Speed:

Cooles Set, aber leider haben die Beine hier zum großen Teil gestreikt :o Ron hat mir ansonsten echt ein bisschen leid getan, weil irgendwie wohl relativ schnell viele Leute zu Armin rüber sind... Dabei war Ronski für mich definitiv besser. Besonders schön kam Sole Survivor zum Schluß :)
Armin van Buuren:

Nur die letzte halbe Stunde von der Seite mitgekriegt, hat mir aber ehrlich gesagt nicht wirklich gefallen. Waren irgendwelche komischen Tracks, mit denen ich nix anfangen konnte und hab von daher die Entscheidung, bei Ronski zu bleiben, kein Stück bereut.
Nach Armin sind wir dann zurück ins Camp um uns ins Bett zu legen und naja, der Abschluss des Samstags war, milde ausgedrückt, scheisse. Hab mich erst drüber aufgeregt, dass es das NO T-Shirt nicht mehr gab, das ich wollte, ging dann weiter dazu, dass irgendein Vollspacko meinte, unseren Campingstuhl vollsiffen zu müssen und geklaute Gegenstände wurden hier schon oft genug erwähnt... Die Wahrscheinlichkeit, dass uns dieser scheiss Campingplatz nächstes Jahr wieder sieht, ist sehr gering. Man zahlt 12€ dafür, dass totale grenzdebile Ordner einen einweisen, die nichmal Ahnung vom Gelände haben (siehe Gerhards Review), man zudem total siffige Dixiklos für den Stuhlgang hingestellt kriegt und für die Dusche dann auch noch zusätzlich zahlen darf. Und wenn ich dann auch noch höre, dass wohl Polizisten Leute mehrmals mit vollen Rucksäcken den Platz verlassen gesehen haben, sie aber nichts unternommen haben, dann krieg ich echt das Kotzen! Wir sind ernsthaft am Überlegen, ob wir nicht rechtliche Schritte einleiten sollen (sofern möglich, das wollen wir noch überprüfen)
So, trotz des Campingplatzes war es schon ein ziemlich coole GTA - Camp und das Wochenende hat nichtsdestotrotz sehr viel Spaß gemacht :)
Hier noch ein paar Bilder:




































Alle meine Bilder aus dem Review (und noch ein paar mehr) hab ich auch größer als ZIP Datei hochgeladen: http://download.djnge.de/fotos/no07...007-niknovo.zip :) |
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| JanB |
| Binary Finary hab ich trotzdem verpasst, da lag ich leider schon in den Federn :( |
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| godfatherdc |
@nge: coole pix :)
das war aber nicht eure s3, oder?
DSCF1700 copy hat was
btw.
der typ mit dem weißen armada shirt (DSCF1683 copy).....ist das thilo?! |
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| Nik Novo |
| quote: | Originally posted by godfatherdc
@nge: coole pix :)
das war aber nicht eure s3, oder?
DSCF1700 copy hat was
btw.
der typ mit dem weißen armada shirt (DSCF1683 copy).....ist das thilo?! |
welche s3? nö, das war meine Fuji F11. Steff hat ne Canon Powershot A620, ihre Bilder sind aber nicht mit dabei (die macht sie dann einzeln, sofern sie Lust dazu hat)
Das ist Thilo, ja |
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| vandit_freak |
So, mit ein bisschen Verspätung wird es dann auch mal Zeit für mein "bescheidenes" Review ;)
Nature One 2007 - Das dreizehnte Land
Anreise:
Die Anreise hat sich wie üblich natürlich wieder nach hinten verschoben, aber da es Donnerstag und nicht Freitag Abend war, konnte man es durchaus verschmerzen. Zumal das andere Grüppchen sich auch verspätet hatte und im Endeffekt so auch nicht lange auf uns warten musste. Nach dem üblichen Treffen bei Aldi ging es zügig weiter aufs Gelände, wo wir dieses Jahr auch nicht lange in einer Autoschlange stehen mussten.
