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| Inyrie |
| quote: | Originally posted by DJ NGE
Ich glaub ein großes Problem in der Hinsicht ist heutzutage das Internet. Viele ziehen sich in virtuelle Welten zurück und posten ihre "Probleme" in einem Internetforum anstatt mit Freunden, Eltern oder Verwandten zu reden. Ich sage deswegen "Probleme" weil wenn ich so manch Posting in einem Internetforum sehe, kann ich nur den Kopf schütteln. Da meinen Jugendliche ihr Leben beenden zu wollen, weil ihre "große Liebe" nichts von ihnen will und sie sich ganz sicher sind, dass sie nie eine andere lieben werden können. Humbug sag ich, solche haben noch nie erfahren, was es wirklich heisst, scheisse dran zu sein. Viele Probleme werden viel zu sehr gewichtet und in einem Internetforum ausgeheult, wo sie meist keine richtige Hilfe kriegen, keinen haben, der ihnen DIREKT sagt, dass es nicht wert ist, deswegen den Kopf hängen zu lassen und sich seine Tage zu versauen. |
Hmm, gerade in Internetforen kan man aber auf die unterschiedlichsten Leute treffen, die die unterschiedlichste Scheiße durchgemacht haben. Und ob in unseren Augen "geringes Problem" oder nicht, das ist egal, das entscheidende ist, wie schwer der Betroffene das wertet. Und Liebeskummer kann die Hölle sein, das sollte man nicht unterschätzen.
Jetz geh ich aber echt ins Bett, scheiß Sucht :p
Naaaacht |
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| DJ NGE |
| quote: | Originally posted by godfatherdc
ich denke das sowas dann meist kurzschlussreaktionen sind und nicht jeder schnell genug nachdenkt, was er da eigentlich machen will. |
Ich glaub das kann man so pauschal nicht sagen, man muss immer die Situation der Person sehen. Warum geht es ihm schlecht? Einer Person, die sagen wir mal depressiv ist, weil sie Kind und Ehepartner verloren hat (oder von ihnen verlassen wurde), ist sicherlich "leichter" zu helfen, als jemandem der etwa durch einen Unfall querschnittsgelähmt ist.
Dass es trotzdem geht, hat Christopher Reeves mehr als bewiesen, allerdings hängt das immer auch von der Willensstärke der jeweiligen Person ab, und da kommt v.a. auch die Kindheit und die Erziehung sowie das gesamte soziale Umfeld ins Spiel. Ein Kind von und zu hat es meistens leichter als ein Kind aus einem Vorstadtghetto |
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| DJ Kernkraft400 |
| quote: | Originally posted by DJ NGE
Ich glaub ein großes Problem in der Hinsicht ist heutzutage das Internet. Viele ziehen sich in virtuelle Welten zurück und posten ihre "Probleme" in einem Internetforum anstatt mit Freunden, Eltern oder Verwandten zu reden. Ich sage deswegen "Probleme" weil wenn ich so manch Posting in einem Internetforum sehe, kann ich nur den Kopf schütteln. Da meinen Jugendliche ihr Leben beenden zu wollen, weil ihre "große Liebe" nichts von ihnen will und sie sich ganz sicher sind, dass sie nie eine andere lieben werden können. Humbug sag ich, solche haben noch nie erfahren, was es wirklich heisst, scheisse dran zu sein. Viele Probleme werden viel zu sehr gewichtet und in einem Internetforum ausgeheult, wo sie meist keine richtige Hilfe kriegen, keinen haben, der ihnen DIREKT sagt, dass es nicht wert ist, deswegen den Kopf hängen zu lassen und sich seine Tage zu versauen. |
naja, besser hier (wo einem sofort jemand zur seite steht), als nirgendwo... besser hier als alleine irgendwo rumzusitzen und überhaupt keinen rat zu wissen. Vielleicht fällt es betroffenen Personen einfach leichter, hier ihre Probleme zu nennen (wobei u.a. der größte Teil von uns wirklich verständnisvoll ist!) anstatt zu den Eltern oder Geschwistern zu gehen mit denen man sich gerade verkracht hat... Naja, aber das ist so ein kompliziertes Thema, das können wir hier garnicht bis zum Ende besprechen, deswegen versuch ich es auch garnicht erst. Jeder empfindet sowieso anders und hat andere Ansichten, und gerade bei einem solchen Thema ist es schwierig, darüber zu reden ohne irgendjemandem zu Nahe zu treten oder irgendetwas zu ignorieren |
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| Inyrie |
| quote: | Originally posted by DJ NGE
Ich glaub das kann man so pauschal nicht sagen, man muss immer die Situation der Person sehen. Warum geht es ihm schlecht? Einer Person, die sagen wir mal depressiv ist, weil sie Kind und Ehepartner verloren hat (oder von ihnen verlassen wurde), ist sicherlich "leichter" zu helfen, als jemandem der etwa durch einen Unfall querschnittsgelähmt ist.
