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Was macht die Politik gerade? (pg. 29)
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| Tom Paris |
Im Video auf der vorigen Seiten war auch der Rapper Course zu Wort gekommen:
und nun schaut man sich das mal an:
http://blog.rebellen.info/2009/09/2...splash-mixtape/
Und bitte alles lesen, auch die Twitter-Kommentare von ihm.
Da sieht man, wieviele Rechte die Leute an ihren Tracks wirklich noch haben.
Und deswegen immer wieder => PIRATEN! |
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| halo |
| quote: | Originally posted by Keldana
...alleine die Überlegung von Blizzard, eventuell ein Spiel zu zensieren (im Vergleich zu den Versionen in anderen Ländern), um eine "bessere" Alterseinstufung zu erreichen, finde ich traurig.
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Da kann keiner wiedersprechen, ist aber einzig die Entscheidung von Blizzard. Eine gesetzliche Notwendigkeit für diese Art der präemptiven Selbszensur existiert aber nicht.
Die UK Version von Wolfenstein hat im übrigen auch bloß ein 18+ Rating. Stellt sich doch die Frage, warum die Jungs überhaupt den <18 Markt in Deutschland erschließen wollen...?
Mal abgesehen vom wunderbaren, kostenlosen Presseecho aufgrund der Zensurdebatte.
| quote: | Originally posted by Keldana
wie Du allerdings von freiem Quellcode auf "Terroristen können die Raketensteuerung übernehmen" ... oder auf "im Gefängnis wären dann die Gefangenen frei" kommst ... ist natürlich unsinnig.
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Weil es in einigen Fällen gute Gründe gibt Code nicht zu veröffentlichen. So wäre es absoluter Käse die Raketensteuercodes zu veröffentlichen und dann für Verschlüsselung Rechenleistung zu verbraten und Übertragungsengpässe in Kauf zu nehmen, wenn die selbe Sicherheit durch Geheimhaltung der Steuercodes erreicht werden kann.
Deinen Router juckt es nicht, ob er von den 90% idle-time mal eben 20% für die Verschlüsselung verbrät und für gesicherte Verbindungen wird eine Verschlüsselung im Protokoll vorgeschrieben, weil ein Abfangen der Daten möglich ist. In beiden Fällen ist es völlig Wurst, wie die Verschlüsselung implementiert ist. Hier geht es um die Sicherheit der übertragenen Daten, nicht des gesamten Systems an sich.
Es gibt im übrigen auch Verschlüsselungsverfahren, die total primitiv und in der Übertragung unknackbar (z.B. One Time Pad mit koordinierter Schlüsselerzeugung) sind, aber sofort für jeden offen liegen, wenn die Implementierung (Methode der Schlüsselerzeugung) bekannt ist. Hier wäre dann tatsächlich durch deine "Freiheit des Codes" jede Sicherheit der Übertragung hin.
Genau diese FREIHEIT zur Nichtveröffentlichung gibt es aber bei der GPL nicht.
Mal unabhängig davon ist der Begriff von Freiheit, wie du ihn für Code verwendest unsinnig. Ein Buch wird nicht freier, wenn ich es vor die Tür lege. Information ist nur dann frei, wenn ich sie ohne Einschränkung meiner Rechte beliebig verwenden kann. Damit ist der kostenpflichtig lizensierte Quellcode, der keinen Nutzungseinschränkungen unterliegt sogar "freier", als GPL lizensierter Code. Denn mit diesem Code kann ich tatsächlich anstellen, was ich will...
Hier wird "frei" mit "kostenlos verfügbar" verwechselt! Aber was nutzt dir ein kostenlos verfügbares Fachbuch über Elektronik, wenn du dich mit Elektronik nix am Hut hast. Erst wenn du ein Produkt baust, dass Wissen aus dem Buch verwendet, kannst du es nutzen. Was nutzt dir aber die kostenlose Information, wenn du anschließend für dein Produkt kein Geld verlangen darfst? Du bist aufgrund der Bedingungen für die kostenlose Verfügbarkeit eben NICHT FREI, damit anzufangen, was du willst.
| quote: | Originally posted by Keldana
Auf vielen Servern läuft Linux ... auf sehr sehr vielen Routern ... die Software mag einen freien Quellcode besitzen, dennoch sind die Passwörter verschlüsselt und da kann so einfach niemand irgendetwas übernehmen.