Donnerstag:
Auf dem Campingplatz angekommen, wurde erstmal das Camp geplant. Schließlich musste man ja aus dem Platz das Beste machen und der Pavillon gut platziert werden, damit möglichst viele etwas davon haben. Um den Pavillon herum wurden dann die Zelte verteilt. Relativ zügig wurde dann natürlich auch der Generator angeworfen, Bier und Fleisch in der Kühltruhe verstaut und Hoppe's Anlage aufgebaut. Die ersten Bierflaschen wurden geköpft, der Grill angeschmissen und an der Anlage ordentlich Gas gegeben. Unsere kleine bescheidene Pre-Party artete dann doch noch zu einem intensiven Gelage mit viel Musik aus und dauerte immerhin bis 10:30 am nächsten Morgen. :eyespop:
Die erstmalige Anreise am Donnerstag hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon in mehreren Punkten rentiert:
- stressfreier, weil weniger Verkehr/Wartezeit
- besserer Campingplatz für "Frühbucher" ;)
- kein Termindruck, weil an diesem Abend ja noch nichts auf der Pydna war.
Freitag:
Am Freitag lachte bereits früh die Sonne und schnell tummelte sich unter dem Pavillon wieder eine hungrige Meute. Um 13 Uhr brutzelten die Grills schon wieder und Hoppe's Anlage beschallte das Ganze. Die verschiedenen Geschmäcker der Leute im Camp brachte dann doch einige lustige Mischung an Musik: Minimal, Prog, Marco V, Schranz und Ferry. Mit zwei Sets von Ferry, die eigentlich schon als Klassiker durchgehen, wurde dann der musikalische Warm-Up-Abschluss zelebriert. Mit ordentlich Sprit an Board tigerte die ganze Meute dann hoch zur Pydna.
Hier trennte sich natürlich schnell die ganze Meute, aber im Laufe der Nacht begegnete man sich dann doch noch ein paar Mal.
Für mich ging die Reise dann als Erstes auf den Open Air Floor.
John Askew (Open Air)
Paul's kleiner Ziehsohn hatte schon für ordentliche Stimmung auf dem Open Air Floor gesorgt. Ich habe zwar nur noch die letzten Tracks mitbekommen, aber das Publikum war für diesen frühen Zeitpunkt schon recht zahlreich versammelt und wohl auch mehr als zufrieden mit dem Londoner. Mir hats auch ganz gut gefallen, das Publikum feierte Askew am Ende sogar richtig laustark. Dieses Publikum wird Askew sicher in guter Erinnerung behalten. Ich denke mal, den wird man auf der nächsten Nature One sicherlich wiedersehen.
Judge Jules (Open Air)
Direkt im Anschluss bin ich dann also auf dem Open Air Floor geblieben, um endlich auch einmal Judge Jules zu sehen. Den hatte ich bis dato noch nie live gesehen und aufgrund einiger Empfehlungen war ich schon richtig gespannt. Der Anfang hat mir dann aber gar nicht gefallen und in Anbetracht der Überschneidung mit anderen Acts habe ich mich dann wieder auf die Reise gemacht. Die Tracklist lässt aber erahnen, dass er sich wohl just ein paar Minuten später aber erheblich gesteigert hat.
Robert Natus (U60311)
Erste Station danach war im kleinen, aber propevollen U60311-Bunker, wo gerade Robert Natus die Meute mit dem üblichen Geballer über die Tanzfläche hetzte. Abgesehen vom ohnehin relativ simplen musikalischen Konzept von Robert Natus, war der Bunker an sich ein ziemlicher Stimmungskiller: viel zu eng, dumpfe Anlage, miserables Licht, schäbige Location. Nach ein paar Minuten, in denen wir unseren transportablen Wassertank mit Trinkschlauch zum ersten Mal im Praxiseinsatz getestet haben, sind wir dann wieder rausgegangen und eigentlich war auch klar, dass wir in diesen Bunker wohl am Wochenende nicht mehr reinschauen werden.
T.Raumschmiere (Century Circus)
Nach einer kleinen Erkundungstour ging es dann erstmalig in den Century Circus. Der Sound im Century Circus war wie immer ganz weit vorne, das Licht dieses Jahr aber eher enttäuschend. Bei der gewaltigen Lichtpräsenz auf dem Open Air Floor musste man hier wohl Abstriche machen. Musikalisch war der erste Besuch im Century Circus aber ein gewaltiger Flop. Abgesehen vom "Monster Truck Driver"
ganz furchtbarer, hektischer Soundbrei.
