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24.07.10 Loveparade 2010 Duisburg (pg. 20)
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| Cosmique |
es sind wohl auch meeting protokolle von vorher aufgetaucht, wo der OB sehr wohl wußte, wie heikel die Sache ist.
Feuerwehr und Polizei hatten wohl auch davon abgeraten.
Allerdins sind beide keine Organe keine Entscheidungsorgane, sondern Ausführende.
Somit hat die Stadt / Ordnungsamt sich über die Empfehlung von Feuerwehr und Polizei hinweg gesetzt.
n-tv online:
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Gab es Warnungen?
Ja. Nach übereinstimmenden Medienberichten hatte es Monate vor der Loveparade starke Vorbehalte seitens der Polizei und der Feuerwehr gegeben. Einen alternativen Plan der Polizei hat die Stadt laut "Spiegel" – möglicherweise aus Kostengründen – verworfen. Ein Mitglied des Vorbereitungsteams berichtete der WAZ-Gruppe: "Als das Konzept auf den Tisch kam, haben wir die Welt nicht mehr verstanden." Niemand habe sich vorstellen können, wie eine Million Menschen ungefährdet den Tunnel als Ein- und Ausgang benutzen sollten. Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Wendt hatte bereits vor einem Jahr gewarnt, Duisburg sei zu eng für die Loveparade.
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Der ehemalige Bochumer Polizeipräsident Thomas Wenner hat persönlich Anzeige gegen Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland sowie leitende Beamte der Stadt und die Veranstalter erstattet. |
Stern online:
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Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) gerät wegen der Katastrophe auf der Loveparade immer stärker unter Druck. Ein Sitzungsprotokoll belegt nun, dass Sauerland über erhebliche Sicherheitsbedenken des Baudezernats informiert gewesen sein muss. |
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Das Schriftstück, das eine Sitzung vier Wochen vor der Loveparade zusammenfasst, liegt den Zeitungen der WAZ-Gruppe vor. Nach ihren Angaben findet sich auf dem handschriftlich vermerkten Verteiler des Protokolls auch das Kürzel "OB", das für Oberbürgermeister steht. Teilnehmer der Sitzung waren Vertreter der Loveparade-Veranstalter Lopavent, die Feuerwehr, das Ordnungsamt und der Ordnungsdezernent Wolfgang Rabe. |
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In der Sitzung soll außerdem Rabe, Ordnungsdezernent und Leiter des Loveparade-Krisenstabs, Druck ausgeübt haben, die Veranstaltung nicht an diesen Fragen scheitern zu lassen. Die Zeitung zitiert aus dem Protokoll: "Herr Rabe stellte in dem Zusammenhang fest, dass der OB die Veranstaltung wünsche und dass daher hierfür eine Lösung gefunden werden müsse. Die Anforderungen der Bauordnung, dass der Veranstalter ein taugliches Konzept vorlegen müsse, ließ er nicht gelten." Er soll, so berichtet es die Zeitung, das Bauordnungsamt aufgefordert haben, "an dem Rettungswegekonzept konstruktiv mitzuarbeiten".
Doch der Leiter des Bauderzernats, Jürgen Dressler, soll das Schreiben, das an ihn gerichtet war, handschriftlich folgendermaßen kommentiert haben: "Ich lehne aufgrund dieser Problemstellung eine Zuständigkeit und Verantwortung (...) ab. Dieses entspricht in keinerlei Hinsicht einem ordentlichen Verwaltungshandeln und einer sachgerechten Projektstellung." |
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Doch offenkundig konnten sich die Bedenkenträger nicht durchsetzen. Denn tatsächlich soll der Veranstalter Lopavent kurz vor der Loveparade von entscheidenden Vorschriften befreit worden sein. Nach Informationen von "Spiegel Online" habe ein Sachbearbeiter der Unteren Bauaufsicht in Duisburg die Organisatoren von der Vorgabe entbunden, die vorgeschriebenen Breiten der Fluchtwege einhalten zu müssen. In der "Genehmigung einer vorübergehenden Nutzungsänderung" mit dem Aktenzeichen 62-34-WL-2010-0026 vom 21. Juli 2010 sei außerdem auf die sonst obligatorischen "Feuerwehrpläne" verzichtet worden. Dafür sollten maximal 250.000 Menschen auf das Gelände gelassen werden. |
da läuft / lief so viel scheiße im hintergrund
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Bekannt ist, dass es schon lange Zeit vor der Loveparade viele Warnungen von Experten gegeben hatte. Beispielsweise der mittlerweile pensionierte Duisburger Polizeipräsident Rolf Cebin hatte Bedenken geäußert, dass in der Stadt kein Gelände für eine derartige Großveranstaltung geeignet sei. Daraufhin wurde Cebin massiv angefeindet: Duisburgs CDU-Chef Thomas Mahlberg, ein Parteifreund des Oberbürgermeisters Sauerland, verlangte laut "Süddeutscher Zeitung" sogar die Absetzung des Polizeipräsidenten.