Und der Quellcode von Windows ist nicht frei ... trotzdem gibt es ne Menge Schädlinge, die Sicherheitslücken ausnutzen (bei Linux gibt es aber auch ein paar) ... das hat mit quelloffenem Code oder nicht rein gar nichts zu tun.
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Du hast Recht, deine Ausführung hat absolut nichts mit quelloffenem Code zu tun, denn bei einem Marktanteilverhältnis von 1% zu 93% lohnt es sich für Angreifer noch nichtmal im offen Linux Code nach Lücken zu suchen. Zumal eh unklar bleibt, welche Verbreitung eine Lücke in einer Kernel-Version überhaupt hat. Es macht sich ja noch nichtmal einer die Mühe, Viren für die 5% Macs zu schreiben...
Dass Linux auf vielen (vor allem Heim-)Servern läuft liegt vor allem daran, dass der Hobby-Admin kein Geld ausgeben will. Noch dazu ist er notorisch paranoid und spielt Sicherheitsupdates per Hand ein. So kommt es, dass bereits längst gestopfte Sicherheitslücken "administrierte" Firmennetze gern mal in Botnetze verwandlen, weil der Admin das letzte Update per Hand vor 3 Wochen eingespielt hat. |
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| halo |
| quote: | Originally posted by Tom Paris
Da sieht man, wieviele Rechte die Leute an ihren Tracks wirklich noch haben.
Und deswegen immer wieder => PIRATEN! |
Wenn Curse die Vermarktungsrechte an seinen Songs für einen sicher nicht unbedeutenden Beitrag an einen Publisher abtritt, ist das seine freie Entscheidung. Genuso, wie es die freie Entscheidung von Sony ist, diese erworbenen Rechte durchzusetzen.
Daran können und werden auch die Piraten nichts ändern können. Es sei denn, sie nehmen den Rechteinhabern die freie Entscheidung, ob und wie sie ihre Rechte wahrnehmen können. |
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| Keldana |
| quote: | Originally posted by halo
Wenn Curse die Vermarktungsrechte an seinen Songs für einen sicher nicht unbedeutenden Beitrag an einen Publisher abtritt, ist das seine freie Entscheidung. Genuso, wie es die freie Entscheidung von Sony ist, diese erworbenen Rechte durchzusetzen.
Daran können und werden auch die Piraten nichts ändern können. Es sei denn, sie nehmen den Rechteinhabern die freie Entscheidung, ob und wie sie ihre Rechte wahrnehmen können. |
Und genau das ist einer der Punkte, warum man in dieser Diskussion NIEMALS zu einem Endpunkt gelangen wird.
Du sprichst von einer freien Entscheidung, die Curse hatte ... und damit hast Du recht .... und einige andere Leute bestreiten eine freie Entscheidungsmöglichkeit ... und haben damit auch recht.
Grundsätzlich hast du natürlich recht ... ein Künstler der ein Lied "schreibt" kann die Rechte daran verkaufen, oder er läßt es bleiben.
ABER ... der Künstler will leben ... sprich er muß mit seinem Beruf Geld verdienen. Er geht also durch die Plattenfirmen und bekommt nur dann Geld, wenn er die Rechte an seinem Song "aufgibt" ... durch das System ist diese Entscheidungsfreiheit also im Prinzip nur auf dem Papier existent. (Es sei denn er heißt Madonna ... die könnte aufgrund Ihres Marktwertes vielelicht da noch was andere heraus handeln).
Wenn Du heiratest, kannst Du einen Ehevertrag machen ... in Deutschland ist es aber sittenwiedrig, wenn da drin steht "Mann hat Kohle und Frau bekommst NICHTS im Falle der Scheidung" ...
und ich finde genauso sollte es im Urheberrecht auch sein ... der Mensch, der dieses Lied "geschrieben" hat, sollte IMMER auch ein gewisses Grundrecht an seinen Songs haben. Auch wenn er den Song "verkauft" ... |
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| halo |
| quote: | Originally posted by Keldana
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Ich weiß nicht, wie du immer auf so nen verkorksten Mist kommst..