Adam Beyer (Century Circus)
Mister Drumcode himself war wieder auf der Nature One und natürlich ein Pflichttermin. Alleine die Erinnerungen an das Feuerwerk, das er 2003 hier abgebrannt hatte, machten ihn automatisch zu einem Must-See-Act. Da Adam aber seinen Stil in letzter Zeit doch ein wenig gewechselt hat, war ich ein wenig skeptisch. Minimal im prall gefüllten Century Circus zu einer Peaktime, das hätte die Crowd ihm
wohl ziemlich übel genommen. Der Anfang war dann auch ein wenig sehr verhalten. Er konnte sich zwar dann doch ein wenig steigern, aber so outstanding wie 2003 wurde es bei weitem nicht. Ein relativ solider
Auftritt wurde es trotzdem.
Alex M.O.R.P.H. b2b Woody van Eyden (Gatecrasher))
Laut meinem Timetable waren eigentlich Above & Beyond vorgesehen und die wollte ich zur Einstimmung auf Paul van Dyk und das zweite Set von Above & Beyond hören. Leider hab ich wohl die Änderung im Timetable
falsch eingetragen. So musste ich also mit den beiden Fenology-Jungs vorlieb nehmen. Die hatte ich letzen Winter mal in Kandel gesehen und da hatten sie mir eigentlich ganz gut gefallen. Also bin ich erstmal
geblieben. Die Anlage auf dem Gatecrasher-Floor war ziemlich enttäuschend und bestand fast ausschließlich aus den Monitor-Boxen. Generell klang alles ein wenig dumpf. Jedes Jahr ist es übrigens auch immer lustig zu sehen, wie sich die ganzen Betrunkenen den waghalsigen Weg herauf bzw. herunter bahnen - mit unterschiedlichem Erfolg. :D Musikalisch gab es bei den Fenology-Jungs eher Durchschnittskost, auch wenn ein paar nette Tracks dabei waren. Aber irgendwie verflachte das Set stellenweise doch ein wenig und konnte keinen wirklichen Fluss bieten. Fürs Publikum gab es eine Menge T-Shirts, Faxen und weitere Goodies.
SONO (Open Air)
Um bei Paul van Dyk einen halbwegs ordentlichen Platz zu bekommen, musste man natürlich schon ein wenig vorher da sein, da erfahrungsgemäß der Open Air Floor immer aus allen Nähten platzt, wenn der gute Paul mal wieder dort die Zelte aufschlägt. Also sollte man sich am besten schon ein wenig vorher blicken lassen, trotz der handfesten Drohung des Lineups, dass vorher SONO -live- kommt. Wie jedes Jahr spielen die immer vor irgendeinem wichtigen Hauptact und man kommt fast nicht drum herum, sich SONO anzutun. Wie immer waren SONO nix für mich. Merkwürdige Sounds, überflüssige und IMHO schlechte Vocals und alle Tracks ohne erkennbaren roten Faden. Ich frage mich ernsthaft, wie man sich solche "Musik" ausdenken kann. Naja jedes Unwetter geht mal vorüber und irgendwann waren dann auch SONO - wenn auch mit deutlicher Verspätung - vorbei. Beim Abbauen erklang dann "Pryda - Armed" und ich wunderte mich nur warum Paul van Dyk sich vor seinem ersten Track noch gar nicht auf der Bühne gezeigt hatte und selbst während dem Track nicht zu sehen war. Kramte er gerade unter dem Pult nach Platten und war beim Reinkommen von SONO's Live-Equipment verdeckt gewesen? Die Auflösung erfolgte ein paar Sekunden später.
Tillmann Uhrmacher b2b John Askew (Open Air)
Tillmann "Don Promillo" Uhrmacher schnappte sich das Mikro und erklärte die Situation. Paul hatte nach seinem Fernsehauftritt wohl Pech mit dem Flieger und verspätete sich. Also gabs für die Wartezeit Tillmann vs. Askew. In den 20 Minuten ist aber wirklich nichts Weltbewegendes passiert. Askew kam so zu ein bisschen Extraspielzeit, nachdem er bei seinem ersten Set schon offensichtlich Gefallen an der Nature One und dem Publikum auf dem Mainfloor gefunden hatte.
