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Was macht die Politik gerade? (pg. 37)
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| DJOverdose |
Ich persönlich finde die Entscheidung, die die Mehrheit der schweizer gebrtoffen hat (oder zumindest die Merhzeit der Wähler) sehr bedauerlich. Wenn ein Staat behauptet religionsfreiheit zu gewähren, dann muss er das auch richtig tun und schützen. Das wäre wie, wenn man den christen verbieten würde, eine Kirche mit Kirchturm zu errichten. Reine Schikane und Demütigung! Das kann nur die Spannungen vergrößern und die Agressivität erhöhen.
Ich bin kein Fan von Religionen im allgemeinen, aber ich denke, jeder soll das glauben was er will. Und manche Menschen brauchen wohl eine Religion um dem Leben einen Sinn zu geben.:eek:
Richtig arm wird es, wenn Politiker auch noch solche Sätze von sich geben:
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"Religionsfreiheit darf nicht so weit gehen, dass nicht-christliche Religionsbauwerke errichtet werden", sagte der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler. |
| quote: | | ich geh davon aus, dass das mit deren verfassung nicht vereinbar ist. allein so betrachtet: halb so wild. |
Achso? Hm klingt plausibel. Bleibt nur noch, die mir völlig unverständliche, intolleranz.
| quote: | | spannender wird die reaktion der islamischen welt werden...ich mein, wer schon bei karikaturen solch einen Aufstand macht... |
Da habe ich eigentlich keine so großen Befürchtungen. Das ist eher ein Thema für die hohen Tiere des Islams - die sich ja teilweise schon dazu äußerten. Das ist ja nichts womit sich der einzelne Moslem, der 5000km weit Weg lebt, persönlich angengriffen fühlt.
| quote: | | Und soweit ich weiß, darf man z.B. in der Türkei auch keine christliche Kirche bauen ... von daher sollten sich kritische Stimmen aus der islamischen Welt lieber zunächst einmal umsehen, wie sie es in Ihrem eigenen Land mit der Religionsfreiheit halten. |
Das es in islamischen Staaten oft nur eine eingeschränkte Religionsfreiheit stimmt zwar, aber ich will mich nicht darüber aufregen, dass sich irgendwelche Moslems aus dem Nahen Osten über das Minarettverbot in der Schweiz beschweren. Das eigentliche Problem ist und bleibt doch, was in der Schweiz passiert. Wenn vor der eigenen Haustür alles in Ordnung ist, kann ich mir über andere gedanken machen und kritisieren.
| quote: | | und Zensurulla ist jetzt Arbeitsministerin |
Naja, so lange es nicht Familie, Justiz oder ähnliches ist...:rolleyes: |
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| Keldana |
Wenn ich das in der Diskussion richtig mitbekommen habe, dann gibt es weder im Koran, noch in irgendwelchen anderen islamischen Schriften einen Hinweis darauf, das Minarette irgendeine Bedeutung haben ...
Aber es zeigt ein Problem in der Gesellschaft auf ... die Menschen wollen alle möglichen Freiheiten ... können damit aber nicht wirklich umgehen ...
Nach Schweiz: Minarett-Referendum auch in Holland? |
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| halo |
Minarette, wie Kirchen, Kirchtürme, Moscheen, Synagogen und andere religiös verwendete Bauwerke haben zunächst gar nichts mit Religionsfreiheit zu tun. Denn durch ein Bauverbot wird der jeweilige Religionsanhänger weder in seinem Glauben, noch in der Ausübung seines Glaubens eingeschränkt. Wäre dies so, dann wäre jede Reise ins andersgläubige Ausland eine nicht hinnehmbare Einschränkung. Man müsste sich also zunächst fragen, was die Moslems in die Schweiz verschlagen hat, wenn sie ja dort so eingeschränkt werden...
Darüber hinaus gibt es ein Baurecht. Nach diesem Gesetz ist es (jedenfalls in D) jeder Gemeinde überlassen, einen Bebauungsplan aufzustellen, der Art und Beschaffenheit der Bebauung auch und gerade unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten festlegt. Wenn in einer Gegend ein ganz bestimmter Bautypus weder historisch ins Bild passt, noch nach dem Willen der Mehrheit der Anwohner gewünscht ist, dann ist es ganz normal, dass ein solches Gebäude keine Baugenehmigung erhält. Kirchen sind hier insofern kein Vergleich, da sie in Europa historisch zum Stadtbild gehören (mal davon ab, dass die christlichen Kirchen weder Geld noch Anhänger für einen Neubau haben).