Der Künstler behält immer das unveräußerliche Urheberrecht. Demnach kann er allein festlegen, wem, wie lange und mit welcher Exklusivität die Rechte an der Verwertung gewährt weden. Wenn er es abtritt oder lizensiert, geht er einen Vertrag ein, der jederzeit auch wieder aufgehoben werden kann. Dann ist natürlich mit Rückzahlungen und Vertragsstrafen zu rechnen, wie bei jedem Vertrag, den man eingeht.
Gerade in Zeiten des Internetvertriebs hat ein Künstler JEDE Möglichkeit, seine Rechte selbst zu verwerten. Sei es durch Online-Shops, Download-Portale oder sonstiges. Dabei wird ja auch gern immer angepriesen, das beim Direktvertreib am Ende viel mehr beim Künstler ankommt. Es kann also keinem auch ein noch so minimaler Zwang zur Veröffentlichung über ein Major-Label nachgesagt werden.
...ausserdem gibt ein Künstler seine Rechte nicht auf, ohne dafür was zu bekommen. Der Sittenwiedrigkeitskommentar ist also voll ins Braune gegriffen. |
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| Keldana |
Sorry, aber Du hast nicht im geringsten Begriffen, was ich hier geschrieben habe.
| quote: | Originally posted by halo
Der Künstler behält immer das unveräußerliche Urheberrecht. Demnach kann er allein festlegen, wem, wie lange und mit welcher Exklusivität die Rechte an der Verwertung gewährt weden. Wenn er es abtritt oder lizensiert, geht er einen Vertrag ein, der jederzeit auch wieder aufgehoben werden kann. Dann ist natürlich mit Rückzahlungen und Vertragsstrafen zu rechnen, wie bei jedem Vertrag, den man eingeht. |
Wenn ein unbekannter Hansel hingeht und einen Song zur Verwertung an ein Major-Label geben will, was meinst du, was er für eine Verhandlungsposition hat ??? Und selbst bei einem kleinen Label wird er nicht seine Rechte so durchdrücken können, wie ER ES WILL ... und das sage ich doch die ganze Zeit ... das System zwingt dem Künstler ne ganze Menge auf ... es sei denn er behält seine Rechte ... und hungert.
| quote: | Originally posted by halo
Gerade in Zeiten des Internetvertriebs hat ein Künstler JEDE Möglichkeit, seine Rechte selbst zu verwerten. Sei es durch Online-Shops, Download-Portale oder sonstiges. Dabei wird ja auch gern immer angepriesen, das beim Direktvertreib am Ende viel mehr beim Künstler ankommt. Es kann also keinem auch ein noch so minimaler Zwang zur Veröffentlichung über ein Major-Label nachgesagt werden. |
Das System vollzieht derzeit eine Änderung, die sich positiv zugunsten der Künstler auswirken sollte.
Aber um bei einem bereits genannten Beispiel zu bleiben ... glaubst du ernsthaft, Frau Rowling hätte aus Harry Potter durch Eigenvermerktung sowas großes machen können ??? Bzw. wieviele Jahre hätte sie dafür brauchen sollen ???
Wenn Du mit einer vernünftigen Kosten (Geld und Zeit) / Nutzen - Relation einen Song in der ganzen Welt veröffentlichen willst, dann kommst du auch jetzt nicht an einem Major-Label vorbei ...
Du bist also höchstens frei in der Entscheidung, ob Du Dich für Not oder Elend entscheidest ... :D
Aber ich gebe Dir in einem recht ... so ist es eben ... und da etwas besseres finden, dürfte nicht einfach sein ...
| quote: | Originally posted by halo
...ausserdem gibt ein Künstler seine Rechte nicht auf, ohne dafür was zu bekommen. |
Die Ehefrau bekommt für die Dauer der Ehe auch etwas ... einen stinkreichen Kerl ... ;)
| quote: | Originally posted by halo
Der Sittenwiedrigkeitskommentar ist also voll ins Braune gegriffen. |
siehe oben ;) |
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| Meat187 |
| Wow, jetzt hast du diesen Unsinn schon so verdreht, dass er im Sinne des Künstlers sein soll. :stongue: |
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| Tom Paris |
| quote: | Originally posted by halo
Ich wei� nicht, wie du immer auf so nen verkorksten Mist kommst..