Dass es trotzdem geht, hat Christopher Reeves mehr als bewiesen, allerdings hängt das immer auch von der Willensstärke der jeweiligen Person ab, und da kommt v.a. auch die Kindheit und die Erziehung sowie das gesamte soziale Umfeld ins Spiel. Ein Kind von und zu hat es meistens leichter als ein Kind aus einem Vorstadtghetto |
Mich würde mal interessieren, wie hoch die Selbstmordrate / Depressionsrate bei Ghettopeople vs. Wohlstandsvolk ist...
Anyway, wer im Internet seine Probleme postet, tut das meist, weil er sonst niemanden hat oder weil er hier im Schutz der virtuellen Anonymität folgenlos rumflennen kann, ohne dass am nächsten Tag hinter seinem Rücken darüber getuschelt wird. Das Internet erleichtert den offenen Umgang. Und wie Kernkraft schon sagte, besser online, wo einem Leute noch helfen können, als gar nicht. Ich glaube nicht, dass das Internet Suizide/Depressionen hochtreibt. |
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| DJ NGE |
| quote: | Originally posted by Inyrie
Hmm, gerade in Internetforen kan man aber auf die unterschiedlichsten Leute treffen, die die unterschiedlichste Scheiße durchgemacht haben. Und ob in unseren Augen "geringes Problem" oder nicht, das ist egal, das entscheidende ist, wie schwer der Betroffene das wertet. Und Liebeskummer kann die Hölle sein, das sollte man nicht unterschätzen.
Jetz geh ich aber echt ins Bett, scheiß Sucht :p
Naaaacht |
Es ist auch immer die Sache WO man sein Problem postet. Das "GameStar" Forum, in dem ich solche Threads immer wieder entdecke (eigentlich entdeckt hab, weil bin kaum noch dort), ist dafür für sicherlich nicht der richtige Ort. Und viele Leute informieren sich eben auch im Voraus nicht, aus Faulheit, oder sonstigen Gründen. Und so sehr ich das Internet auch befürworte (sonst würden wir uns wohl nicht kennen ;) ), ich finde es gibt immer noch Dinge, die man in der echten Welt abhandeln sollte, und da gehören solche ernsten Themen wie Selbstmordgedanken, u.ä. dazu.
@Kernkraft: Klar, schreiben ist immer leichter als Reden. Aber wenn man ständig vor dem Reden flüchtet, lernt man es nie. Man muss lernen sich dazu durchzudringen, seine Probleme auch verbal lösen zu können und nicht nur durch Bits & Bytes. |
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| DJ Kernkraft400 |
btw, ihr dürft mich Alex nennen :)
Aber tippen ist immerhin ein erster Schritt! danach kann man Reden, Hilfe suchen, alles machen... aber wenn man sich nicht mal traut, den ersten Schritt zu machen, dann kann niemandem geholfen werden. Und gerade ein so tolerantes Forum wie das unsere kann da durchaus helfen, v.a. da sich viele Leute hier eh schonmal persönlich getroffen haben oder sich sogar sehr gut kennen... |
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| Inyrie |
| quote: | Originally posted by DJ Kernkraft400
btw, ihr dürft mich Alex nennen :) |
Okay, dann darfste mich Steff(i) nennen :p
@Domi:
| quote: | | Aber wenn man ständig vor dem Reden flüchtet, lernt man es nie. Man muss lernen sich dazu durchzudringen, seine Probleme auch verbal lösen zu können und nicht nur durch Bits & Bytes. |
WORD!!!