Paul van Dyk (Open Air)
Endlich war Paul van Dyk dann doch noch da. Den Anfang fand ich relativ uninspiriert und konzeptlos. Tracks, die ganz nett angefangen haben, dann Monsterflächen, eine gute Melodie kündigt sich an, aber dann kommt nur trockene und nackte Kickdrum und sinnloses Geholze. Aber das Ganze hatte dann zum Glück doch noch ein schnelles Ende. Mit "Born Slippy" und "Murder Was The Bass" taute die Crowd dann auf und Paul's Herz erweichte sich und es wurde melodiöser - viel melodiöser. Ab dem Zeitpunkt ein wirklich gutes Set mit viel Spaß, einem gut gelaunten Paul und dem klassischen Open Air Floor-Sound. Paul wurde dann auch etwas aktiver, klimperte munter auf dem Keyboard mit und zog ein paar geile Scheiben aus dem Ärmel, vor allem "Dolce Vita". Gegen Ende fand er dann auch noch den Schalter für ein singendes Publikum, was unter anderem bei "Seven Nation Army", "Anthem" und "Time Of Our Lives" lauthals mitsang. "Time Of Our Lives" hat sowieso eine ganz enge Verbindung mit der Nature One und dem Open Air Floor. 2003 brach Paul in Tränen aus, als er die Reaktion des Publikums auf die Nummer sah, dass ihm ein damals bahnbrechendes Set mit unfassbar viel Energie und Enthusiasmus und kollektivem Ausrasten bei dieser Nummer quittierte. Mit einem furiosen Ende war Paul dann sein Geld allemal wert. Rein technisch wird es auch immer interessanter bei Paul, der sich über kurz oder lang immer mehr vom DJ weg zum Liveact entwickelt.
Jeff Mills (Century Circus)
Nach Paul war es mal Zeit für was anderes. Jeff Mills hatte ich eigentlich gar nicht auf der Rechnung. Technisch war er zwar immer sehr beeindruckend und er ist wohl auch ein sehr innovativer Mann, aber irgendwie konnten mich seine Sets nie vom Hocker reissen, ich fand sie im Gegenteil sogar ziemlich langweilig. Auf meiner Runde am Century Circus vorbei traute ich jedoch meinen Ohren nicht. Ein kurzer Blick aufs Lineup, dann kam die Gewissheit: Das war tatsächlich Jeff Mills! Ein Set, dass ich ihm so nie zugetraut hätte. Richtig gediegen ging es da im Century Circus zur Sache, ohne jedoch zu plump zu werden. Nach der vollen Melodieladung am Ende von Paul's Set gab es jetzt eine willkommene technoide Abwechslung der Güteklasse A.
Rank1 (Gatecrasher)
Auf der Suche nach meinen Leuten, um sie pünktlich zum Set von Above & Beyond zusammenzutrommeln, verschlug es mich nochmal auf den Gatecrasher-Bunker. Gefunden habe ich dort niemand, aber ein paar Minuten Rank1 habe ich mir aus Neugier dann doch gegeben.
Northern Lite (Open Air)
Was ich bereits für SONO erwähnt habe, trifft auch voll und ganz für Northern Light zu. Northern Light ist auch so ein Liveact, der immer als Puffer vor Highlight-Acts eingesetzt wird. Und dieser Puffer schafft es immer, die ganze Stimmung wieder auf 0 zurückzufahren. Ganz unnötiger Act, bei dem man sich wie bei SONO auch schonmal fragt, ob man solche Musik wirklich braucht und wie zum Teufel man sich solche Musik bitte ausdenkt.