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man man man, da geht ja was ab :nervous: |
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| pillGrim |
Das ist mal wieder ein Paradebeispiel dafür was innerhalb der Politik hinter verschlossenen Türen bei unseren Volksvertretern so alles abgeht... Egoismus, Kungeleien, Vetternwirtschaft und Inkompetenz, und das ausgetragen auf dem Rücken der Bürger, von denen sie als Vertreter gewählt wurden, und für deren Sicherheit sie hätten garantieren müssen.
Da braucht sich dann auch keiner mehr wundern, wenn so viele Menschen auf die Politik sche*ßen und auch nicht mehr wählen gehen.
Klar sind die Verantwortlichen auch nur Menschen, und Menschen machen Fehler, aber für Fehler muss man gerade stehen, und es gibt nun mal Ämter und Berufe wo man sich keine Fehler in der Größenordnung erlauben kann und darf. |
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| Cosmique |
15 : oo Pressekonferenz
N-TV überträgt live (auch per stream im Internet).
Bin gespannt, was sie sagen (dürfen) und medientauglich ist :( |
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| pillGrim |
Das was Dieter Wehe, Polizei-Inspekteur NRW, auf der PK (aktuell noch auf n-tv) sagt, klingt soweit nachvollziehbar und schlüssig. Er macht insgesamt einen kompetenten aber auch sympathischen Eindruck, auch aber nicht nur wg. seines Gefühlsausbruchs.
Aber es ist nur eine Seite, die dort thematisiert wird, und der Veranstalter sollte schnellstmöglich darauf reagieren. Außerdem ist auf dieser PK die Rolle der Duisburger Politik, insbesondere der des OBs, leider kein Thema... also noch viele Fragen offen, jenseits der Polizeiarbeit. |
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| Campanile |
Wenn die Berichte die Herr Wehe vorgestellt hat stimmen, dann scheint es ja derzeit so, dass eine sehr große Mitschuld den Veranstalter trifft.
Das wäre natürlich sehr schlimm für die Opfer, da die Versicherungssumme von 7,5Mio wohl nicht annähernd ausreichen dürfte die Schäden zu decken.
Gestern wurde im WDR ein Bericht gezeigt, bei dem anhand von Luftbildern und Computerberechnungen die Teilnehmerzahl auf dem Gelände berechnet worden ist. Demnach waren auf dem Gelände gegen 17:00 ca. 150.000 Teilnehmer. Allerdings kann der Flieger ja nicht die Teilnehmer "sehen", welche sich zu diesem Zeitpunkt in den Tunneln befanden. |
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| Ghazala |
| Kann mir nicht vorstellen, dass das nur 150.000 Leute gewesen sein sollen. |
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| Frank-HH |
| quote: | Originally posted by Campanile
Das wäre natürlich sehr schlimm für die Opfer, da die Versicherungssumme von 7,5Mio wohl nicht annähernd ausreichen dürfte die Schäden zu decken.
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ein Menschenleben ist mit KEINER Summe zu "decken"!!!!!!!
edit: damit ist natürlich der Veranstalter gemein... |
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| Sebastian1982 |
| quote: | Originally posted by Frank-HH
ein Menschenleben ist mit KEINER Summe zu "decken"!!!!!!! |
sehe ich genauso ... ich finde schon die 'paschalen 100mio' in der HP sehr wenig aussagekräftig! |
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| TranceLady |
| dieses scheiß geld entschädigt gar nichts.diese dreckssäcke sollen endlich die scheiß verantwortung übernehmen und grade stehen für ihre scheiß fehler und sich nicht hinter dieser politischen verantwortung verstecken. |
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| JeSsY0182 |
Es wird auf der Nature One einen Gedenkakt geben und ich finde die Lösung wirklich gelungen.
| quote: | Im Gedenken an die Opfer der Loveparade von Duisburg und als Zeichen des Mitgefühls für deren Angehörige und Freunde, werden am kommenden Samstagnachmittag bei NATURE ONE tausende weißer Ballons in den Himmel steigen.
Der Gedenkakt findet am Samstag (31.07.) um 17 Uhr im Camping-Village statt.
Die NatureOne-Besucher werden gebeten, für diesen Moment die Musik abzuschalten und schweigend zu gedenken. |
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