Trotzdem sind das meiner Erfahrung nach Leute, die kein "richtiges" Leben haben und versuchen, dieses durch die virtuelle Welt zu ersetzen. Die würden auch im realen Leben nicht drüber sprechen, selbst wenn sie kein Netz haben!!! Da bin ich mir ziemlich sicher! Zumal es auch einfacher ist, Gleichgesinnte im Netz zu finden als in einem räumlich meist sehr beschränkten Freundeskreis. |
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| DJ NGE |
| quote: | Originally posted by Inyrie
Mich würde mal interessieren, wie hoch die Selbstmordrate / Depressionsrate bei Ghettopeople vs. Wohlstandsvolk ist... |
Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen ;)
| quote: | | Anyway, wer im Internet seine Probleme postet, tut das meist, weil er sonst niemanden hat oder weil er hier im Schutz der virtuellen Anonymität folgenlos rumflennen kann, ohne dass am nächsten Tag hinter seinem Rücken darüber getuschelt wird. Das Internet erleichtert den offenen Umgang. Und wie Kernkraft schon sagte, besser online, wo einem Leute noch helfen können, als gar nicht. Ich glaube nicht, dass das Internet Suizide/Depressionen hochtreibt. |
Hmm, ich würde nicht sagen, dass sie sie hochtreibt, ich würde aber nicht sagen, dass sie sie nicht hochtreibt. Das wäre zu einfach gedacht, denn es spielen immer mehrere Faktoren mit. Ein Robert Steinhäuser ist sicherlich nicht Amok gelaufen und hat sich dann selber die Kugel durch den Kopf gejagt, bloß weil er begeistert Counter-Strike gespielt hat und einen Internetanschluß hatte.
Anyway, ich geh jetzt ins Bett ;) Gn8! |
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| disco stu |
| noch ein alex? :rolleyes: |
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| Keldana |
| quote: | Originally posted by DJ NGE
Klar, schreiben ist immer leichter als Reden. |
In einem Internetforum zu schreiben kommt dem Reden aber schon sehr nahe ... besonders weil es viele Leute tagelang lesen können etc. ...
ich hatte damals Freunde und natürlich meine Eltern ... dennoch konnten Sie mir nicht helfen ... man sollte also nicht meinen, daß nur Personen sich das Leben nehmen, wenn Sie niemanden haben .... Freunde / Bekannte / Verwandte ... wenn Sie einem das schlechte Gefühl und die Trauer nicht nehmen können, bringt das alles nichts ... |
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| Inyrie |
| quote: | Originally posted by DJ NGE
Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen ;)
Hmm, ich würde nicht sagen, dass sie sie hochtreibt, ich würde aber nicht sagen, dass sie sie nicht hochtreibt. Das wäre zu einfach gedacht, denn es spielen immer mehrere Faktoren mit. Ein Robert Steinhäuser ist sicherlich nicht Amok gelaufen und hat sich dann selber die Kugel durch den Kopf gejagt, bloß weil er begeistert Counter-Strike gespielt hat und einen Internetanschluß hatte.
Anyway, ich geh jetzt ins Bett ;) Gn8! |
Ich bin der Meinung dass das Netz da eine verschwindend geringe Ursache ist. Wenn überhaupt. Da geb ich eher der heutigen Gesellschaft Schuld, die ihre Kinder unter einen riesigen Druck setzt. |
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| DJ Kernkraft400 |
Die meisten Depressionen gibts übrigens bei Lehrern, Ärzten und Anwälten... Das ist dadurch statistisch belegt, dass dies die Berufsgruppen mit dem höchsten Alkoholikeranteil sind. Kein Scherz.
Und die meisten Selbstmorde nach Berufsgruppe gibts bei Psychologen. Das Umfeld und die alltäglichen Sorgen machen offenbar mehr aus als die Herkunft... |
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