Above & Beyond (Open Air)
Glücklicherweise ging auch Northern Light's Gig vorbei. Die durch Paul entstandene Verschiebung des Timetables war glücklicherweise wieder etwas geschrumpft, so dass es keine ganz krassen Einbußen an der Spielzeit von Above & Beyond gab. Die Ansetzung von Above & Beyond für das Sunrise-Set am Freitag hatte mich schon im Vorfeld erwartungsfroh gestimmt. 2005 konnte Ferry ja wegen des Wetters kein Kapital daraus schlagen, 2006 war mit Kai Tracid eh der falsche Act dafür angesetzt. Aber 2003 bei Sasha und 2004 bei Ferry hatte ich ja schon erlebt, wie man einen Sonnenaufgang auf dem Open Air Floor inszenieren kann. Man muss fast sagen, dass die Jungs wie erwartet anfingen, denn die erste Nummer war eigentlich ein guter alter Bekannter aus den letzten Sets. Von Beginn an hatte alles Hand und Fuß und abgesehen von 2 Tracks mit härteren Elementen war eigentlich das ganze Set aus einem einzigen - harmonisch-melodischen - Guss. Das erste wirkliche Highlight mit der Oceanic war voraussehbar, aber es schlug auch mit einer solchen Urgewalt ein, wie es nur Tracks können, die später einmal zu Legenden werden. Das wird definitiv der Trance-Track des Jahres werden. Trotz dieses eigentlich unschlagbaren Krachers kam kein Stimmungsabfall, ganz im Gegenteil. Die Jungs nahmen weiter Fahrt auf und spielten wie entfesselt. Man hatte immer den Eindruck, dass die beiden Studenten wären, die gerade einfach nur gute Laune haben und die ein paar Platten dabei haben, die sie unbedingt spielen müssen, weil sie sich in diese Platten verliebt haben. Dieses Gefühl übertrug sich auch auf die Crowd. Das Ganze war ganz schnell zu einer sehr emotionalen Sache ausgeufert. Es kam, wie es kommen musste: Eine erste Morgenröte zieht auf, der Break von "Breakfast - Sunlight" und PENG geht innerhalb von Sekunden die Sonne auf. Die ganze Crowd schaut zum Himmel, während die Melodie von "Sunlight" über alle fliegt. Ich sehe etliche im Publikum mit Tränen in den Augen oder wie sie mit geschlossenen Augen Fluggesten vollziehen. Im Nachhinein war das Ganze wohl detailliert geplant, ich nehme an, dass die Jungs die genaue Uhrzeit im Internet recherchiert haben, denn ihre Gestik und der Aufbau des Sets auf diesen Moment hin waren wohl kaum Zufall. Und die Platte hieß "Sunlight" - noch Fragen? ;) Auf diesen - für mich bis dato beeindruckendsten Moment - folgte dann ein furioses Finale mit singendem Publikum und total entrückten Jungs auf der Bühne. Nach "Alone Tonight" gab es ja kaum noch ein Halten, aber als alles in "Good For Me" gipfelte, blieb kein Auge trocken. Die Crowd war restlos im Rausch und die Jungs sichtlich bewegt. Auf dem Laptop tippten sie schnell "Thank You" und verschenkten ein paar Platten. Eine Zugabe - sie hatten schon "What It Feels Like For A Girl" in der Hand - wurde ihnen leider untersagt, weil wegen Paul's Verspätung der Zeitplan eh schon verschoben war. Auf der Broadcast-Aufnahme kann man die Reaktion der Crowd auf das Set und die Lautstärke der "Zugabe"-Rufe nur erahnen. Sowohl die Jungs auf der Bühne, als auch die Menschen auf der Tanzfläche hätten gerne noch weiter gemacht. Ich wusste, dass dieses Set an diesem Wochenende für mich wohl nicht mehr zu toppen sein würde und so war es dann auch. Mit Schmetterlingen im Bauch und einem wohligen Grinsen, aber auch einer Menge Wehmut ging es dann zurück ins Camp.
Samstag:
Im Camp ging es dann aber erstmal nicht ins Bett, sondern in eine chillige Frühstücksrunde am Grill. Highlights:
- Eva schmiert sich ihr Toast mit steinharter Nutella, eine echte Sisyphos-Arbeit
- verplante Jungs kämpfen weit über eine Stunde lang mit dem Grill, bis er endlich angeht
Irgendwann nach dem Frühstück gings dann nochmal kurz für 2 Stunden ins Zelt, aber wirklich schlafen war eigentlich gar nicht drin, weil es irgendwann einfach zu heiss im Zelt wurde. Also saß das ganze Rudel schnell wieder in großer Runde unterm Pavillon. Ab dem Nachmittag gab es dann wieder die bereits übliche feucht-fröhliche Preparty mit tatkräftiger Unterstützung von Hoppe's Anlage. Wie bereits auf diffamierenden Bildern zu sehen, fand diese Preparty kein gutes Ende für mich, weil ich zwischen Long Island Icetea, Wodka, Bier un dem Mixer irgendwie nicht ans Essen kam. Irgendwann war es dann halt ein wenig viel. :D So kam ich leider erst mit einiger Verspätung auf die
Pydna (circa 2:30). Ferry hatte ich damit verpasst, aber rückblickend war das dieses Jahr wohl ein verschmerzbarer Verlust.
Carl Cox (Open Air)
Carl Cox zählt ebenso wie Jugde Jules zu den Acts, die ich immer schon einmal sehen wollte, aber bisher nie wirklich vor die Linse bekommen habe. Das sollte sich dieses Mal also endlich einmal ändern. Coxybaby legte dann auch gut los und hatte die Meute gut im Griff. Für diese Uhrzeit auf dem Open Air eine genau richtige Performance.