Der K�nstler beh�lt immer das unver�u�erliche Urheberrecht. Demnach kann er allein festlegen, wem, wie lange und mit welcher Exklusivit�t die Rechte an der Verwertung gew�hrt weden. Wenn er es abtritt oder lizensiert, geht er einen Vertrag ein, der jederzeit auch wieder aufgehoben werden kann. Dann ist nat�rlich mit R�ckzahlungen und Vertragsstrafen zu rechnen, wie bei jedem Vertrag, den man eingeht. |
In der Theorie vielleicht. Praktisch sieht es so aus, dass ein Künstler kaum die Wahl hat, wie lange die Verwertungsrechte an einem Song übertragen werden.
Es geht ja so weit, dass die Verlage und Labels selbst nicht mal wer wissen, wer was darf, Beispiel Eminem und Apple, oder Alejandro Fernández und Sony...
Es wird seinen Grund haben, dass Radiohead sich vom Label gelöst haben. Sie wurden ja auch nicht enttäuscht durch die Aktion. Madonna ebenso, hat ihre kompletten Rechte an einen Konzertveranstalter abgetreten, warum wohl?
Das Video von Bohlen bei Kerner ist auch bekannt.
Und noch ein Text, der ein wenig was vorrechnet, von Courney Love: http://archive.salon.com/tech/featu...love/print.html |
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| Keldana |
| quote: | Originally posted by Meat187
Wow, jetzt hast du diesen Unsinn schon so verdreht, dass er im Sinne des Künstlers sein soll. :stongue: |
:conf: :conf: :conf:
Durch das Internet und die "digitalen" Vertriebswege verändert sich das System so, dass es für den Künstler einfacher ist, sich ganz alleine zu vermarkten ... das ist etwas, dass dem Künstler wohl kaum schaden kann, oder ???
Da Du aber sicher wieder eine Piratenaussage dahinter vermutet hast (was nicht stimmt), hier ein Auszug aus dem Wiki der Piratenpartei:
| quote: | Überholte Vermittlerfunktionen von Rechteverwertern, die in der Vergangenheit z.B. in der Unterhaltungsmusikindustrie zu hohen Renditen geführt haben, sind größtenteils nicht mehr zeitgemäß und werden in diesem Umfang keinen Bestand haben. Die Ausschaltung von Zwischenhändlern ermöglicht es, dass den Künstlern vom Erlös ihrer Werke ein größerer Teil verbleibt und direkter zufließt. Außerdem wird damit das Spektrum der Kulturszene deutlich erweitert.
Insbesondere die Verwendung von CreativeCommons-Lizenzen erlaubt heutzutage bereits die erfolgreiche wirtschaftliche Verwertung von Werken ohne jegliche Einschränkung bei der digitalen Privatkopie und deren Verbreitung. |
Sprich wie schon das Parteiprogramm auf der Hauptseite sagt: "Wir erkennen die Persönlichkeitsrechte der Urheber an ihrem Werk in vollem Umfang an."
Die Piratenpartei steht dafür, dass die Künstler mehr Geld erhalten sollen, als es bisher der Fall ist, aber dennoch die "Kunden" mehr Rechte bei der Verwendung erhalten. Ein faireres Verhältnis soll hier etabliert werden.
Nur gibt es unter den Künslern halt einen großen Teil Betonköpfe, die der Meinung sind: "Piratenpartei = mein künstlerisches Schaffen wird mir weg genommen und damit meine Lebensgrundlage" ... UND DAS IST FALSCH !!! |
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| Keldana |
Piratenpartei - Politik findet nicht statt
Oh man ...
Was glaubt der Schreiber eigentlich, worüber die Piraten auf den Stammtischen so kurz vor der Bundestagswahl reden ??? Natürlich über Wahlkampfaktionen ... was denn sonst ???
Und immer dieser Tauss ... ich war selbst beim Stammtisch in Krefeld dabei (mehrmals) ... wenn es etwas neues gab, wurde natürlich drüber geredet ... aber soll man jedesmal drüber reden, nur um drüber geredet zu haben ???
Was für billige Anti-Piraten-Propaganda .... :rolleyes: |
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| darkstar |
abgesehen davon, dass es ein wenig nervt dass du jedesmal aufschreist, sobald irgendjemand irgendwo irgendwas schlechtes über die piratenpartei schreibt, ist der artikel echt schlecht geschrieben...
das is wahlkampf - nachdem du da ja jetzt dabei bist musst du dich dran gewöhnen... |
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