Die Schweizer Initiative zeigt hier lediglich, dass es eine Mehrheit geben könnte, die Minarette aus verschiedenen Gründen für nicht passend findet. Eine politische Befürwortung von Minaretten wäre hier also eigentlich ein Schlag ins Gesicht der Basisdemokratie. |
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| DJOverdose |
Interessanter Standpunkt halo. Das mit dem Baurecht in Deutschland stimmt natürlich und ich finde es auch in Ordnung wenn aus bestimmten, rechtlichen also objektiven Gründen an einem bestimmen Platz kein Minarett oder keine Mosche errichtet werden darf. Eventuell auch aus persönlichen Gründen, wenn zum Beispiel ein Minarett mitten in einer streng katholischen Gegend erichtet werden soll.
In der Schweiz ging es allerdings nicht um ein bestimmtes Minarett, sondern um ein generelles Verbot.
Klar, man kann hier den Punkt vorbringen, dass es in der Regel nicht ins Stadtbild passt. (Was natürlich Geschmackssache eines jeden einzelnen ist.) Aber mal ehrlich. Ein Minarett in einer der großen Städte in der Schweiz wird doch wohl kaum ins Gewicht fallen. Da gibt es bestimmt noch mehr Gebäude die nicht unbedingt ins Stadtbild passen oder toll aussehen.
Ich vermute der Hauptgrund für das Wahlergebnis war ein anderer. Angst vor Islamisierung, Angst vor Moslems und Ignoranz gegenüber Moslems.
Un dich möchte noch mal auf das Beispiel mit dem Kirchturm zurückkommen. Was würden die christen Wohl sagen, wenn man ihnen den Kirchturm verbieten würde? Natürlich brauchen sie ihn nicht, für sie gerhört er aber dazu. Oder den Bogen etwas weniger religiös weitergespannt. Was sagt der Computerspieler, wenn man ihm die "Killerspiele" verbietet? Was sagt der gemeine Trancer, wenn in Clubs plötzlich nur noch 80db erlaubt wären?
Menschenrechte würden in keinem Fall angetastet werden. Jeder kann weiterhin beten, spielen oder Musik hören.
Für die betroffenen wäre es aber jeweils reinste Schikane, was immer Unverständnis, Hass, Agressivität oder ähnlichem führt.
Für mich ist also die Frage, muss es wirklich sein, den Moslems ihr Minarett grundsätzlich zu verbieten? Und da muss ich eben ganz klar sagen: Nein.
Dass das scheinbar so viele Europäer anders sehen - auch wenns vielleicht nur ist, weil sie nicht nachdenken - erschreckt mich.
| quote: | | Aber es zeigt ein Problem in der Gesellschaft auf ... die Menschen wollen alle möglichen Freiheiten ... können damit aber nicht wirklich umgehen ... |
Hä? |
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| lotadeus |
| quote: | Originally posted by Keldana
Du meinst die niedrige Wahlbeteiligung, wo in den Medien gesagt wird, dass sie für schweizer Verhältnisse ziemlich hoch war ???
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die wahlbeteilung war mit ca. 52% hoch, sonst sinds so 37% oder so!
www.facebook.com/group.php?gid=214623764186
es gibt kaum eine schweizer gruppe, die in weniger als 48h über 60k nasen bekommen hat
| quote: |
Ich vermute der Hauptgrund für das Wahlergebnis war ein anderer. Angst vor Islamisierung, Angst vor Moslems und Ignoranz gegenüber Moslems.
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denke auch, dass das so war, viele frauen, auch linke haben ja abgestimmt. schlussendlich gings gar nicht mehr darum ob man das bauen darf oder nicht, die meissten wussten ja sowieso nicht was es ist - man konnte es bis heute in jeder gemeinde mit dem baugesetz mit ja oder nein festlegen - man hat einfach alle negativen eindrücke zu diesem thema verbandelt und dann kam sowas raus... eigentlich völlig lächerlich.
offiziell wird es von der rechten in der schweiz, der svp, welche meiner meinung nach schon länger ns züge annimmt, damit begründet, dass man die schweiz islamisiert wird und dies notwendig sei! also ich habe davon noch gar nichts bemerkt, lol!
diese svp hat quer durch die schweiz ca. 30% stimmenanteil und ist mit abstand die mächtigste partei hier. fragt man andere wer denen zustimmt wars keiner :crazy: .
NEIN sagen, oder eben in diesem Fall JA sagen ist halt sehr einfach, immer Opposition gegen alles - so hat man immer Recht.
blablabla... |
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| halo |
Bevor man darüber herzieht, dass eine Gesalleschaft sich vor "fremden" Symbolen und Bauwerken zu schützen sucht, sollte man sich die Frage stellen, was denn so ein Minarett überhaupt ist.
Es handelt sich um eine erhöhte Plattform, die es dem Muezzin erlaubt, seine Gläubigen mehrmals am Tag sowohl optisch, als auch akustisch zum Gebet zu rufen. Dieses Signal kommt in jedem Fall sehr deutlich auch allen anderen Nicht-Moslems zu. Jeden Tag. Mehrmals am Tag.