Armin van Buuren (Open Air)
Nach dem großen Carl Cox war es dann Zeit für Armin's dritten Auftritt auf der Mayday. 2005 noch ziemlich schwach, 2006 dagegen meisterhaft, zählt Imotion ihn schon zu einem Resident, was wohl an der Tatsache liegen dürfte, dass man mit einem so hoch platzierten DJ, der zum dritten Mal am Stück kommt, natürlich auch viele Besucher ködern kann. Es war dann auch gut voll auf dem Mainfloor, als er anfing. Die Brillanz von 2006 konnte er nicht erreichen, aber es war alles in allem trotzdem ein wirklich gutes Set. Bei "Oceanic" spätestens hatte er die Crowd auf seiner Seite. Das Finale mit "Anthem" und lautstarker Unterstützung vom Publikum war dann sicherlich auch wieder einer der besten Momente auf dem Main Floor dieses Jahr. Sicherlich eines der Highlights am Samstag.
DJ Murphy vs. Christian Fischer (Century Circus)
Nach Armin war es dann wieder Zeit für ein wenig Kontrastprogramm. Im Century Circus tobte die Crowd wie erwartet bei DJ Murphy und Christian Fischer. Ich bin kein Fachmann, der hier groß irgendwelche Platten erkannt hätte, aber es war wie erwartet ein sehr treibendes Set mit solider Härte, ohne jedoch billig zu wirken. Alles in allem eine schöne Sache, bei der man im Century Circus eine flotte Sohle aufs Parkett legen konnte. Dem Publikum wie auch mir gefiel wirklich
gut, was da passierte.
Duderstadt (Gatecrasher)
Vor Giuseppe Ottaviani war es jedoch noch einmal Zeit für einen kurzen Ausflug auf den Geatecrasher-Bunker, um mal zu schauen, was dort so abging. Duderstadt klang ganz ordentlich, aber die Anlage auf diesem Floor raubte jeden Spaß. Es war irgendwie zu laut, arg übersteuert, dumpf und es kam einfach dadurch kein richtiges Feeling auf. Schade, denn Duderstat wäre bestimmt ein interessanter Act gewesen.
Giuseppe Ottaviani (Open Air)
Es war Zeit für den vierten Vandit-Artist auf dem Open Air Floor dieses Jahr (Paul, JOhn Askew und Tillmann Uhrmacher als Aushilfs-DJ hatten vorgelegt). Giuseppe war vorher nur einmal als Nu-NRG -live- dort gewesen und hatte 2005 nur relativ wenig Zeit. Dieses Jahr war er alleine gekommen, hatte mehr Zeit und kurzfristig auch noch von DJ-Set auf Liveact umgeplant. Er begann sehr hart, was ein wenig deplatziert und konzeptlos wirkte. Doch schon bald erklang der gewohnte Sound und mit "Dreamland" gab es dann auch das erste wirkliche Highlight des Sets. Dieses wurde dann aber noch einmal von "Dolce Vita" getoppt. ;)
Robert Natus / Sven Wittekind (Century Circus)
Viel zu spät kam mir die glorreiche Idee, ein Festival-T-Shirt zu kaufen. An allen Ständen war aber schon alles ausverkauft. :( Auf meiner Runde kam ich dann auch am Century Circus vorbei und konnte bei einer kleineren Trinkpause an der Theke vor dem Century Circus die letzten Minuten von Robert Natus und den Anfang von Sven Wittekind erleben. Alter Falter, so in etwa muss der Weltuntergang klingen. Die Meute ging natürlich wahnsinnig ab, aber solche Mucke wird auf Dauer schon arg einfallslos und langweilig, einen Innovationspreis gewinnt man damit nicht. ;)
Moritz Piske (House of House)
Jede Nature geht einmal zuende. Der letzte Act für mich war dann Moritz Piske im House Of House. Die Musik war eigentlich ganz nett und schön bouncy, da meine Füße aber schon arg gestreikt haben, habe ich mir die letzten 20 Minuten im Sitzen angehört. Lustige Vorkommnisse gab es dabei zuhauf, weil ein ziemlich betrunkener Vollhonk das eine oder andere unterhaltsame Scharmützel mit den Türstehen austrug. Videomaterial haben sicherlich einige davon aufgenommen.