Ein solches religiöses Leuchtfeuer in einer immernoch überwiegend christlich und zunehmend atheistisch geprägten Welt bauen zu wollen, ist ungefähr so sensibel, wie sich mit dem Ghetto-Blaster in die Bingo-Runde zu setzen und auf Freizügigkeit und Meinungsfreiheit zu pochen...
Unabhängig davon kann der real gelebte Islam in vielen seiner Ausprägungen als verfassungsfeindlich angesehen werden. Als Schwerpunkte sei hier nur beispielhaft die Rolle der Frauen im Islam genannt. Nach §20 GG der Bundesrepublik, hat jeder Staatsbürger das Recht und im Grunde auch die Pflicht, gegen die Etablierung einer religiös geprägten Parallelgesellschaft mit zum Teil eigener Rechtssprechung Widerstand zu leisten. (Mittel und Wege dazu einmal unbenommen)
Ich persönlich sehe das Problem einer Islamisierung nicht besonders deutlich. Würde mir allerdings jemand hier ein Minarett hinbauen wollen oder irgend ein Pfarrer beschließen, seine Schäfchen täglich mit der Kirchenglocke zum Gebet zu rufen, dann würd ich sofort jede Petition dagegen unterschreiben. Denn zur Religionsfeiheit gehört auch, dass jeder andere seine Religion ungestört ausüben kann... |
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| Keldana |
| quote: | Originally posted by halo
Es handelt sich um eine erhöhte Plattform, die es dem Muezzin erlaubt, seine Gläubigen mehrmals am Tag sowohl optisch, als auch akustisch zum Gebet zu rufen. Dieses Signal kommt in jedem Fall sehr deutlich auch allen anderen Nicht-Moslems zu. Jeden Tag. Mehrmals am Tag.
Ein solches religiöses Leuchtfeuer in einer immernoch überwiegend christlich und zunehmend atheistisch geprägten Welt bauen zu wollen, ist ungefähr so sensibel, wie sich mit dem Ghetto-Blaster in die Bingo-Runde zu setzen und auf Freizügigkeit und Meinungsfreiheit zu pochen...
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Richtig ... aber zunächst einmal ist das Minarett NUR die Plattform, bzw. das Bauwerk ... sprich ein Minarett bedeutet nicht gleich einen Muezzinruf ... und andersherum bedeutet KEIN Minarett nicht automatisch, dass damit ein Muezzinruf ausbleibt. |
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| DJOverdose |
| quote: | | Es handelt sich um eine erhöhte Plattform, die es dem Muezzin erlaubt, seine Gläubigen mehrmals am Tag sowohl optisch, als auch akustisch zum Gebet zu rufen. Dieses Signal kommt in jedem Fall sehr deutlich auch allen anderen Nicht-Moslems zu. Jeden Tag. Mehrmals am Tag. |
Laut Wikipedia dient das Minarett dazu heutzutage nicht mehr... |
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| darkstar |
| quote: | [i][b]
Aber naja, Schweizer sind schon böse Faschisten...Weg damit :D |
Genau - wird Zeit, dass mal wieder jemand die Auflösung der Schweiz beantragt =) |
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| halo |
| quote: | Originally posted by Keldana
Richtig ... aber zunächst einmal ist das Minarett NUR die Plattform, bzw. das Bauwerk ... sprich ein Minarett bedeutet nicht gleich einen Muezzinruf ... und andersherum bedeutet KEIN Minarett nicht automatisch, dass damit ein Muezzinruf ausbleibt. |
Dabei gibt es folgendes logisches Problem: wenn ich ein Minarett weder für den eigentlichen Muezzinruf, noch ein symbolisches Zitat in der äußeren Anmutung einer Moschee benötige, dann brauche ich das Minarett gar nicht. Noch nicht einmal Gehry baut funktionslose Türme, bei denen er sich gar nichts denkt... Sprich: auch ohne den eigentlichen Ruf ist die Bauform symbolisch mit dem Ruf verbunden.
Ein Muezzinruf, welch religiöse Motive auch immer dahinter stecken mögen, dürfte in Deutschland im Prinzip schon aus immissionschutzrechtlichen Gründen nicht gestattet sein. Oder kennt jemand ne Ecke in Deutschland, wo man zum Gebet ruft?
| quote: | Originally posted by DJOverdose
Laut Wikipedia dient das Minarett dazu heutzutage nicht mehr...
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Dass der Typ da nicht mehr selber hochklettert, sondern seine Boxen da oben angebastelt hat und unten ins Mikro schreit, ändert nichts an der Nutzung des Minaretts... da widerspricht mir auch die Wiki nicht. |
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| DJOverdose |
@halo:
| quote: | | mittels Lautsprechern aus dem Betsaal |
Das Minarett selbst ist demnach wirklich nur zur zierde. |
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