Sonntag:
Nach Moritz Piske ging es dann mit den verbliebenen Leuten zurück auf den Camping-Platz. Ich hab mich gar nicht erst mehr schlafen gelegt, weil es sich nicht mehr wirklich gelohnt hätte. Also haben wir noch einmal eine chillige Runde unter dem Pavillon gebildet und den Rest an Bier und Fleisch verzehrt. Irgendwann nachmittags gabs dann die ersten Abschiedsszenen und das Camp wurde immer dünner, weil dann alle der Reihe nach Hause fuhren.
Fazit:
+ musikalisch die für mich bis jetzt beste Nature
+ mit Abstand bestes Camping ever mit einer echt geilen Crew
+ Hoppe's Anlage dabei
+ Long Island Icetea
+ Grillen und kühles Kölsch
+ geiles Wetter
+ Laser auf dem Open Air Floor
+ Sonnenaufgang bei Above & Beyond
+ "Dolce Vita"
- kleiner Hänger am Samstag :D |
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| nOXoNn |
| quote: | Originally posted by vandit_freak
Es kam, wie es kommen musste: Eine erste Morgenröte zieht auf, der Break von "Breakfast - Sunlight" und PENG geht innerhalb von Sekunden die Sonne auf. Die ganze Crowd schaut zum Himmel, während die Melodie von "Sunlight" über alle fliegt. Ich sehe etliche im Publikum mit Tränen in den Augen oder wie sie mit geschlossenen Augen Fluggesten vollziehen. Im Nachhinein war das Ganze wohl detailliert geplant, ich nehme an, dass die Jungs die genaue Uhrzeit im Internet recherchiert haben, denn ihre Gestik und der Aufbau des Sets auf diesen Moment hin waren wohl kaum Zufall. Und die Platte hieß "Sunlight" - noch Fragen? ;) Auf diesen - für mich bis dato beeindruckendsten Moment - folgte dann ein furioses Finale mit singendem Publikum und total entrückten Jungs auf der Bühne.
(..,)
Eine Zugabe - sie hatten schon "What It Feels Like For A Girl" in der Hand - wurde ihnen leider untersagt, weil wegen Paul's Verspätung der Zeitplan eh schon verschoben war. |
Hehe, die ganzen Blicke zum Horizont habe ich auch mitbekommen und hoch gelinst, aber das der Track "Sunlight" hieß war mir nicht bewusst...wieder was gelernt... ;-)
Oh ja, mit WIFLFAG habe ich ja noch sooo gerechnet...den Track hättich liebend gerne mal von den Jungs live gehört...en ander Mal vielleicht... :( |
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| Nik Novo |
| quote: | Originally posted by vandit_freak
Fazit:
+ musikalisch die für mich bis jetzt beste Nature
+ mit Abstand bestes Camping ever mit einer echt geilen Crew
+ Hoppe's Anlage dabei
+ Long Island Icetea
+ Grillen und kühles Kölsch
+ geiles Wetter
+ Laser auf dem Open Air Floor
+ Sonnenaufgang bei Above & Beyond
+ "Dolce Vita"
- kleiner Hänger am Samstag :D
- 5 Anläufe brauchen, um vom Campingplatz zu verschwinden :rolleyes: |
Fixed! :toothless |
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| darkstar |
| quote: | Originally posted by Nik Novo
Fixed! :toothless |
naja, immerhin ham sie's deutlich vor uns geschafft :D
kerni wie lang hast du eigentlich noch gebraucht um aufzubrechen? |
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| kernkraft |
| quote: | Originally posted by darkstar
naja, immerhin ham sie's deutlich vor uns geschafft :D
kerni wie lang hast du eigentlich noch gebraucht um aufzubrechen? |
am samstag? naja wir waren pünktlich bei someone else wie ich es für mich geplant hatte, also alles in butter :) |
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| darkstar |
| ich glaub es ging eher um sonntag nachmittag runter vom camping village |
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| kernkraft |
| quote: | Originally posted by darkstar
ich glaub es ging eher um sonntag nachmittag runter vom camping village |
achso naja wir haben uns zeit gelassen und waren sogar noch ne gute halbe stunde bei entfernten nachbarn mit sound ne runde open air tanzen :) sind glaub ich so zwischen 5 und 6 dann weg. weiß es aber echt nich mehr |
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